50 ganz besondere Gäste der Genuine Foundation erlebten Deutschlands 7:1 gegen Curaçao live im Houston Stadium
Viele von ihnen besuchten erstmals ein Spiel einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ setzt neue Maßstäbe für Inklusion und Barrierefreiheit
Als die deutsche Nationalmannschaft am Sonntagabend mit einem 7:1-Sieg gegen Curaçao in die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ startete, sassen einige ganz besondere Gäste in der ersten Reihe des Houston Stadium. Auf Einladung des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) konnten 50 Athletinnen und Athleten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Genuine Foundation das Spiel live vor Ort erleben.
Für die Besucher war es weit mehr als nur ein Fussballspiel. Sie hatten die Gelegenheit, die grösste Bühne des Fussballs hautnah zu erleben – und gleichzeitig einen Vorgeschmack auf ein Turnier zu bekommen, das nur wenige Wochen später ebenfalls in Houston stattfinden wird: den Genuine Cup.
Vom 27. Juli bis zum 1. August 2026 werden dort mehr als 1.000 Sportlerinnen und Sportler mit geistigen Behinderungen und Autismus aus 50 Ländern zusammenkommen. Für viele der Gäste im Houston Stadium wird die Reise nach Houston damit in wenigen Wochen eine Fortsetzung finden – diesmal nicht auf der Tribüne, sondern auf dem Spielfeld.
Vom Zuschauer zum Teilnehmer
Für Patrick war der Besuch des WM-Spiels ein Erlebnis, das er so schnell nicht vergessen wird. Der 26-jährige Mittelstürmer des United Genuine Soccer Teams genoss jede Minute seines ersten WM-Besuchs.
„Das Stadion hat viel Spass gemacht und ich fand es toll, die Fans beider Mannschaften zu sehen“, sagte er nach dem Spiel. Zwar war ihm die Welt des Spitzenfussballs als regelmässigem Zuschauer der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft nicht fremd, doch die Atmosphäre einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ beeindruckte ihn. Sein Favorit auf den Titel steht bereits fest: Frankreich.
Auch Herie, der ebenfalls für das United Genuine Soccer Team spielt, verfolgte die Partie mit grosser Begeisterung. Besonders die Grösse des Stadions und die Atmosphäre auf den Rängen haben Eindruck hinterlassen. „Es war sehr gross“, so der 21-Jährige.
Dass Deutschland am Ende mit 7:1 gewann, beeinflusste auch seine Prognose für den weiteren Turnierverlauf. Auf die Frage nach dem künftigen Weltmeister musste er nicht lange überlegen: Deutschland. Noch wichtiger als das Ergebnis war für ihn die gemeinsame Erfahrung mit seinen Teamkollegen und Freunden.
Für den 20-jährigen Cameron stand dagegen das Geschehen auf dem Spielfeld im Mittelpunkt: „Mir hat gefallen, die Spieler zu sehen und die Tore mitzuerleben.“ Cameron spielt selbst Fussball und unterstützt die US-Nationalmannschaft. Entsprechend eindeutig fiel auch seine Prognose aus: Die USA werden Weltmeister.
Die bislang inklusivste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™
Für Lorna Ortiz, Mitgründerin der Genuine Foundation, war der Abend in Houston weit mehr als nur ein Stadionbesuch. Seit Jahren erlebt sie, welche Bedeutung Fussball für Menschen mit geistigen Behinderungen und Autismus haben kann – und sah viele dieser positiven Effekte auch an diesem Abend wieder.
„Fussball ist so viel mehr als nur ein Spiel“, sagte Ortiz. „Er schafft Selbstvertrauen, Freundschaften, Teamgeist und Zugehörigkeit. Er gibt unseren Athleten die Möglichkeit, für ihre Fähigkeiten wahrgenommen zu werden – nicht für ihre Behinderung.“
Die Atmosphäre im Stadion habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Obwohl sie bereits viele Fussballspiele besucht habe, sei es etwas Besonderes gewesen, die Weltmeisterschaft durch die Augen der Athletinnen und Athleten zu erleben. Die Energie im Stadion, die Fans und die Begeisterung rund um das Spiel hätten den Tag für viele unvergesslich gemacht.
Der Besuch in Houston spiegelte die Bemühungen wider, die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Mit 48 Mannschaften, 104 Spielen und 16 Austragungsorten ist das Turnier die grösste Weltmeisterschaft der Geschichte. Durch Massnahmen wie Sensory Rooms in allen Stadien, Angebote in Gebärdensprache, Audiodeskriptionen und weitere barrierefreie Services setzt sie auch neue Massstäbe für Inklusion und Zugänglichkeit. „Es ist grossartig zu sehen, wie stark sich die FIFA für Barrierefreiheit und Zugänglichkeit engagiert“, ergänzte Ortiz.
Für die Mitgründerin der Genuine Foundation geht es dabei um weit mehr als einzelne Massnahmen oder Projekte. „Das Ziel ist nicht, dass unsere Spieler auf der grössten Bühne der Welt stehen müssen. Das Ziel ist, dass die Welt sie willkommen heisst, sie feiert und Platz für sie schafft.“
Für Ortiz zeigt sich darin, worum es bei Inklusion letztlich geht: Menschen zusammenzubringen und Möglichkeiten zu schaffen, damit jeder dazugehören kann – unabhängig von seinen Voraussetzungen. „Inklusion entsteht dann, wenn jeder das Gefühl hat, dazuzugehören“, sagte Ortiz. „Ob auf dem Spielfeld, auf der Tribüne oder einfach dadurch, dass Menschen gemeinsam die Freude am Fussball erleben.“
Gemeinsam haben sie an diesem Sonntagabend etwas erlebt, das für viele Fussballfans ein Lebenstraum ist. Gleichzeitig war der Stadionbesuch ein Vorgeschmack auf das, was sie wenige Wochen später selbst erwarten wird: ein internationales Turnier, bei dem sie nicht auf der Tribüne sitzen, sondern selbst auf dem Platz stehen werden.