FIFA

6. Ziel. Mehr soziale Verantwortung, insbesondere bei Menschenrechten und Klimaschutz

Last update:13 Juli 2026
KIGALI, RWANDA - MARCH 16: People participate in a football match at the WAFF Women Amputee Football event during the 73rd FIFA Congress at Kigali Pelé Stadium on March 16, 2023 in Kigali, Rwanda. (Photo by Luke Dray - FIFA/FIFA via Getty Images)
6. Ziel. Mehr soziale Verantwortung, insbesondere bei Menschenrechten und Klimaschutz
Last update:13 Juli 2026
KIGALI, RWANDA - MARCH 16: People participate in a football match at the WAFF Women Amputee Football event during the 73rd FIFA Congress at Kigali Pelé Stadium on March 16, 2023 in Kigali, Rwanda. (Photo by Luke Dray - FIFA/FIFA via Getty Images)

Stand 2026

Die Dynamik der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™, die von fünf Milliarden Menschen weltweit verfolgt wurde, wurde während der laufenden Amtszeit von Präsident Infantino aufrechterhalten und gar verstärkt. So hat die FIFA ihre Beziehungen zu einer Vielzahl globaler Partner intensiviert, um sich mit dem Fussball weiterhin für soziale Anliegen und eine bessere Zukunft für kommende Generationen einzusetzen.

Zwei Jahre nach dem mitreissenden und dramatischen Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im Lusail-Stadion hat der Nachhaltigkeitsfonds eine komplett neue Dimension erreicht, wie der FIFA-Präsident betont hat. In Zusammenarbeit mit Katar und drei globalen Organisationen, sprich der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welthandelsorganisation (WTO) und dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR), wurden USD 50 Millionen in verschiedene soziale Programme investiert. Mithilfe des Fonds und der damit verbundenen Partnerschaften will die FIFA dafür sorgen, dass das Turnier weit über den Rasen hinaus ein nachhaltiges Vermächtnis hinterlässt, und mit der Popularität und der Reichweite des Fussballs weltweit den sozialen Wandel sowie die Entwicklung fördern. Flüchtlinge, öffentliche und berufliche Gesundheitsprogramme sowie Sicherheit und Bildung stehen im Fokus dieser einzigartigen Initiative.

Wie in der Übersicht für das 5. Ziel bereits erwähnt, suchen die Aspire Academy und das FIFA-Talentförderprogramm unter der Leitung von Arsène Wenger in abgelegenen Gebieten mehrerer Entwicklungsländer gemeinsam nach vielversprechenden jungen Talenten, damit mehr Talente auf der Welt die Chance auf eine Fussballkarriere erhalten.

Nach der erfolgreichen Durchführung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ war Katar auch Veranstalter der FIFA U-17-Weltmeisterschaft™, des FIFA-Interkontinental-Pokals™ und des FIFA-Arabien-Pokals™, womit die Infrastruktur von 2022 weiterhin sinnvoll genutzt wird.

Die FIFA Klub-Weltmeisterschaft™ hat 2025 sportlich eine neue Ära eingeläutet, die der Nachhaltigkeitsfonds des Turniers abseits des Spielfelds fortsetzen will. So versprach der FIFA-Präsident den elf Spielorten USD 11 Millionen für den Bau von Minifeldern sowie zur Unterstützung von Sozialprojekten zur Förderung des Fussballs sowie des Zusammenhalts in den USA.

Eine wichtige Rolle beim Turnier mit 32 Mannschaften in den USA spielte auch der FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien. Der Dienst, der bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ eingeführt wurde, da Nationalspieler gemäss Studien immer öfter Opfer von Onlinebeleidigungen werden, ist mittlerweile fester Bestandteil aller FIFA-Veranstaltungen und -Turniere. Bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ wurden 2401 aktive Konten von beteiligten Spielern, Trainern, Teams und Spieloffiziellen auf fünf Social-Media-Plattformen überwacht. Rund 5,9 Millionen Beiträge wurden analysiert, 179.517 zur Überprüfung gekennzeichnet und 20.587 den jeweiligen Plattformen gemeldet. Der Dienst steht inzwischen für alle offiziellen Konten zur Verfügung, die mit den 211 Mitgliedsverbänden verbunden sind.

