8. Ziel. Beste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ aller Zeiten im Jahr 2023 für einen noch stärkeren Boom im Frauenfussball
Stand 2026
Die Ausrichtung der grössten und inklusivsten FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ in Australien und Neuseeland war einer der ersten bedeutenden Erfolge in der laufenden Amtszeit des FIFA-Präsidenten. Das starke Momentum der ersten Ausgabe mit 32 Teams ist noch immer spürbar.
Zwei Milliarden Menschen verfolgten das Geschehen im Juli und August 2023, das mit dem erstmaligen Titelgewinn der Spanierinnen endete. Beleg für die gestiegene globale Anziehungskraft des Turniers war auch das erhebliche Wachstum der Zuschauerzahlen, insbesondere in Ozeanien, Afrika und im Nahen Osten.
Teams aller Konföderationen gewannen mindestens ein Spiel, während alle acht Debütanten einen bleibenden Eindruck auf dem Spielfeld hinterliessen. Die Wirkung des Turniers geht aber weit über den Schlusspfiff im Australia-Stadion nach Spaniens Finalsieg gegen England hinaus.
So wurden im Rahmen des Programms zur Beteiligung von Klubs für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™ USD 11,3 Millionen an über 1000 Klubs von 48 Mitgliedsverbänden verteilt, verglichen mit USD 8,48 Millionen an 822 Klubs von 39 Mitgliedsverbänden bei der Ausgabe zuvor. Die Erhöhung war ein wesentlicher Bestandteil des Finanzpakets für die Teilnehmer 2023 von insgesamt USD 152 Millionen. Berücksichtigt wurden nicht nur die Klubs, die Spielerinnen für die Endrunde in Australien und Neuseeland abstellten, sondern auch jene, die zu deren Entwicklung im Alter von 12 bis 22 Jahren beigetragen hatten.
Nach dem überwältigenden Erfolg des Turniers, das nicht weniger als 1,98 Millionen Zuschauer in die Stadien gelockt und für den Frauensport weltweit neue Massstäbe gesetzt hat, scheint die Aufgabe für den nächsten Ausrichter nicht einfach. Doch Brasilien, das beim 74. FIFA-Kongress den Zuschlag erhalten hat, wird 2027 zweifellos für eine würdige Frauen-WM-Premiere in Südamerika sorgen. In den USA und Puerto Rico können die Fans 2027 und 2031 noch näher dabei sein, nachdem die FIFA Ende 2024 eine historische Vereinbarung mit Netflix abgeschlossen hat. Dank Dokumentarfilmen über den Frauenfussball im Vorfeld der Turniere sowie einem unvergleichlichen Zugang zu Liveübertragungen bietet die Zusammenarbeit allen Beteiligten einen finanziellen und redaktionellen Mehrwert.
Die erste FIFA Frauen-Futsal-Weltmeisterschaft™ 2025 bedeutete für die Philippinen das Debüt als FIFA-Turnierveranstalter und bot noch weitere Premieren, etwa Tansanias ersten Auftritt bei einem FIFA-A-Turnier, Irans erste Teilnahme an einem FIFA-Frauenturnier sowie nach Brasiliens Finalsieg gegen Portugal den ersten Titelträger.
„Für den Frauenklubfussball hat eine neue Ära begonnen. Was für ein beeindruckender Auftakt“, sagte Gianni Infantino, nachdem der Arsenal Women FC im Finale des ersten FIFA-Meisterpokals der Frauen™ den SC Corinthians in der Verlängerung mit 3:2 bezwungen hatte. Das neue Turnier mit den sechs Kontinentalmeistern wird fortan jährlich in den Jahren ausgetragen, in denen keine FIFA Frauen-Klub-Weltmeisterschaft™ stattfindet, die 2028 ihre Premiere feiert.
Nach einem umfassenden Konsultationsprozess mit verschiedenen Interessengruppen wurde gemäss den Bedürfnissen der Spielerinnen ein internationaler Frauenfussballkalender für diese Vierjahresperiode erlassen. Dieser garantiert mehr Ruhe- und Erholungspausen, da er nur noch fünf statt sechs internationale Fenster umfasst.
Während Turniere wichtige Entwicklungsmotoren bleiben, wurden auch die strukturellen Wachstumsgrundlagen im Tagesgeschäft gestärkt. Ein Beispiel hierfür sind die ausgebauten FIFA-Programme zur Frauenförderung. Die vorerst bis 2027 verlängerten Programme stehen allen 211 Mitgliedsverbänden offen und fördern mit finanziellen Mitteln, Wissensaustausch, Zugang zu Frauenfussballexperten, zusätzlicher Ausrüstung sowie technischer Unterstützung die nationale Frauenfussballentwicklung gemäss der FIFA-Frauenfussballstrategie 2024–2027.
13 Programme stehen mittlerweile zur Verfügung, nachdem die Palette im Dezember 2024 wie folgt erweitert wurde: Globale Vergleichsstudie von Frauenligen, Elite-Trainermentoringprogramm, Hochleistung: Vorbereitung von Frauennationalteams, Trainerstipendien (Gruppen und Einzelpersonen) sowie Geschäftsstrategie (als Pilotprogramm).
Die zahlreichen und vielfältigen Projekte tragen allesamt dazu bei, das von der FIFA anlässlich der zehnten Ausgabe der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ gesteckte Ziel von weltweit 60 Millionen Aktiven im Mädchen- und Frauenfussball bis 2027 zu erreichen.
8. Ziel: Übersicht
Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien & Neuseeland 2023™ war für die Beschleunigung des Wachstums des Frauenfussballs – eines der Ziele der Vision 2020–2023 – ein Meilenstein. 32 Teams waren beim Turnier dabei. Auch mit Blick auf das statutarische Ziel der FIFA, den Frauenfussball zu fördern und Frauen auf allen Ebenen der Fussballverwaltung voll einzubinden, dürften in der Geschäftsperiode 2023–2027 viele Fortschritte erzielt werden.