Die Schauspieler Fernanda Lima und Rodrigo Hilbert werden die Endrundenauslosung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ moderieren, die am 6. Dezember 2013 in Costa do Sauípe (Bahia) stattfindet. Das Paar hatte 2010 in Johannesburg bereits durch die Präsentation des offiziellen Emblems der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ geführt. Im Juli 2011 moderierte die Schauspielerin außerdem die Vorrundenauslosung der WM.
Fernando Lima und Rodrigo Hilbert sind beide ausgesprochen fussballbegeistert und sprachen im Exklusiv-Interview mit FIFA.com über ihre Erwartungen an die Endrundenauslosung und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.
Schätzungen zufolge werden 500 Millionen Menschen in 193 Ländern die Endrundenauslosung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ verfolgen. Haben Sie schon darüber nachgedacht, wie es wohl sein wird, live für ein so großes Publikum zu moderieren? Wie bereiten Sie sich darauf vor? Rodrigo Hilbert: Ich wusste gar nicht, dass so viele Leute die Auslosung verfolgen . Aber ich mache diesen Job schon eine Weile und bin daran gewöhnt, mit Situationen wie dieser umzugehen. Ich bin total begeistert von der Weltmeisterschaft. Für mich war es eine Riesenfreude, als man mich eingeladen hat, die Auslosung zu moderieren. Ich kann es gar nicht abwarten. Als ich erfahren habe, dass ich das machen soll, war ich sofort begeistert, weil Fussball meine große Leidenschaft ist – sowohl auf dem Platz als auch als Zuschauer. Und dann noch gemeinsam mit Fernanda. Wir haben schon einige Werbeveranstaltungen zusammen gemacht, und arbeiten sehr gut zusammen.
Fernanda Lima: Wenn ich solche hochkarätigen Veranstaltungen moderiere, selbst im Fernsehen, denke ich eigentlich nie an die Dimension des Publikums. Wir sind an viele Zuschauer gewöhnt, aber ich denke lieber gar nicht daran, um nicht nervös zu werden. Ich versuche mir vorzustellen, dass ich mit Leuten um mich herum kommuniziere, um nicht auf unsinnige Gedanken zu kommen. Im Augenblick bin ich noch mit den Aufnahmen für Amor & Sexo beschäftigt. Sobald ich damit fertig bin, werde ich mich dem Drehbuch widmen und mich mit allem vertraut machen. Ich mag Fussball auch, aber ich bin kein Spezialist wie Rodrigo, der den Fussball wirklich liebt.
Was bedeutet Fussball für Sie? Rodrigo: Ich liebe meinen Klub , das gilt auch, wenn er mal in der zweiten Liga spielt. Ich verfolge jedes Spiel, sei es in der Meisterschaft der Série A, Série B, der Bundesstaaten Rio de Janeiro und Santa Catarina... Ich bin nämlich auch großer Fan von Criciúma. Dieses Jahr wird es für Vasco wohl schwer werden, dem Abstieg zu entgehen, aber wann immer ich kann werde ich im Maracanã sein, um das Team zu unterstützen.
Fernanda: Ich bin Fan von Grêmio , aber bei uns zu Hause in Rio de Janeiro habe ich keine Chance, da sind alle Vasco-Anhänger. Wenn Grêmio gewinnt, bin ich glücklich, weil das mein Klub ist. Wenn Vasco gewinnt freue ich mich, weil Rodrigo und die Kinder dann glücklich sind. Und dann liebe ich natürlich die brasilianische Seleção, ich schaue mir ihre Auftritte gern an. Ich bin ein Riesenfan von Felipão . Was er auch anpackt, gelingt. Er bringt Organisation und Disziplin ins Team. Ich finde ihn super.
Gibt es unter den zahlreichen Spielern und ehemaligen Spielern, die anwesend sein werden, jemanden, den Sie besonders gern treffen möchten? Rodrigo: Ich bin ein großer Fan von Pelé, Ronaldo, Bebeto... Ich glaube, dort wird eine ganze Seleção vertreten sein, Felipão könnte dort direkt einen Kader zusammenstellen. Ich werde die Begegnung mit allen genießen.
Fernanda: Felipão, meinen Landsmann ! Ich bin völlig begeistert von ihm und will ein Foto machen.
Welche Erinnerungen haben Sie an andere Weltmeisterschaften? Welche WM ist die erste, an die Sie sich erinnern, und welche Ereignisse sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben? Rodrigo: Eine der herausragendsten Weltmeisterschaften war für mich die WM 1994 mit diesem Fehlschuss von Baggio. Das war einfach sensationell. In meiner Stadt, in Santa Catarina, gab es einen Autokorso, bei dem die ganze Stadt auf den Beinen war. Alle hupten und schrien wild durcheinander. Das war unvergesslich. Als ich später nach Rio umgezogen bin, hatte ich gemeinsam mit einem Freund eine kleine Kneipe in Copacabana. Das war in der Zeit der WM 2002, in dem Jahr, in dem ich Fernanda kennengelernt habe. Sie kam in die Kneipe, damit wir uns die Spiele gemeinsam ansehen konnten. Anfangs kannte niemand die Kneipe, es war ziemlich leer, aber zum Finale mussten wir schon einen Bildschirm auf den Fußweg stellen, damit alle Platz hatten.
Fernanda: Meine erste Erinnerung an die WM ist, wie Zico 1986 den Elfmeter verschießt. Das habe ich in der Wohnung meiner Nachbarin gesehen. Ich erinnere mich noch an die Schreie auf der Straße, die Tränenausbrüche. Ich weiß nicht, was ich schlimmer fand, das Ausscheiden Brasiliens oder wie er als Idol darunter gelitten hat. Von 1990 bis jetzt habe ich dann jedes Turnier als Fan verfolgt. Und die WM von 2002 war etwas Besonderes, denn einmal abgesehen davon, dass Brasilien dort den fünften Weltmeistertitel geholt hat, bin ich in dem Jahr auch mit Rodrigo zusammengekommen. Er hatte eine Kneipe mit Großbildschirm und wir haben uns die Spiele gemeinsam angeschaut und waren super verliebt.
Was erwarten Sie von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im kommenden Jahr? Wer sind die Titelfavoriten? Rodrigo: Bis letztes Jahr habe ich nicht an Brasilien geglaubt. Dann kam Felipão… Der hat einen Stern, er hat etwas im Hinblick auf die WM. Da gibt es natürlich noch Deutschland, Spanien, Frankreich, das sich über die Playoff-Runde qualifiziert hat. Aber ich glaube lieber an den Heimfaktor, an die Kraft unserer Fans. Meiner Meinung nach haben wir ein kleines Problem im Angriff, aber das ist auch alles. Wir werden auf Augenhöhe mit den stärksten Mannschaften spielen und kämpfen.
Fernanda: Na ja, die Favoriten sind wir, nicht wahr? Wir hoffen auf den sechsten Titel und ich glaube, mit Felipão und diesen Jungs, die super gut sind, werden wir ihn holen. Das einzige andere Team, das noch einen kleinen Platz in meinem Herzen hat, ist Spanien. Mein Großvater ist Spanier und ich mag die Spielweise der Spanier. Ich glaube, sie haben viel von uns gelernt. Wir waren eine gute Schule .