Samstag 14 März 2026, 13:00

Startschuss für die vierte Ausgabe des FIFA-Diploms für technische Führungskräfte in Paris

  • Sechstägiges Seminar in Paris (Frankreich) zum Auftakt des 20-monatigen Studiengangs

  • Inhalte: theoretische Lektionen, praktische Einheiten und ein Tag in Clairefontaine

  • 2023 geschaffener Studiengang für technische Leiter auf nationaler und kontinentaler Ebene

Am 5. März 2026 wurde die Flagge der FIFA über dem Pariser FIFA-Büro im Rahmen einerfeierlichen Zeremonie gehisst. „Diese Fahne markiert unsere Präsenz und die Präsenz der ganzen Welt, denn der Fussball vereint die Welt, wie wir immer wieder betonen“, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die französische Hauptstadt bot nun den idealen Rahmen für 27 Funktionäre aus aller Welt, die sich anlässlich des Auftaktseminars dervierten Ausgabe des FIFA-Diploms für technische Führungskräfte dort eingefunden hatten

Das einzigartige Angebot steht für das Beste, was die FIFA im Bereich der technischen Führungskräfteausbildung zu bieten hat. Fünf grosse Themenbereiche werden im Laufe des20-monatigen Lehrgangs behandelt, nämlich technische Führung, Hochleistung, Trainerausbildung, Amateurfussball und Management. Das Programm bietet technischen Führungskräften „die Mittel für wirkungsvolle technische Projekte, die den Fussball in [ihrem] Land auf die nächste Stufe hieven“, erklärte Gianni Infantino letztes Jahr im Dezember bei der Abschlussfeier der zweiten Ausgabe.

Die vierte Ausgabe begann nun mit einem Seminar, das vom 9. bis 14. März 2026 in Paris stattfand. Die sechstägige Veranstaltung umfasste Begegnungen, theoretische Einheiten, praktische Übungen, gemeinsame Ausflüge und Workshops unter der Leitung von Experten. Auf dem Programm stand insbesondere auch ein lehrreicher und geselliger Tag im technischen Zentrum der französischen Nationalteams in Clairefontaine.

Paris – das im 18. Jahrhundert das intellektuelle Zentrum der Aufklärung war und daher auch „Stadt des Lichts“ genannt wird – war auch der symbolische Startpunkt für die technischen Direktoren. „Ausgehend von der Aufklärung als Metapher füreine intellektuelle und kulturelle Bewegung, wird in dieser Sitzung Führung als vernunftbasierter Weg betrachtet“, hiess es im Programm des Workshops. Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballförderung, und Steven Martens, Leiter der FIFA-Division für globale Fussballförderung, waren zugegen und konnten den Teilnehmenden wertvolle Ratschläge geben.

„Die Ausbildung von technischen Führungskräften ist ungemein wichtig“, erklärte Arsène Wenger. „Sie geben einerseits die technische Ausrichtung bei den Mitgliedsverbänden vor und sind andererseits für die allgemeine Ausbildung des Nachwuchses zuständig. Sie tragen damit doppelte Verantwortung, und es ist äusserst schwer, dieser gerecht zu werden. Dazu braucht es viel Überzeugungskraft, Entschlossenheit und klare Vorstellungen. Auch Ausdauer und Beharrlichkeit sind wichtig, denn es ist nicht immer einfach, die technische Marschroute in den Verbänden durchzusetzen.“ Es steht viel auf dem Spiel, und deshalb ist der 2023 geschaffene Studiengang langfristig ausgelegt. Neben dem Einführungsseminarumfasst das Programm auch einen Erfahrungs- und Wissensaustausch im Zusammenhang mit dem FIFA-Talentförderprogramm, einen Workshop zum Thema Führungskompetenz sowie einen Online-Schulungskurs über das FIFA-Ausbildungszentrum.

CLAIREFONTAINE, FRANCE - MARCH 10: FIFA Chief of Global Football Development Arsne Wenger during the launch of the FIFA Technical Leadership Diploma on March 10, 2026 in Clairefontaine, France.

Es muss in die Ausbildung investiert werden; der Erfolg hängt davon ab.

Arsène Wenger
FIFA-Direktor für globale Fussballförderung

„Das Programm ist jedes Jahr etwas anders gestaltet. Wir passen es an“, so Wenger weiter. „Das Ziel bleibt jedoch gleich: Es geht darum, Ansätze aufzuzeigen und Denkanstösse zu geben, denn die Probleme sind von Land zu Land verschieden. Bei einigen Mitgliedsverbänden ist der Kinderfussball nicht organisiert, bei anderen fehlen Wettbewerbe. Die technischen Direktoren brauchen Ansätze, mit denen sie die unterschiedlichen Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, lösen können. Bei der FIFA haben wir ein Gesamtbild und können sie entsprechend unterstützen.“ Mit den neu erworbenen Fähigkeiten können die Führungskräfte Lösungen finden und innovative technische Programme umsetzen, mit denen sie die Entwicklung des Fussballs in ihrem jeweiligen Land fördern. Langfristig sind die strategischen Ziele darauf ausgelegt, jedem Talent eine Chance zu geben und den Fussball auf allen Stufen voranzutreiben.

„Im Rahmen dieses Studiengangs werden natürlich auch fussballerische Aspekte behandelt, im Zentrum steht jedoch die Führungskompetenz“, erklärt Steven Martens. „Es geht unter anderem um Teamleitung, das Entwickeln einer sinnvollen technischen Strategie und gute Kommunikation. Hinter einer Führungsperson steht immer ein Team.“

„Auch wir haben ein tolles Team zusammengestellt, dennan jeder Ausgabe nehmen mindestens 25 technische Direktoren aus sechs Kontinenten teil“, so Martens begeistert. „Sie alle können danach ihr Wissen weitergeben. So werden mit der Zeit immer mehr Personen in der Lage sein, den Fussball weiterzuentwickeln!“

Paris wurde bekanntlich nicht an einem Tag erbaut. Doch das Fundament für eine nachhaltige weltweite Förderung des Fussballs ist gelegt.