Beleidigungen können viele verschiedene Formen annehmen. Beim 74. FIFA-Kongress in Thailand haben sich die Mitgliedsverbände daher gemeinsam mit FIFA-Legenden für stärkere Massnahmen zur Bekämpfung von Rassismus im Fussball ausgesprochen. Die FIFA-Legenden Emmanuel Adebayor und Iván Córdoba, US-Nationalspielerin Mia Fishel, die thailändische Nationalspielerin Kanjana Sungngoen sowie Blaise Matuidi, Weltmeister von 2018 und FIFA-Legende, betraten in Bangkok die Bühne, um die fünf Schwerpunkte der weitreichenden Initiative zu erläutern: 1) Rassismus als eigener Tatbestand, der in den Disziplinarreglementen aller 211 Mitgliedsverbände festgeschrieben werden muss und mit spezifischen strengen Sanktionen geahndet wird (einschliesslich Spielwertungen für den Gegner), 2) Einführung eines globalen Standardzeichens, mit dem Spieler rassistische Vorfälle anzeigen und Schiedsrichter die Anwendung des dreistufigen Verfahrens signalisieren können, 3) Engagement, damit Rassismus in jedem Land weltweit einen Straftatbestand darstellt und mit angemessenen Sanktionen bestraft wird, 4) Durchführung von Bildungsinitiativen gemeinsam mit Schulen und Regierungen sowie 5) Bildung eines neuen Ausschusses, der die Umsetzung dieser Massnahmen auf der ganzen Welt kontrolliert und begleitet. Daraufhin wurde im September 2025 der 16-köpfige Spielerausschuss gebildet, dem ehemalige Spieler von 14 Mitgliedsverbänden sowie aller sechs Konföderationen angehören. Unter der Leitung von Ehrenkapitän und FIFA-Legende George Weah trat der Ausschuss im November 2025 während zwei Tagen in Rabat (Marokko) erstmals zusammen.

Ein weiterer wichtiger Schritt für das Wohlergehen von Spielern war im September 2024 der Start der Kampagne „Vermuten und schützen“ gemeinsam mit der WHO. Das Programm geht auf Diskussionen innerhalb des International Football Association Board (IFAB) zurück und fördert mit Richtlinien und Lehrmaterial das Bewusstsein für Gehirnerschütterungen im Fussball.

Der weltweite Schutz der vielen verschiedenen Fussballakteure stand auch im Zentrum der im Dezember 2024 ankündigten Gründung einer Fussballaufsichtsstelle durch die FIFA-Stiftung. Die Stelle bietet Opfern von Gewalt (einschliesslich körperlicher, sexueller und psychischer Belästigung und Missbrauch) professionelle Beratung unter Leitung eines unabhängigen Ausschusses, dem fachkundige Berater und eine Opferberatungsgruppe zur Seite stehen, und sorgt so dafür, dass Kinder- und Erwachsenenschutz im Fussball zum Schutz der Schwächsten fest verankert ist. Die Gründung der Fussballaufsichtsstelle, die erste ihrer Art im internationalen Fussball, geht auf globale Konsultationen mit über 230 Parteien zurück.

Nach der FIFA-Ratssitzung im Oktober 2025 sagte der FIFA-Präsident: „Die FIFA wird weiterhin alle Interessengruppen einladen, die an einem sinnvollen Dialog zum Schutz von Spielern interessiert sind, um weltweit die richtige Balance zwischen Klub- und Nationalteamfussball zu finden und den Fussball für die Zukunft zu verbessern.“

Die grösste und weitreichendste Initiative der FIFA-Stiftung ist das Gemeindeprogramm, das weltweit lokale Projekte unterstützt, die sich mithilfe des Fussballs für positive soziale Veränderungen einsetzen. Die Rekordzahl von 139 Nichtregierungsorganisationen (NGO), darunter 58 neue, aus 57 Ländern auf allen sechs Kontinenten, wurde für 2025/26 für das Programm zugelassen. NGO können bis zu USD 30.000 für fussballbezogene Projekte und Initiativen vor Ort beantragen.

