Engagement der FIFA zur Förderung der Inklusion aller, einschliesslich Menschen mit Behinderungen
Neuer Baukasten für eine stärkere Teilnahme am Behindertenfussball
Arbeit der FIFA-Mitgliedsverbände und anderer Akteure als Grundlage
Eine der wichtigsten Aufgaben der FIFA als Weltfussballverband besteht darin, alle in den Fussball zu integrieren, einschliesslich Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität. Vor diesem Hintergrund hat die FIFA einen umfassenden Leitfaden für den Behindertenfussball veröffentlicht, um dessen Wachstum weltweit zu fördern und mehr Menschen die Möglichkeit zu bieten, an dieser Fussballform teilzunehmen.
Der von der FIFA-Abteilung für Menschenrechte und Diskriminierungsbekämpfung entwickelte FIFA-Baukasten für den Behindertenfussball vermittelt die Grundlagen des Behindertenfussballs und der verschiedenen Formate und Disziplinen, die die FIFA-Mitgliedsverbände und andere Akteure anbieten können.
„Der Fussball vereint die Welt. Die FIFA muss ein Motor für die weltweite soziale Inklusion und wirtschaftliche Entwicklung sein. Dazu gehört auch die Förderung aller Disziplinen des Behindertenfussballs“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. „In vielen Teilen der Welt haben Menschen mit Behinderungen immer noch keine Möglichkeit, Fussball zu spielen und zu geniessen. Aus diesem Grund setzt die FIFA unermüdlich alles daran, dass Menschen mit Behinderungen Fussball spielen können – egal woher sie kommen oder wo sie leben.“
Der Baukasten fördert die Teilnahme am Behindertenfussball durch Programme und Wettbewerbe unter der Leitung der Konföderationen, der FIFA-Mitgliedsverbände, internationaler Behindertenfussballverbände und anderer Akteure. Des Weiteren engagiert sich die FIFA für den Austausch von Wissen und Standards sowie für schnellere gemeinsame Massnahmen.
Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden 1,3 Milliarden Menschen oder 16 % der Weltbevölkerung an einer Behinderung, Tendenz steigend. Die Teilnahme am Sport fördert die physische Gesundheit, die soziale Inklusion, das mentale Wohlbefinden und die persönliche Entwicklung von Menschen mit Behinderungen. Dennoch sind diese Menschen verglichen mit solchen ohne Behinderungen tendenziell weniger körperlich aktiv. So betätigen sich beispielsweise weniger als 20 % der Menschen mit erworbenen Nervenschädigungen körperlich in dem von der WHO empfohlenen Umfang, während mehr als 50 % der Menschen mit Rückenmarksverletzungen physisch inaktiv sind.
Die Steigerung der Beteiligung am Behindertenfussball ist eine wichtige Voraussetzung für mehr Inklusion und Gleichstellung im Sport. Sie bedeutet für Menschen mit Behinderungen eine bessere Fitness, mentale Gesundheit und soziale Integration. Sie trägt zudem dazu bei, Schranken niederzureissen und Stereotype zu hinterfragen und so die Akzeptanz und Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft breit zu fördern.
Weltweit gibt es verschiedene Disziplinen und Formate, die Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bieten, Fussball zu spielen. In Ländern, in denen der Behindertenfussball stärker etabliert ist, werden diese Disziplinen vor allem durch zivilgesellschaftliche Organisationen angeboten, die sich für die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Fussball engagieren.
Der Baukasten besteht aus drei Teilen: Der erste Teil vermittelt ein Verständnis von Behinderung. Der zweite präsentiert den Behindertenfussball sowie die vielen verschiedenen Arten wie Zerebralgelähmten-, Blinden- und Elektrorollstuhl-Fussball. Der dritte Teil enthält schliesslich einen detaillierten Plan zur massgeschneiderten Förderung des Behindertenfussballs in den einzelnen Regionen.
Für Menschen mit Behinderungen bieten sich mehr Möglichkeiten denn je, um sich am Fussball zu beteiligen. Die FIFA ist sich bewusst, dass viele Verbände und Akteure bereits über gute Konzepte, Verfahren, Initiativen und Schulungen verfügen, und baut mit ihrem Baukasten darauf auf.