FIFA
Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Donnerstag 18 Juni 2026, 19:30

Die FIFA verstärkt Kampf gegen Diskriminierung am Internationalen Tag gegen Hetze

  • Seit 2022 auf allen grossen Social-Media-Plattformen 30 Millionen beleidigende Posts und Kommentare in mehr als 50 Sprachen entfernt

  • FIFA-Präsident Gianni Infantino: „Hetze hat weder im Fussball noch in der Gesellschaft Platz ... Angriffe gegen Spieler, Trainer und Spieloffizielle richten sich direkt gegen den Fussball.“

  • Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ fünfmal mehr beleidigende Beiträge und Kommentare zu erwarten als bei der Endrunde 2022 – auch dank einer besseren Erkennung und Löschung

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Hetze hat die FIFA an vier Spielorten der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ ihren Kampf gegen Diskriminierung verstärkt. Bei den Spielen in Atlanta, Guadalajara, Los Angeles und Vancouver ruft die FIFA mit eindringlichen Aktionen dazu auf, Hass zu bekämpfen und den Fussball zu schützen.

Im Rahmen des Protokolls vor dem Spiel überreichen sich die Teamkapitäne bei den heutigen Spielen besondere Wimpel, auf denen auf der Vorder- und Rückseite folgender Appell in der Muttersprache des jeweiligen Teams bzw. auf Englisch steht: „WIR SPIELEN ZUSAMMEN UND KÄMPFEN GEMEINSAM GEGEN HASS.“ Diese gemeinsame Botschaft prangt auch auf den LED-Werbebanden, wenn Tschechien in Atlanta auf Südafrika trifft, Mexiko in Guadalajara auf die Republik Korea, die Schweiz in Los Angeles auf Bosnien und Herzegowina und Kanada in Vancouver auf Katar.

Die Kampagne, die in allen drei Austragungsländern läuft und an die „Hass stoppen, Fussball schützen“-Veranstaltung vom Mittwoch, 17. Juni, im National Center for Civil and Human Rights in Atlanta (USA) anschliesst, rückt mit dem FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien auch ein starkes digitales Schutzsystem in den Blickpunkt. Seit seiner Einführung im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ hat dieser Schutzschild auf allen grossen Social-Media-Plattformen bereits mehr als 30 Millionen beleidigende Beiträge und Kommentare in über 50 Sprachen abgefangen und entfernt.

Gemäss den neusten Zahlen des SMPS von den Erstrundenspielen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ dürften im Vergleich zur WM 2022 mehr als fünfmal so viele beleidigende Beiträge und Kommentare gelöscht werden. Parallel zur Leistungsfähigkeit steigt auch die Schutzwirkung des SMPS, der seit seinem Start bereits mehr als 250 Millionen Kommentare und Posts bei globalen FIFA-Veranstaltungen analysiert und so 30 Millionen beleidigende Beiträge entdeckt, entfernt und vom Netz genommen hat.

Czechia v South Africa: Group A - FIFA World Cup 2026

Bei der laufenden WM ist der digitale Schutzschild wichtiger denn je. Seit dem WM-Auftakt am Donnerstag, 11. Juni, hat der SMPS schon über 5,5 Millionen Kommentare und Beiträge geprüft und 530 000 beleidigende Nachrichten umgehend entfernt, um Spieler, Trainer und Offizielle zu schützen. Im Vergleich dazu wurden bei der gesamten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ erst 287 000 beleidigende Beiträge gelöscht. Das Turnier 2026 hat damit in nur einer Woche das Total von 2022 bereits übertroffen.

Der SMPS entfernt aber nicht nur hetzerische Kommentare, sondern geht zusammen mit den Social-Media-Plattformen auch gegen die schlimmsten und aktivsten Konten vor. In der ersten Woche der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ hat das SMPS-Expertenteam 186 000 Nachrichten geprüft, die von der KI als bedenklich eingestuft worden waren (da sie gewalttätige Inhalte oder Drohungen enthielten), und über 30 000 davon den Plattformen gemeldet, damit diese direkte Massnahmen ergreifen (z. B. Entfernung von Inhalten sowie Sperrung und Löschung von Konten).

„Hetze hat weder im Fussball noch in der Gesellschaft Platz“, betonte FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Am Internationalen Tag gegen Hetze bekräftigen wir unser unermüdliches Engagement, um diskriminierende Beleidigungen in all ihren Formen zu beseitigen. Angriffe gegen Spieler, Trainer und Spieloffizielle richten sich direkt gegen den Fussball.“

„Wir müssen sie und ihre Anhänger vor hasserfüllten Angriffen schützen und deutlich machen, dass wir solches Verhalten nicht tolerieren. Aus diesem Grund haben wir das FIFA-Disziplinarreglement verschärft, die Kampagne gegen Rassismus lanciert sowie Spieler, Trainer und Spieloffizielle durch die Geste gegen Rassismus gestärkt.“

Switzerland v Bosnia and Herzegovina: Group B - FIFA World Cup 2026

„Hetze ist ein systemisches Problem, das wir nur mit einer breiten Front bekämpfen können. Über den Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien sowie mit der Unterstützung von Partnern wie @tiktok bekämpfen wir Hass, machen digitale Räume sicherer und sorgen dafür, dass Respekt im Fussball und Internet stets einen Platz hat.“