Sonntag 22 März 2026, 17:00

FIFA-Arena-Projekt bekommt mobile Komponente: Eröffnung des ersten temporären Minifelds durch Gianni Infantino in Paris

  • Spiel mit FIFA-Präsident und FIFA-Legenden zum offiziellen Auftakt einer dreitägigen Veranstaltung auf historischem Place de la Concorde in Paris (Frankreich)

  • Infantino: Temporäre und permanente FIFA-Arena-Minifelder für Fussball in einem sicheren Umfeld für Jungen und Mädchen

  • Im Mai 2025 gestartetes FIFA-Arena-Programm für den Bau von weltweit mindestens 1000 Minifeldern bis 2031

FIFA-Präsident Gianni Infantino versprach sogar noch mehr FIFA-Arena-Minifelder rund um den Globus, als er in Paris (Frankreich) das erste temporäre Minifeld eröffnete. Durch diese temporären Spielfelder erhält das Projekt eine mobile Komponente.

Das Minifeld, das sich auf dem weltberühmten Place de la Concorde im Herzen der französischen Hauptstadt befindet, wurde mit einem Prominentenspiel eingeweiht, an dem der FIFA-Präsident, FIFA-Legenden und Gäste teilnahmen. Die Partie war der Auftakt einer dreitägigen Veranstaltung, die den weltweiten Bedarf an Fussballinfrastruktur in den Blickpunkt rückt.

Das FIFA-Arena-Programm wurde nach einem Versprechen ins Leben gerufen, das FIFA-Präsident Gianni Infantino im Juli 2024 anlässlich des internationalen Gipfeltreffens zum Thema Sport und nachhaltige Entwicklung in Paris gegeben hatte. Es soll diesem Bedarf durch den weltweiten Bau 1000 neuer permanenter Minifelder bis 2031 Rechnung tragen. Infantino kündigte nun an, die Reichweite des Projekts sogar noch auszuweiten.

„Heute lancieren wir eine neue Initiative – eine mobile FIFA-Arena-Anlage. Es gibt bereits identische FIFA-Arena-Anlagen, und wir wollen weltweit Tausende davon bauen. We want to build thousands of them around the world. Bereits jetzt sind auf allen Kontinenten Dutzende errichtet worden, und es werden Tausende werden. Gleichzeitig gibt es aber auch die Möglichkeit, temporäre FIFA-Arena-Minifelder anzulegen, um den Fussball zu fördern und Jungen und Mädchen ein sicheres Umfeld mit guten Bedingungen zum Fussballspielen zu bieten“, so Infantino, der das FIFA-Arena-Programm im Mai 2025 anlässlich des 75. FIFA-Kongresses in Asunción (Paraguay) offiziell lanciert hat.

„Letzte Woche, vor noch nicht einmal sieben Tagen, wurde eine FIFA-Arena-Anlage in Fidschi gebaut. Damit haben wir jetzt Arenen auf sechs Kontinenten und viele weitere werden hinzukommen. We will build even more. Diese Arena hier auf dem Place de la Concorde in Paris, wo die FIFA vor 122 Jahren gegründet wurde, steht sinnbildlich für den Bau solcher FIFA-Arena-Anlagen in benachteiligten Gebieten, neben Schulen und an schönen Orten wie diesem hier. Wir wollen einfach überall FIFA-Arena-Minifelder bauen, damit Kinder in einem sicheren Umfeld Fussball spielen können.“

Die FIFA hat die vollständige Finanzierung der dreitägigen Installation des Minifelds übernommen und arbeitet bei diesem Projekt mit Impulstar zusammen, einer Organisation, die seit 2010 jährlich Kleinfeld-Fussballturniere in den Pariser Vororten organisiert, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern.

