Premiere des Turniers in Aserbaidschan mit Spielern aus 189 Ländern
Laut Arsène Wenger werden die Teilnehmer viele schöne Momente mit nach Hause nehmen, müssen sich aber auch auf ihre Weiterentwicklung konzentrieren
FIFA bietet allen Mitgliedsverbänden mehr Möglichkeiten zur Teilnahme an wichtigen Turnieren
Das Event „FIFA U-15-Weltmeisterschaft & Festival™“, bei dem Spieler aus 189 Nationen eine Woche lang zusammenkommen, ist ein Beispiel dafür, wie Fussball sein sollte: Akteure aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichem Hintergrund treten nicht nur auf dem Platz gegeneinander an, sondern bauen auch abseits davon Kontakte auf, so Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballförderung.
Mehr als 3 00 junge Spieler und Trainer nehmen an der ersten Ausgabe des Turniers in Aserbaidschan teil, wobei die meisten Partien im eigens dafür errichteten Hovsan-Wettkampfkomplex ausgetragen werden.
„Man sieht sofort, wie glücklich und begeistert alle sind. Die ganze Welt ist hier versammelt, um innerhalb einer Woche ein Turnier mit rund 190 Teams zu spielen, wobei alle Akteure am selben Ort untergebracht sind, sich unglaublich freuen und mit ganzem Herzen dabei sind … so sollte Fussball immer sein“, betonte Wenger.
„Was hier abseits des Spielfelds geschieht, ist im Grunde genauso wichtig wie das, was auf dem Rasen passiert, denn Trainer und Spieler tauschen sich untereinander aus. Sie wissen, dass sie einen besonderen Moment erleben, und sind dafür dankbar.“
Dieses Turnier stellt sich einer grundlegenden Herausforderung im internationalen Fussball: Es bietet Nationen, denen die Qualifikation für FIFA-Wettbewerbe nach wie vor grosse Schwierigkeiten bereitet, sinnvolle Wettkampfmöglichkeiten. Diese Endrunde ermöglicht es jedem Mitgliedsverband, internationale Wettkämpfe zu bestreiten, sich mit anderen Verbänden aus aller Welt zu messen und die nächste Generation von Spielern, Trainern und Betreuern zu inspirieren. Von den teilnehmenden Mitgliedsverbänden waren 78 bisher noch nie auf der internationalen Bühne in irgendeiner Altersklasse vertreten.
Zudem kommt ein innovatives 8-gegen-8-Format mit 20-minütigen Halbzeiten zum Einsatz, das darauf ausgelegt ist, die Entwicklung der Spieler und die Spielerfahrung zu maximieren – was laut Wenger bereits Erfolge zeige.
„Ich würde sagen, es funktioniert hervorragend. Wir wollten eine reduzierte Spielerzahl, nicht elf gegen elf, da der Leistungsunterschied zwischen den Ländern sonst zu gross wäre. Ausserdem wollten wir kürzere Begegnungen, damit jeder gegen jeden antreten kann“, sagte Wenger.
Wenn wir sagen: ‚Gebt jedem Talent eine Chance‘, dann geht es uns um genau diese Möglichkeit. Hier können sie herkommen, spielen und herausfinden, ob sie das nötige Potenzial haben, um auf höchstem Niveau mitzuhalten.
„Wenn man einen Sport mit viel Leidenschaft betreibt, möchte man natürlich wissen, wie gut man ist. Deshalb sollte jeder gegen jeden antreten, damit die Teams, auch die aus den kleineren Ländern, gegen die grösseren Nationen spielen können. Am Ende kehren sie dann voller Träume und glücklicher Momente zurück, wissen aber auch, was sie für die Zukunft verbessern müssen.“
Er fügte hinzu: „Viele kleinere Fussballnationen treten mittlerweile gegen die Etablierten an, was auch gut so ist, denn sie haben es sich verdient, sich weiterzuentwickeln. Wenn wir sagen: ‚Gebt jedem Talent eine Chance‘, dann geht es uns um genau diese Möglichkeit. Hier können sie herkommen, spielen und herausfinden, ob sie das nötige Potenzial haben, um auf höchstem Niveau mitzuhalten.“
Mehr als 500 Teilnehmer dieses Events sind Absolventen der FIFA-Talentakademien, die im Rahmen des FIFA-Talentförderprogramms (TDS) in mehr als 60 Mitgliedsverbänden ins Leben gerufen wurden. Dieses Programm zielt wiederum darauf ab, jedem Talent eine Chance zu geben, indem es den Mitgliedsverbänden dabei hilft, die talentiertesten Nachwuchsspieler zu entdecken und zu fördern.
„Wir haben dieses Projekt gestartet, weil wir den Bedarf dafür erkannt haben. Wie erfolgreich es sein wird, wird man sehen“, so Wenger. „Zudem gab es bei der Umsetzung dieser Initiative zahlreiche Hürden zu überwinden. Daher ist es umso erfreulicher für uns, bereits nach drei Jahren zu sehen, dass es Spieler gibt, die sich erfolgreich im Wettbewerb behaupten können.“