Über den Weltfussball-Wiedergutmachungsfonds finanziert die FIFA-Stiftung zudem weiterhin zahlreiche Initiativen auf der ganzen Welt, darunter Jugendprogramme und -lager, Gemeinschaftsinitiativen, Infrastruktur- und Hilfsprojekte sowie Massnahmen in den Bereichen Bildung, Trainer- und Schiedsrichterwesen, Frauen- und Behindertenfussball sowie Kinder- und Erwachsenenschutz. Ein Beispiel für solche Initiativen ist das digitale Bildungsprogramm der FIFA-Stiftung in Belize, Mauretanien, Paraguay und jüngst auch in Bhutan, das Schulkindern die Möglichkeit bietet, ihre IT-Kenntnisse zu verbessern. Gemeinsam mit dem Twinning Project verkündete die FIFA-Stiftung im Januar 2026 ausserdem ein innovatives Programm zur Resozialisierung von Häftlingen in Australien, Brasilien, Neuseeland, Singapur und Uruguay. Zusammen mit Profiklubs wie Melbourne City (Australien), Bahia (Brasilien), dem FC Auckland (Neuseeland), den Young Lions (Singapur) und Montevideo City Torque (Uruguay) bieten Strafanstalten Häftlingen Coaching, Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Entlassung und tragen so dazu bei, die Rückfallquote zu senken.

Um noch mehr Menschen weltweit mithilfe des Fussballs zu unterstützen, unterzeichnete Präsident Infantino im August 2024 eine Grundsatzvereinbarung mit der Homeless World Cup Foundation (HWCF). Diese organisiert jedes Jahr Männer- und Frauenturniere, die Obdachlosen dabei helfen sollen, ihre Lebenssituation zu verbessern. Im Rahmen der Grundsatzvereinbarung haben die FIFA und die HWCF vereinbart, die Turniere auf FIFA+ zu übertragen. Die FIFA liefert zudem Material und Ausrüstung wie Medaillen und Trophäen. Nach dem Inkrafttreten der Grundsatzvereinbarung beim Turnier 2024 in Seoul (Republik Korea) wurden bei der WM 2025 in Oslo (Norwegen) bereits 63 Teams aus 48 Nationen unterstützt.

Die erste Ausgabe der FIFA Unites: Women’s Series im Oktober 2025 in Marokko war ein weiterer wichtiger Schritt bei einem langfristigen FIFA-Projekt. Nachdem der FIFA-Rat im Mai 2025 der Gründung eines afghanischen Frauenteams im Rahmen der FIFA-Aktionsstrategie für den afghanischen Frauenfussball zugestimmt hatte, wurden drei von der FIFA finanzierte Trainingslager zur Kadersichtung durchgeführt. Ein Trainingslager fand in Australien statt, die anderen beiden in England. Nach der Zusammenstellung des 23-köpfigen Kaders mit 14 Spielerinnen aus Australien, fünf aus Grossbritannien sowie je zwei aus Italien und Portugal feierte das afghanische Frauenflüchtlingsteam bei einem historischen Turnier mit Libyen, Tschad und Tunesien sein Länderspieldebüt. „Wir sind überaus dankbar, dass wir dank der FIFA die Chance und das Privileg haben, zu zeigen, was Frauen können“, sagte Fatima Haidari, Kapitänin des afghanischen Frauenflüchtlingsteams. Grund zum Strahlen hatten nicht nur die afghanischen Spielerinnen, sondern auch Turniersieger Tschad sowie Libyen, die erstmals den Sprung in die FIFA/Coca-Cola-Frauenweltrangliste schafften.

