FIFA
Montag 31 August 2026, 09:00

Förderung des Frauenfussballs (August 2026)

Women's Football Campaign, National Training Center, Bati, Cambodia
  • Die FIFA bietet 13 Förderprogramme für den Frauenfussball für ihre Mitgliedsverbände an

  • Aktivitäten im Rahmen verschiedener FIFA-Programme mit aktuellen Meldungen aus vier Kontinenten, darunter zahlreiche Festivals in ganz Afrika

  • Meilensteine auf und neben dem Platz im Vorfeld der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™, Entwicklungsnachrichten von mehreren Kontinenten und mehr.

Die FIFA arbeitet weltweit intensiv daran, das Ziel von 60 Millionen Spielerinnen bis 2027 zu erreichen. Dieses ehrgeizige Ziel wird durch 13 Förderprogramme untermauert, wobei alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände (MAs) berechtigt sind, Unterstützung beim Weltfussballverband zu beantragen. Im Jahr 2025 hat die FIFA ihre FIFA-Programme zur Frauenförderung bis 2027 erneuert und erweitert, um dem Frauenfussball einen weiteren Schub zu geben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Inside FIFA beleuchtet nur einige der bedeutenden Aktivitäten der letzten Zeit, die den Fussabdruck des Frauenfussballs weltweit weiter ausbauen.

Kambodscha

Der kambodschanische Fussballverband (FCF) verzeichnete eine rege Beteiligung von über 300 Jugendlichen, als er im Nationalen Trainingszentrum in Bati eine FIFA-Frauenfussballkampagne veranstaltete. Die Veranstaltung war als Gelegenheit konzipiert, mit Spielerinnen aus ländlichen Gebieten in Kontakt zu treten, um zu zeigen, dass Fussball für alle Geschlechter zugänglich ist.

Women's Football Campaign, National Training Center, Bati, Cambodia

Paraguay

Der paraguayische Fussballverband (APF) setzte sein konsequentes Engagement für die Förderung des Frauenfussballs mit einer gut besuchten Frauenfussballkampagne in der Hauptstadt Asunción fort. Die Kampagne wird bereits im dritten Jahr durchgeführt. In diesem Jahr organisierte der APF sechs Festivals, bei denen Mädchen aus verschiedenen Regionen des Landes zu einem Freizeit- und Sporterlebnis zusammenkamen. Der APF hat zudem die FIFA-Programme «Kapazitätsaufbau für Funktionäre» und «Liga-Entwicklungsprogramms» erfolgreich umgesetzt.

Nigeria

Der nigerianische Fussballverband (NFF) hat sich dazu verpflichtet, die Professionalisierung des lokalen Fussballs weiter voranzutreiben, indem er einen FIFA-Workshop zum Kapazitätsaufbau für Funktionäre organisierte. An der dreitägigen Veranstaltung in Abuja nahmen 41 Teilnehmerinnen teil, um Funktionärinnen im Frauenfussball die erforderlichen Kompetenzen in den Bereichen Führungskräftetraining, strategische Planung, Marketing und Sponsoring sowie weiteren Themen zu vermitteln.

Capacity Building for Administrators workshop, Abuja, Nigeria, 17-19 July 2026

Sierra Leone

Der Fussballverband von Sierra Leone (SLFA) führte an vier Standorten – Bo, Freetown, Kenema und Makeni – regionale Konsultationsworkshops mit Interessengruppen zur Strategie für den Frauenfussball durch, an denen fast 100 Personen teilnahmen. Diese regionale Initiative war ein wichtiger Meilenstein in den Bemühungen des SLFA, einen inklusiven, nachhaltigen und fortschrittlichen Rahmen für das Wachstum des Frauenfussballs zu schaffen, und stellt einen weiteren Schritt vorwärts dar, nachdem 2022 die historische neue nationale Liga ins Leben gerufen wurde.

"Diese Initiative bietet den Akteuren eine Plattform, um Herausforderungen zu identifizieren, Empfehlungen auszutauschen und zur Ausarbeitung eines strategischen Fahrplans beizutragen, der die zukünftige Entwicklung des Frauenfussballs landesweit leiten wird. Es handelt sich um ein erstes strategisches Dokument für den Frauenfussball in Sierra Leone, das massgeblich zum Wachstum des Sports beitragen und seinen Aufstieg zu einer festen Grösse in Afrika sichern wird", sagte Elizabeth Alberta Kailey, Managerin für Frauenfussball bei der SLFA.

Sierra Leone Football Association (SLFA) Women’s Football Strategy Regional Stakeholder Consultative Workshop

Honduras

Das seit mehreren Jahren bestehende starke Engagement für den Ausbau des Frauenfussballs zahlt sich für den honduranischen Fussballverband [FENAFUTH] weiterhin aus: Die Teilnehmerzahlen in der laufenden Frauen-Entwicklungsliga, die über das Liga-Entwicklungsprogramm der FIFA finanziert wird, sind deutlich gestiegen.

Nach einer ersten Runde regionaler Qualifikationsspiele in den Kategorien U-13, U-15 und U-17 fanden Mitte August die regionalen Finalrunden in der Hauptstadt Tegucigalpa statt. Dies ist das erste Jahr, in dem alle drei Kategorien vertreten sind; fast 1700 Spielerinnen nahmen teil, von denen sich viele zum ersten Mal angemeldet haben.

Aruba

Die kleine Karibikinsel Aruba setzt weiterhin auf grosse Ziele bei der Förderung des Frauenfussballs. Der arubanische Fussballverband (AVB) befindet sich derzeit im zweiten Jahr seiner von der FIFA unterstützten Frauenfussballkampagne, deren Ziel es ist, im Land Aufklärung zu betreiben und das Bewusstsein für den Frauenfussball zu schärfen.

