Errichtung von zwei FIFA-Arena-Minifeldern in Paynesville (Liberia)
Unterstützung der FIFA für eine Kinderfussballliga für verschiedene Altersklassen
Modernisierte Stadien und ein neues Zuhause für den liberianischen Fussballverband dank dem FIFA-Forward-Programm
Der Jugendfussball in Liberia erlebt dank mehreren von der FIFA unterstützten Projekten einen Aufschwung. Durch die Modernisierung von Stadien ist der Fussball für mehr Menschen zugänglich geworden, während der liberianische Fussballverband (LFA), der inzwischen über einen eigenen Sitz verfügt, erstmals Kinderfussballligen organisieren konnte.
Eine der jüngsten Entwicklungen war der Start des FIFA-Arena-Programms im westafrikanischen Land im September 2025. In dessen Rahmen sollen bis 2031 weltweit 1000 Spielfelder in benachteiligten städtischen und ländlichen Gebieten entstehen. Dank der Zusammenarbeit zwischen der FIFA und dem LFA profitieren mehr als 3000 Kinder von zwei Minifeldern, die an Schulen in Paynesville im Grossraum der Hauptstadt Monrovia errichtet wurden.
Gleichzeitig wurde mit finanzieller Unterstützung aus dem FIFA-Forward-Programm im Gompa-Stadion im Verwaltungsbezirk Nimba im Nordosten des Landes ein FIFA-zertifizierter Kunstrasenplatz in Standardgrösse verlegt. Die Arbeiten umfassten zudem umfangreiche Modernisierungen des bestehenden Stadions, darunter die Installation einer Flutlichtanlage und eines unterirdischen Bewässerungssystems sowie die Verbesserung der Umzäunung und die Überdachung der Zuschauertribünen. Die Anlage dient als Austragungsort für verschiedene LFA-Wettbewerbe, darunter auch Turniere im Kinderfussball, und ist damit Teil der umfassenden Infrastrukturentwicklungsinitiative des LFA.
Ebenfalls 2025 unterstützte die FIFA den LFA bei der Einführung seiner Kinderfussballliga für verschiedene Altersklassen, deren Schwerpunkt darauf liegt, den Fussball in den Schulalltag zu integrieren und gleichzeitig die allgemeine Entwicklung der jungen Schüler zu fördern.
„Zum ersten Mal haben wir in unserem Land Kinderfussballligen von der U-12 über die U-15 bis zur U-17. Und erstmals wächst auch der Frauenfussball in unserem Land – all dies dank der Unterstützung und der innovativen Einführung des FIFA-Forward-Programms“, sagte LFA-Präsident Mustapha Raji. „Somit haben unsere Jungen und Mädchen in den ländlichen Gebieten die Möglichkeit, Fussball zu spielen.“
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Frauenfussball, der besonders von dieser Entwicklung profitierte. Im Dezember 2025 führte der LFA eine Reihe von Frauenfussballkampagnen durch, darunter insbesondere ein Entwicklungsprogramm in der Stadt Gbarnga im Verwaltungsbezirk Bong, nachdem die Initiative 2025 offiziell im Verwaltungsbezirk Montserrado lanciert worden war. Die Kampagne wurde auch auf die Verwaltungsbezirke Margibi, Rivercess und Sinoe ausgeweitet und durch einen Workshop im Rahmen eines Stipendienprogramms für die Trainerausbildung ergänzt. Zuvor hatte der LFA in der Hauptstadt Monrovia bereits Workshops zum Kompetenzaufbau für Funktionäre durchgeführt, an denen während sechs Tagen insgesamt 60 Personen teilnahmen.
Im letzten August hatte der LFA in sechs Verwaltungsbezirken eine Reihe von Workshops für Klubfunktionäre, Lizenzbeauftragte, Sekretäre und Funktionäre von Tochterverbänden durchgeführt. Insgesamt nahmen 237 Personen daran teil, darunter 27 Frauen.
Seit 2023 hat der LFA seinen neuen Hauptsitz in der Hauptstadt Monrovia. Auch dieses Projekt wurde vollständig über das FIFA-Forward-Programm finanziert und vom FIFA-Regionalbüro in Dakar (Senegal) unterstützt. Es ist die erste Geschäftsstelle im Besitz des LFA und dient den Nationalteams als neues Zuhause. Gleichzeitig werden dort administrative Dienstleistungen, Schiedsrichter- und Trainerprogramme sowie Schulungen für Sportmedien angeboten.
Das FIFA-Forward-Programm finanzierte ausserdem die Renovierung des Antoinette-Tubman-Nationalstadions, die unter anderem eine neue Flutlichtanlage vorsah. Seither können dort auch abends Spiele sämtlicher Altersklassen ausgetragen werden, darunter mehr Frauenfussballspiele.
Im angrenzenden Samuel-K.-Doe-Stadion wurden ein Kunstrasenplatz verlegt, das Dach der Haupttribüne renoviert und die Umkleidekabinen erneuert. Damit sollen die Attraktivität des wichtigsten Fussballstadions der Stadt, das der lokalen Fussballgemeinschaft als Heimstätte dient, sowie das dortige Angebot weiter gesteigert werden.