Die strategischen Ziele bieten dem Fussball auch den Rahmen, um die Gesellschaft in Notsituationen zu unterstützen. So hat die FIFA-Stiftung mit ihrem Hilfsprogramm den Wiederaufbau von Sportinfrastruktur finanziert, die durch den Hurrikan Fiona in Puerto Rico beschädigt worden war, und mit dem Flüchtlingsprogramm Betroffenen in Malawi mit Unterricht und Fussballtrainings neue Perspektiven eröffnet. Über den Humanitären Fonds wurde ferner eine Grundsatzvereinbarung mit der Fondazione Paolo Rossi abgeschlossen, die nach Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen Soforthilfe leistet.

Vor diesem Hintergrund hat die FIFA im November 2024 am Rande der UNO-Klimakonferenz COP29 in Baku (Aserbaidschan) auch die Grundsatzvereinbarung mit dem Pazifischen Inselforum (PIF) verlängert. Sie verstärkt somit die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel, die seit dem Abschluss der ersten Vereinbarung am Tag der Endrundenauslosung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022 besteht. Neu engagieren sich die beiden Organisationen gemeinsam auch für die Gleichstellung der Geschlechter über den Frauenfussball sowie für verschiedene Bildungsprogramme mithilfe des Fussballs.

Grosse Fortschritte wurden auch bei der Baumwollpartnerschaft erzielt, die gemeinsam von der FIFA und der WTO ins Leben gerufen wurde. Im Mai 2025 gab die FIFA bekannt, dass T-Shirts und Poloshirts, die vollständig in C4+-Ländern hergestellt wurden, bis Ende 2025 im Rahmen des FIFA-Programms „Football for Schools“ an Kinder und Sportlehrer weltweit verteilt werden. Diese Initiative kommt mutmasslich Millionen von Menschen in der C4+-Region zugute, zu der Benin, Burkina Faso, Mali, Tschad und als Beobachter auch die Elfenbeinküste gehören.

Im Dezember 2025 hat der FIFA-Rat der Bildung eines Nachkriegswiederaufbaufonds zugestimmt, nachdem Präsident Infantino beim Friedensgipfel am 13. Oktober 2025 in Scharm el-Scheich angekündigt hatte, dass die FIFA die Schaffung eines Hilfsmechanismus für von Konflikten betroffene Regionen beabsichtige. Dieses finanzielle Instrument, das streng kontrolliert wird und auch von Drittparteien unterstützt werden kann, ergänzt bereits bestehende Massnahmen des FIFA-Forward-Programms und anderer FIFA-Initiativen. Vor diesem Hintergrund hat die FIFA im November 2025 in Absprache mit der Schweizer Regierung ferner den Bau von zwei FIFA-Arena-Minifeldern 2026 im Westjordanland angekündigt.

Kraft ihrer Statuten hat sich die FIFA verpflichtet, alle international anerkannten Menschenrechte durch ihre Arbeit zu wahren, zu schützen und zu achten. Gemeinsam mit internationalen und regionalen Organisationen sowie staatlichen Stellen wird sie sich mithilfe der enormen Reichweite des Fussballs weiterhin für soziale Anliegen einsetzen.

6. Ziel: Übersicht

Die FIFA bekennt sich in ihren Statuten ausdrücklich zur Einhaltung aller international anerkannten Menschenrechte und setzt sich für den Schutz dieser Rechte ein. Sie ist verpflichtet, den Fussball fortlaufend weltweit zu verbreiten, wobei der völkerverbindende, erzieherische, kulturelle und humanitäre Stellenwert des Fussballs berücksichtigt werden soll. Mit ihren Tätigkeiten und ihrem Beziehungsnetz auf allen sechs Kontinenten engagiert sich die FIFA für die Einhaltung der Menschenrechte.

Über Partnerschaften mit internationalen und regionalen Organisationen sowie mit staatlichen Behörden stellt die FIFA globale Fussballveranstaltungen als Plattform zur Verfügung. Mit den FIFA-Legenden verfügt sie ausserdem über ein breites, repräsentatives und kompetentes Netz, mit dem sie sich für wichtige soziale Anliegen engagiert.

Zielprinzipien
Mehr soziale Verantwortung, insbesondere bei Menschenrechten und Klimaschutz
Erfolge

2025

2024

2023

2022

2021

2020

2019

Aktuelle Nachrichten zur sozialen Verantwortung