Die erste von zwei Veranstaltungen im Frans-Figaroa-Stadion in Shaba konzentrierte sich darauf, Jugendlichen den Fussball näherzubringen, sowie Eltern über die Bedeutung des Fussballs für Mädchen aufzuklären. Der AVB half zudem proaktiv dabei, den Transport für Einheimische zu organisieren, die an den Randgebieten der Insel wohnten. Die Veranstaltungen der Frauenfussballkampagne bauen weiter darauf auf, dass Aruba Austragungsort des ersten Meilenstein-Events der FIFA-Talentakademie in der Karibik war.

Japan

Japan ist bereits seit Langem für seine Ausrichtung auf langfristige Ziele bekannt, und der japanische Fussballverband (JFA) hält an diesem Konzept fest, wie aus seiner jüngsten Strategie für den Frauenfussball hervorgeht. Mit der Mitte August vorgestellten Strategie hat der JFA seinen Kurs für die nächsten fünf Jahre festgelegt: Er will weiterhin um internationale Titel kämpfen – Japan gewann Anfang dieses Jahres den AFC-Frauen-Asiencup – und gleichzeitig die Teilnahmequote im gesamten nationalen Fussballumfeld verdoppeln.

Bhutan

Der bhutanische Fussballverband (BFF) knüpfte an die Dynamik verschiedener kürzlich durchgeführter Aktivitäten im Rahmen der Frauenfussballkampagne an und lancierte in der Hauptstadt Thimphu ein nationales Mentorenprogramm für Trainerinnen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden 18 zertifizierte Trainerinnen mit sechs sorgfältig ausgewählten Mentorinnen zusammengebracht, wobei die Paare im Rahmen von Workshops, Einzelgesprächen und praktischen Einheiten zusammenarbeiten werden.

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™

Im vergangenen Monat herrschte im Vorfeld der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ im nächsten Jahr reges Treiben. Zwei weitere Debütanten werden bei der WM 2027 in Brasilien dabei sein, nachdem sich Algerien und Malawi erfolgreich qualifiziert haben – wobei letzteres auf einer soliden Entwicklungsarbeit mit Unterstützung der FIFA aufbauen kann –, während Marokko nach seinem historischen Auftritt 2023 zurückkehren wird, ebenso wie Kamerun, das zum ersten Mal seit acht Jahren wieder an einer Endrunde teilnimmt. Ghana und Südafrika werden am Play-off-Turnier teilnehmen, während sich die traditionelle Rangordnung in Afrika weiterhin rasch verändert.

Das Play-off-Turnier zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ nahm mit der Auslosung am 20. August im Hauptsitz der FIFA in Zürich, Schweiz, weitere Gestalt an. Chinese Taipei, Ecuador, Ghana, Papua-Neuguinea, Südafrika und Usbekistan werden in der Vorrunde gegeneinander antreten, wobei in der nächsten Runde je ein Vertreter der Concacaf und der UEFA auf sie wartet und insgesamt drei Qualifikationsplätze zu vergeben sind.

Mit der Veröffentlichung des Spielplans wurden auch die Termine und Austragungsorte aller 64 Partien der WM 2027 in Brasilien bestätigt. Bemerkenswert ist, dass das geschichtsträchtige Estádio do Maracanã in Rio de Janeiro sowohl Austragungsort des Eröffnungsspieles als auch des Finales sein wird und damit als erst drittes Stadion sowohl ein Endspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ als auch der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ ausrichten wird.

fwwc2027_match schedule_EN

Das Museum für moderne Kunst in Rio de Janeiro und die spektakuläre Kulisse der Guanabara-Bucht bilden den Rahmen für die Endauslosung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ , die am Freitag, 11. Dezember, stattfindet. Bei der Auslosung werden die Gruppen und der Turnierverlauf für die 32 teilnehmenden Nationen der ersten Ausgabe dieser Meisterschaft in Südamerika bekannt gegeben.

Rio war diesen Monat ein Zentrum der Aktivitäten rund um die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ und war zudem Gastgeber des zweiten Workshops für Austragungsorte und Stadien. Vertreter aller acht Austragungsorte und Stadien trafen sich mit der FIFA, dem CBF und den acht kantonalen Fussballverbänden, die im nächsten Jahr Spiele ausrichten werden, um die Zusammenarbeit zu stärken, während die Vorbereitungen für das Turnier von der Planungsphase in die Umsetzungsphase übergehen.

FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Polen 2026™

Während die Vorfreude auf die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Polen 2026™ wächst, die den zukünftigen Stars des Frauenfussballs eine Plattform bieten wird, auf der sie ihr Talent unter Beweis stellen können, stimmte sich eine neue Generation von Fans am 28. August an einem Strassenfest in Katowice auf das Turnier mit 24 Mannschaften ein.

Die vom Polnischen Fussballverband (PZPN) mit Unterstützung der FIFA ausgerichtete Veranstaltung feierte den Frauenfussball, indem über 350 Kinder aus der Region die Gelegenheit erhielten, an einer Reihe von unterhaltsamen Aktivitäten rund um den Fussball teilzunehmen. Die Schaffung eines Umfelds, in dem junge Frauen das «schöne Spiel» erleben können, ist Teil der Strategie des PZPN, den Sport inklusiver zu gestalten.

Die 12. Ausgabe der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™ ist das erste FIFA-Frauenturnier, das in Polen ausgetragen wird. Der Wettbewerb verspricht, neue Generationen von weiblichen Fans und Spielerinnen zu begeistern, und bekräftigt das Engagement der FIFA, den Frauenfussball weltweit zu stärken und zu fördern, ganz im Sinne der Frauenfussball-Strategie der Organisation.