„Zunächst einmal möchte ich der FIFA und dem FIFA-Präsidenten zu diesen Initiativen gratulieren, denn sie sind ganz im Sinne der Kernwerte des Fussballs. Sie ermöglichen es Menschen auf der ganzen Welt, Fussball zu spielen. Damit zeigen wir, dass wirklich jeder dabei sein kann“, erklärt Philippe Diallo, Präsident des französischen Fussballverbands (FFF), auch mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen der FIFA und dem FFF beim Bau von FIFA-Arena-Minifeldern auf La Réunion und Mayotte. Dort hatten Wirbelstürme zuvor wichtige Infrastruktur zerstört. „Jeder sollte ganz in der Nähe des eigenen Wohnorts Fussball spielen können – überall und unabhängig von den finanziellen Mitteln. Wir freuen uns besonders darüber, dass dieses Arena-Projekt in Zusammenarbeit mit der FIFA spürbaren Nutzen bringt.“

Die FIFA-Niederlassung in Paris bietet einen hervorragenden Blick auf das Minifeld auf dem Place de la Concorde. Sie befindet sich in dem Gebäude, in dem das französische Männernationalteam seinerzeit vor Hunderttausenden Landsleuten den Titelgewinn bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1998™ gefeiert hat.

„Genau wie alle anderen haben auch wir auf der Straße begonnen. Später sind wir 98 hier Weltmeister geworden. Es beginnt immer mit einem Traum“, erklärt Youri Djorkaeff, der damals dem Weltmeisterteam angehörte und jetzt FIFA-Legende und leitender FIFA-Fussballberater ist. „Jetzt geben uns die FIFA, der FIFA-Präsident und Impulstar eine Möglichkeit, gleich heute mit der Verwirklichung des Traums zu beginnen.“

„Wie Youri bereits gesagt hat, haben wir alle auf der Straße angefangen, und ich glaube, Ade und Khali [die FIFA-Legenden Emmanuel Adebayor und Khalilou Fadiga] haben genau wie ich früher mit Socken oder gar Flaschen und Coca-Cola-Dosen gespielt. Wir haben auf ganz kleinen Plätzen gespielt, die die FIFA nun überall modernisieren wird“, meint El Hadji Diouf, FIFA-Legende und ehemaliger senegalesischer Nationalspieler, vor den versammelten Teilnehmern, darunter viele Kinder aus Pariser Vorortteams. „Ich finde, das ist eine sehr gute Sache für Afrika und für die ganze Welt.“

FRANCE - PARIS - MARCH 22 - FIFA ARENA

Die Veranstaltung in Paris wird weltweit für das Thema sensibilisieren, da der Standort täglich von zahlreichen Anwohnern und Touristen frequentiert wird. Besucher der Anlage in Paris erfahren mehr über das FIFA-Arena-Programm und Impulstar. Darüber hinaus sind an den drei Tagen mehrere Veranstaltungen geplant. Unter anderem wird es Trainings mit FIFA-Legenden sowie ein Galaspiel zwischen Influencern geben. Zum Abschluss steht am Dienstag, 24. März, ein Turnier für Teams der Altersklasse 14 bis 16 auf dem Programm.

„Ich möchte Impulstar einfach gratulieren – diese beiden jungen Männer hier leisten hervorragende Arbeit“, so Infantino mit Bezug auf die beiden Gründer Meïssa N’diaye und Bernard Messi, die ihr Konzept aus den Pariser Vororten mittlerweile auch nach Südamerika und Afrika getragen haben. Bald wird auch Asien hinzukommen. „Es erfüllt uns mit Freude und Stolz, dass wir gemeinsam so vielen Kindern – und auch Erwachsenen – die Möglichkeit geben können, Fussball zu spielen.“ And for the adults as well!”

Zum Abschluss warb der FIFA-Präsident noch für Unterstützung, um die ohnehin schon beeindruckende Dynamik des FIFA-Arena-Programms noch zu steigern:

„Wir wollen [diese Minifelder] auf der ganzen Welt bauen und erinnern noch einmal alle daran, dass sie über die FIFA-Stiftung und andere FIFA-Projekte selbst einen Beitrag dazu leisten können.“ „Die Kosten für ein FIFA-Arena-Minifeld sind gar nicht so hoch. Sie betragen etwa USD 50 000. Daher möchte ich all unsere potenziellen Partner auffordern, uns zu helfen. Je mehr Mittel uns zur Verfügung stehen, desto mehr können wir bauen, insbesondere an Orten, wo sie besonders gebraucht werden – neben Schulen, in Städten und Dörfern auf dem ganzen Erdball.“