Am Mittwoch begann in Dschidda (Saudiarabien) die 27. Auflage des Golfpokals mit insgesamt acht Nationalteams der Mitgliedsverbände aus den Golfstaaten.
Das Turnier ist Teil einer Reihe bedeutender internationaler Sportereignisse, die Saudiarabien in letzter Zeit veranstaltet hat, darunter unter anderem der AFC-Asien-Pokal und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2034™
FIFA-Präsident: „Die Fans im Stadion zeigten grosse Leidenschaft und bewiesen einmal mehr, wie der Fussball uns alle zusammenbringen kann“
Der Fussball in Saudiarabien steht diese Woche im Mittelpunkt, wenn in Dschidda der 27. Arabische Golfpokal ausgetragen wird. FIFA-Präsident Gianni Infantino war vor Ort, um sich mit Vertretern des saudiarabischen Fussballverbandes (SAFF) zu treffen und die leidenschaftliche Atmosphäre sowie den sportlichen Zusammenhalt rund um das Turnier hautnah mitzuerleben.
Der Golfpokal wird seit 1970 alle zwei Jahre ausgetragen und von acht Fussballverbänden aus den Golfstaaten organisiert. Die Ausgabe 2026 begann am 23. September – dem 96. Nationalfeiertag Saudiarabiens – mit einem 1:0-Sieg des Gastgebers gegen Kuwait in Gruppe A im King Abdullah Sports City Stadium. Dieser Golfpokal wird der bisher bedeutendste sein, da die Resultate erstmals für die FIFA/Coca-Cola-Männerweltrangliste berücksichtigt werden.
„Es war wunderbar, am saudiarabischen Nationalfeiertag in Dschidda dabei zu sein, als Gastgeber Saudiarabien mit einem Auftaktsieg gegen Kuwait in einer unterhaltsamen Partie erfolgreich in den Golfpokal 2026 gestartet ist“, sagte der FIFA-Präsident nach dem Spiel. „Die Fans sorgten für eine grossartige Atmosphäre und unterstrichen einmal mehr, wie der Fussball uns alle zusammenbringen kann.“
Das Finale des Turniers findet am 6. Oktober am selben Austragungsort statt. Dort wollen die Grünen Falken die Trophäe zum ersten Mal seit 2004 und zum vierten Mal insgesamt gewinnen. Saudiarabien richtet den Golfpokal erstmals seit 2014 wieder aus und das Königreich hat seither seine Präsenz auf der internationalen Fussballbühne deutlich ausgebaut.
Gianni Infantino feiert saudiarabischen Nationalfeiertag zum Auftakt des Golfpokals
Dank seiner modernen Infrastruktur und seiner ausgeprägten Sportkultur hat sich Saudiarabien in den vergangenen Jahren als Gastgeber bedeutender internationaler Vereins- und Nationalmannschaftswettbewerbe etabliert. Zu den Höhepunkten zählten unter anderem die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2023™ sowie eine Reihe kontinentaler und regionaler Wettbewerbe, darunter die FIFA Series™ (2024) und die jährliche FIFAe-Weltmeisterschaft (2023–2026). Zu den Höhepunkten dieser Entwicklung zählen der AFC-Asien-Pokal, den Saudiarabien im kommenden Januar und Februar erstmals ausrichten wird, sowie die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2034™.
Saudiarabien hofft, seine kontinuierliche Entwicklung und die starken Turnierteilnahmen der vergangenen Jahren nächsten Monat in Dschidda sowie Anfang kommenden Jahres in greifbare Erfolge umzumünzen. Die Mannschaft hat sich dreimal in Folge für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ qualifiziert und erreichte diesen Sommer Unentschieden gegen Uruguay und Kap Verde in einer stark besetzten Gruppe, zu der auch der spätere Sieger Spanien gehörte. Die Saudiaraber gewannen den AFC-Asien-Pokal 1984, 1988 und 1996, konnten sich jedoch seit 2007 für kein Finale mehr qualifizieren. Beim FIFA-Arabien-Pokal™ des vergangenen Jahres in Katar sicherten sie sich die Bronzemedaille.
Gleichzeitig sorgt die heimische Liga weltweit für Schlagzeilen, da ihre zunehmend ambitionierteren Vereine ihre Kader mit namhaften Spielern verstärken. Saudiarabische Vereine waren bei fünf der letzten sechs Austragungen des FIFA-Interkontinental-Pokals™ sowie bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ vertreten, bei der Al Hilal mit einem sensationellen Lauf das Viertelfinale erreichte (und dabei den englischen Premier-League-Spitzenklub Manchester City FC ausschaltete).
Auch das saudiarabische Frauen-Nationalteam und der Frauenfussball im Königreich insgesamt befinden sich im Aufwind. Der SAFF hat sich zur Unterstützung von Fussballerinnen verpflichtet und engagiert sich aktiv im FIFA-Programm zur Förderung des Frauenfussballs. Im Jahr 2025 beteiligte sich der Verband an zahlreichen Entwicklungsprogrammen, darunter Trainer-Mentoring, Führungskräfteentwicklung, Kapazitätsaufbau, Ligenentwicklung und Initiativen zur Förderung des Frauenfussballs. Gleichzeitig nahm die Frauen-A-Nationalmannschaft erstmals an der Qualifikation für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ und den AFC-Frauen-Asien-Pokal teil. In der FIFA/Coca-Cola-Frauenweltrangliste belegt das Team nun Platz 157, die beste Platzierung seit seiner Erstaufnahme im März 2023.
Der FIFA-Präsident würdigte die führenden Vertreter des regionalen Fussballs, die gemeinsam den Startschuss für den 27. Golfpokal gaben. Es ist das erste Turnier dieser Art in Dschidda, da alle bisherigen Austragungen in Saudiarabien in der Hauptstadt Riad stattfanden.
„Ein grosses Dankeschön an den stellvertretenden Gouverneur der Region Mekka, Prinz Saud bin Mishaal bin Abdulaziz Al Saud, den Präsidenten des Golf-Fussballverbandes, Scheich Hamad bin Khalifa bin Ahmed Al-Thani, den saudiarabischen Sportminister Abdulaziz bin Turki Al-Faisal, den Präsidenten des saudiarabischen Fussballverbandes, Bader bin Sulaiman Al-Reziza, das FIFA-Ratsmitglied Yasser Al Misehal sowie an alle Menschen in diesem wunderbaren Land für ihre grossartige Gastfreundschaft und an den Präsidenten des kuwaitischen Fussballverbandes, Scheich Ahmad Yousef Al-Sabah“, sagte FIFA-Präsident Infantino.
Irak und Oman trennten sich am Mittwoch in der zweiten Partie der Gruppe A mit 1:1. Am Donnerstag, 24. September, greift auch die Gruppe B ins Geschehen ein. Zum Auftakt treffen die Vereinigten Arabischen Emirate auf Jemen, bevor Katar gegen Titelverteidiger Bahrain antritt. Die beiden Erstplatzierten jeder Vierergruppe bestreiten am 3. Oktober das Halbfinale, ehe drei Tage später im King Abdullah Sports City Stadium das Endspiel auf dem Programm steht.