Die FIFA wird den Bau von zehn FIFA-Arena-Minispielfeldern in der Türkei unterstützen, einschließlich einer innovativen neuen Anlage in Riva
Die FIFA hat 20.000 Paar Fussballschuhe erworben, die kostenlos an Kinder in der ganzen Welt verteilt werden sollen
Der Besuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino erfolgte im Anschluss an die erfolgreiche Qualifikation der Türkei für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™
Während die Türkei ihren dramatischen Einzug in den FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ feiert, der ihr im vergangenen Monat durch einen Play-off-Sieg gegen den Kosovo gelang, besuchte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Provinz Istanbul, um zwei Initiativen einzuweihen, die die nächste Generation türkischer Fussballer inspirieren und ausrüsten werden.
In Begleitung von İbrahim Hacıosmanoğlu, dem Präsidenten des türkischen Fussballverbands (TFF), gab Gianni Infantino den Startschuss für die Initiative FIFA Boots for All in der Türkei. Zudem eröffnete er das erste FIFA-Arena-Minispielfeld mit solarbetriebener Beleuchtung und modernen Umkleiden – eine zukunftsweisende Anlage auf dem Gelände einer Mittelschule in Riva, direkt nördlich von Istanbul am Schwarzen Meer.
„Wenn es ein Land gibt, und wenn es zudem eine Stadt gibt, die die Vereinigung der Kulturen, der Zivilisationen und der Kontinente symbolisiert, dann ist es Istanbul, dann ist es die Türkei. Wenn alles zusammenkommt und die ganze Welt eins wird – genau deshalb ist es mir als FIFA-Präsident eine Ehre und ein Vergnügen, heute gemeinsam mit Ihnen allen hier in der Türkei zu sein“, erklärte Infantino bei der Eröffnung der neuen FIFA-Arena.
„Wir sind heute außerdem hier, um diese großartige FIFA-Arena einzuweihen, die Teil eines bedeutenden Großprojekts ist“, fuhr er fort. „Wir haben hier in der Türkei bereits 10 oder 11 dieser Plätze, einschließlich all jener, die wir gemeinsam im Erdbebengebiet bauen konnten, um den Kindern, die eine so schwere Zeit durchgemacht haben, vielleicht ein wenig Hoffnung zu schenken. Der Fussball gibt ihnen ihr Lächeln zurück.“
Das offizielle Startsignal für das Projekt FIFA-Arena gab der FIFA-Präsident während des 75. FIFA-Kongresses in Asunción, Paraguay. Ziel ist es, bis zum Jahr 2031 weltweit mindestens 1.000 dieser Minispielfelder zu errichten. Sie sind darauf ausgelegt, eine zugängliche, sichere und nachhaltige Fussballinfrastruktur zu schaffen – insbesondere in Regionen, in denen Kinder und Gemeinden nur begrenzten Zugang zu erstklassigen Sportanlagen haben.
Mittlerweile gibt es auf allen sechs Kontinenten solche Minispielfelder – und nun auch die neue Anlage in Riva, direkt an der Schnittstelle zweier Kontinente. Unter den 10 Minispielfeldern in der Türkei, die die FIFA im Rahmen von FIFA-Arena und dem FIFA Recovery Programme fördert, befinden sich mehrere Standorte im Südosten des Landes – einer Region, die im Februar 2023 von dem verheerenden Erdbeben erschüttert wurde.
İbrahim Hacıosmanoğlu bestätigte zudem das Ziel des TFF, insgesamt rund 60 dieser Minispielfelder zu errichten.
„Ich bin überzeugt, dass wir Partner finden werden, die uns bei der Umsetzung unterstützen. Wenn man sich diese Anlage ansieht – gerade auch hier in diesem wunderbaren Umfeld –, das Ergebnis ist einfach klasse. Das Ganze sieht toll aus und versprüht pure Lebensfreude“, so der FIFA-Präsident. „Doch noch viel wichtiger: Diese Plätze bieten den Kindern die Chance, in einer sicheren und gesunden Umgebung Fussball zu spielen ... Es sind Orte für Kinder – und auch für uns Erwachsene, die im Herzen Kind geblieben sind –, die uns allen Raum zum Träumen geben.“
„Träume brauchen den richtigen Grip – und genau deshalb hat die FIFA im vergangenen Monat in Paris die Initiative FIFA Boots for All ins Leben gerufen.“ Ganz im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes zur Fussballförderung hat die FIFA 20.000 Paar Fussballschuhe in neun verschiedenen Größen sowie das passende Zubehör, wie etwa Schuhtaschen, bereitgestellt. Diese werden jungen Spielern zugutekommen, die sich keine eigene Ausrüstung leisten können. Die Teilnahme der Türkei an dem Programm knüpft direkt an die ersten FIFA Boots for All-Events in Frankreich, Mexiko und Ruanda an.
FIFA-Präsident Gianni Infantino besucht die Türkei
Dass sich die Türkei so engagiert für diese beiden FIFA-Programme einsetzt, ist keine Überraschung: Der TFF gilt als Paradebeispiel für einen Mitgliedsverband, der die verschiedenen Programme, Fördermittel und Initiativen der FIFA gezielt nutzt, um den Fussball voranzubringen.
In den letzten Jahren hat der TFF bereits Programme wie FIFA Football for Schools, das FIFA-Talentförderprogramm sowie die Frauenfussballkampagnen und zur Entwicklung von Ligen erfolgreich umgesetzt. Zudem flossen 4,25 Millionen USD aus Mitteln des FIFA-Forward-Programms in die Modernisierung des türkischen Nationaltrainingszentrums, das sich ebenfalls in Riva befindet.
„Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für die Einladung und die großartige Partnerschaft, für Ihren Beitrag und Ihre Unterstützung“, betonte Gianni Infantino.
Ende März 2026 zahlten sich dieser Einsatz und die Investitionen schließlich aus: Mit einem mitreißenden Play-off-Sieg in Kosovo sicherte sich das Team das Ticket für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in Nordamerika. Zuletzt war die Türkei 2002 bei einer Endrunde mit dabei – damals belohnte sie sich mit einem verdienten dritten Platz. Entsprechend riesig sind nun die Vorfreude und der Enthusiasmus mit Blick auf das spektakuläre Turnier in diesem Sommer. In der Gruppenphase trifft die Türkei auf Australien, Paraguay und schließlich auf den Co-Gastgeber USA.
„Ich wünsche Ihnen eine fantastische Weltmeisterschaft – bringen Sie Ihr Volk zum Träumen und verzaubern Sie jeden Fussballfan auf der Welt“, fügte Infantino hinzu. „Wir wissen, dass die Türkei eine große Fussballnation ist, und wir brauchen die Türkei auf der Weltbühne“, so Infantino weiter. „Und ich freue mich sehr, dass Sie sich nach 24 Jahren wieder für die FIFA Weltmeisterschaft qualifiziert haben. Sie werden erneut Geschichte schreiben, und als FIFA-Präsident kann ich sagen: Das ist ein wahrhaft historischer Moment für den türkischen Fussball.“