FIFA
Freitag 30 Oktober 2026, 13:00

Die Zukunft im Blickpunkt bei Spielerinnen-Gipfel und Austausch zwischen Trainern und Technikexperten in Rabat

Topaz Labs AI Model
  • Informative Zusammenkunft von Spielerinnen und Trainern der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft 2026™ in Marokko mit FIFA-Legenden und technischen Experten

  • Gewinnerinnen der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ unter den Expertinnen, die ihre Erfahrungen mit jungen Turnierteilnehmerinnen teilen

  • Information der Trainer der 24 teilnehmenden Teams über Unterstützungsmöglichkeiten der FIFA bei der Entwicklung von U-17- zu A-Nationalspielerinnen

Einige der besten Nachwuchstalente treffen derzeit bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft™ aufeinander. Beim Spielerinnen-Gipfel und Austausch zwischen Trainern und Technikexperten in Rabat (Marokko) lag das Hauptaugenmerk jedoch auf der Zukunft der Spielerinnen.

Beim vom 17. Oktober bis zum 7. November stattfindenden Turnier stellt die Nachwuchselite des Frauenfussballs ihre ganze Klasse unter Beweis, wenn 24 Teams einschliesslich Titelverteidiger DVR Korea um die Trophäe kämpfen.

Nach Turnierende geht es für die Spielerinnen allerdings vorrangig um die weitere persönliche und berufliche Entwicklung und das ultimative Ziel, den Sprung ins A-Nationalteam ihres Landes zu schaffen.

Beim Gipfel kam es zum persönlichen Zusammentreffen einiger Teilnehmerinnen der Gruppenphase mit den FIFA-Legenden Shannon MacMillan, April Heinrichs, Mercy Akide und Fatmire Alushi, die alle bereits in der gleichen Lage waren und den Weg erfolgreich gegangen sind.

„Bei uns gab es so etwas nicht, also habe ich einfach gespielt, weil ich den Fussball geliebt habe“, so Shannon MacMillan, ehemalige Starspielerin des US-Frauennationalteams, das beim Olympischen Fussballturnier der Frauen 1996 die Goldmedaille gewann und 1999 Weltmeister wurde.

„Es ist wirklich grandios, dass ich diesen jungen Spielerinnen dabei helfen kann, den Wert des Fussballs und diese besondere und einzigartige Chance zu schätzen und zu nutzen – insbesondere mit Blick auf die Entwicklung des Spiels und auf den entscheidenden Einfluss, den der Fussball auf mein Leben hatte.“

FIFA U-17 Women's World Cup Players Summit

„Ich finde das super wichtig, weil sie diese Atmosphäre selbst schon erlebt haben. Deshalb können sie uns Wissen und Erfahrungen weitergeben, die uns helfen, besser damit umzugehen“, erklärte Gabriela Istocki, Mitglied der kanadischen U-17-Auswahl.

„Für eine junge Spielerin gibt es natürlich nichts Besseres, als Vorbilder zu treffen, zu erfahren, wie sie es geschafft haben, und gute Ratschläge von ihnen zu bekommen“, meinte Carolin Braun, leitende Expertin für den Hochleistungssport bei der FIFA. „Genau deshalb ist dieses Gipfeltreffen für uns so wichtig und auch für die Spielerinnen, die nach einer Niederlage wieder lächeln oder ihre Träume noch motivierter verwirklichen können.“

Neben dem FIFA-Talentförderprogramm bildet das Turnier einen der wichtigsten Wachstumsfaktoren, da es jungen Talenten die Möglichkeit bietet, sich zu entwickeln und mit Altersgenossinnen auf der Weltbühne zu messen.

FIFA U-17 Women's World Cup Players Summit

„Im Rahmen des Talentförderprogramms arbeiten wir mit mehr als 200 Mitgliedsverbänden an deren strategischer Planung und helfen ihnen so dabei, ein entsprechendes Umfeld zu schaffen – zum Beispiel durch mehr Trainingslager für Nationalteams oder mehr Talentsichtungen“, so Braun.

„Die meiste Zeit befassen wir uns in einem Land mit den sogenannten Talentförderjahren von 12 bis 18“, fügte April Heinrichs hinzu, die ebenfalls am Gipfel teilgenommen hat. Sie gehörte dem US-Frauen-Nationalteam an, das 1991 die erste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ gewann, und ist jetzt Hochleistungsspezialistin bei der FIFA. „Das sind die Ausbildungsjahre, in denen den Spielerinnen langsam bewusst wird, dass sie etwas Besonderes sind.“

Das Turnier selbst wurde auf 24 Teams erweitert und findet seit 2025 jährlich statt. Neben den Spielerinnen bietet es auch Trainern die Möglichkeit, sich mit Kollegen aus aller Welt zu messen, zu lernen und sich zu verbessern.

FIFA U-17 Women's World Cup Players Summit

Eine ganze Reihe von FIFA-Initiativen fördern Trainerinnen und Trainer während ihrer Laufbahn und wurden auf dem Gipfel im Detail vorgestellt – von der vorgegebenen Mindestanzahl an Frauen auf den Teambänken bei FIFA-Turnieren bis hin zu FIFA-Talenttrainern, die innerhalb eines FIFA-Mitgliedsverbands ein hochklassiges lokales Coaching-Netzwerk aufbauen.

„Es gibt einen technischen Austausch mit den Trainern, bei dem wird die Trainer aller Teams zusammenbringen und einen Überblick über unser gesamtes Unterstützungssystem bekommen. So erfahren sie, dass die FIFA auch im technischen Bereich viel Hilfestellung bietet“, erklärte Braun nach dem Meeting der Strategen in der marokkanischen Hauptstadt.

„Wir bieten nicht nur Webinare für die Vorbereitung an, sondern während dieses Turniers sind auch mehrere technische Experten vor Ort, um die Trainingssitzungen zu besuchen und mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen – nicht nur, um ihnen bei ihren Fragen zu helfen, sondern auch, um sie zu unterstützen und sich anzuschauen, wie sie vorgehen.»

Auch Teamanalysten profitierten von der Veranstaltung. Neben einem Überblick darüber, wie die technische Studiengruppe der FIFA Spiele und Turniere analysiert, wurden auch weitere Aspekte des Frauenfussballs erörtert. Und natürlich blieb auch noch Zeit für einen letzten Ratschlag derjenigen, die das alles schon hinter sich hatten, an den Nachwuchs.

„Sie sollten nie aufgeben, was immer auch passiert“, meinte Mercy Akide, eine FIFA-Legende, die bei drei FIFA Frauen-Weltmeisterschaften™ für Nigeria im Einsatz war. „Bei allem, was man tut, geht auch mal etwas schief. Vielleicht spielst du in einem Spiel nicht gut, oder du wirst durch eine Verletzung drei Monate, sechs Monate oder gar ein Jahr zurückgeworfen. Aber wenn du einen Traum hast, musst du ihn am Leben erhalten und weiterspielen.“