Tadschikistan ist eines von vier Ländern, die als erste ihre Spieler der FIFA-Talentakademie bei einem globalen Turnier einsetzen
Im Rahmen des FIFA-Talentförderprogramms wurden weltweit 42 FIFA-Talentakademien gegründet, mit dem Ziel, bis 2027 insgesamt 75 zu erreichen
Die erstklassigen Einrichtungen sollen die Fähigkeiten der besten jungen Talente in jedem Land fördern und ihnen den Weg zum Profifussball ebnen
Tadschikistan ist eines von vier Ländern, deren Kader für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Katar 2025™ durch Spieler der FIFA-Talentakademie verstärkt wurde. Damit machen sich die Auswirkungen des FIFA Talentförderprogramms (Talent Development Scheme TDS) erstmals auf globaler Ebene bemerkbar.
Das 2023 ins Leben gerufene Programm TDS verfolgt das Ziel, jedem talentierten jungen Spieler in jedem der 211 Mitgliedsverbände (MA) der FIFA weltweit einen Weg zum Profifussball zu eröffnen. Ein Eckpfeiler des Programms ist die FIFA-Talentakademie, ein Elite-Trainingszentrum innerhalb jedes Mitgliedsverbands (MA), in dem die besten jungen Fussballer unter der Anleitung qualifizierter Trainer ihre Fähigkeiten entwickeln können.
Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballförderung und treibende Kraft hinter dem TDS-Programm, hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2027 insgesamt 75 FIFA-Talentakademien zu gründen. 42 davon sind bereits unter der Aufsicht eines FIFA-Talentcoaches in Betrieb. Dieser bildet nicht nur lokale Trainer aus, sondern baut auch ein Netzwerk auf, das sicherstellt, dass im ganzen Land und für kommende Generationen erstklassige Ausbilder zur Verfügung stehen. Diese Bemühungen zahlen sich bereits aus: Nicht weniger als 21 Spieler, die an der Gruppenphase des Turniers mit 48-Teams-Turniers in Katar teilgenommen haben, profitierten von den erstklassigen Einrichtungen und dem Fachwissen der FIFA Talentakademie ihres Landes.
„Ich halte dieses FIFA-Projekt für das beste der letzten zehn Jahre, weil die FIFA verstanden hat – nun ja, sie hat das schon vor langer Zeit verstanden – dass das wichtigste Alter 17 Jahre ist“, sagte Tadschikistans Trainer Marco Ragini. Er hat die Teilnehmer der FIFA Talentakademie Tadschikistans, Munavar Anvarzod und Shukhrat Nurmatov, in seinen Kader für die Endrunde aufgenommen. „Denn mit 17 Jahren wissen wir, ob sie echte Fussballspieler oder normale Fussballspieler werden. Wir müssen in sie investieren und ihnen Erfahrungen ermöglichen. "Eine der einzigartigen Erfahrungen, die uns dieses Projekt geboten hat, war die Möglichkeit, gemeinsam mit ausländischen Trainern zu trainieren. Dadurch konnten wir unser Talent weiterentwickeln“, fügte Anvarzod hinzu. Er ist wie Nurmatov 15 Jahre alt. „Unser Hauptziel ist es, jeden Tag hart zu arbeiten und unser bestes Niveau zu erreichen. Dank dieses Projekts spiele ich jetzt für die U-17-Nationalmannschaft.“ Bolivien (drei Spieler), Costa Rica (sechs) und die Vereinigten Arabischen Emirate (zehn) waren die anderen Länder, die in Katar antraten und deren Mannschaften durch Spieler beflügelt wurden, die in ihrer lokalen FIFA-Talentkademie ausgebildet wurden.
Das TDS ist Teil des ganzheitlichen Ansatzes der FIFA zur Anhebung der Standards weltweit und bietet jungen Spielern mehr Möglichkeiten denn je, auf der globalen Bühne zu spielen. In diesem Jahr fanden die ersten FIFA U-17-Weltmeisterschaft™ und FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft™ einer neuen Ära statt. Beide Turniere wurden erweitert – im letzteren Fall auf 24 Mannschaften – und finden nun jährlich statt, zuvor alle zwei Jahre. „Durch die jährliche Austragung der FIFA U-17-Weltmeisterschaft haben die Spieler mehr Möglichkeiten zu verstehen, was es bedeutet, auf hohem Niveau Fussball zu spielen. In meiner Gruppe habe ich beispielsweise Spieler, die 2008 geboren sind. Leider werden sie nächstes Jahr älter und können nicht mehr mitspielen“, sagte Ragini. „Aber ich habe viele Spieler, die 2009 oder 2010 geboren sind. Diese Spieler haben die Möglichkeit, die Erfahrungen dieses Jahres mitzunehmen und sie im nächsten Jahr einzubringen. Das ist sehr gut. Ich schätze dieses Format sehr.“
Tadschikistan nahm erst zum dritten Mal an diesem Turnier teil, zum ersten Mal seit 2019. Da das Programm TDS seit seiner Gründung im September 2024 bereits internationale Spitzenspieler hervorbringt, ist die Fussballgemeinde in dem zentralasiatischen Land sehr optimistisch, dass das Land in Zukunft häufiger an internationalen Turnieren teilnehmen wird.
Der Tadschikische Fussballverband (TFF) legt weiterhin den Grundstein für anhaltenden Erfolg: Er hat bereits mehr als eine Million US-Dollar aus dem FIFA-Forward-Programm erhalten, das zum Aufbau des Jugendfussball-Ökosystems des Landes beigetragen hat. Während die FIFA-Talentakademie derzeit 25 vielversprechende Nachwuchsspieler ausbildet, plant der TFF nun die Eröffnung eines neuen Elite-Trainingszentrums in der bergigen Region Varzob, um die Entwicklung des Fussballs voranzutreiben und eine Generation zu formen, die gemeinsam im Spiel wächst.
„Meiner Meinung nach werden wir uns mit dem neuen Zentrum in kürzerer Zeit verbessern, insbesondere in technischer Hinsicht. Auf diese Weise bleiben die Jungs zusammen und ihr Zusammenleben verbessert sich. Denn auf internationaler Ebene gibt es mittlerweile viele Trainingslager, Meisterschaften und Turniere. Die Jungs müssen verstehen, dass sie, um im Fussball erfolgreich zu sein, schon in jungen Jahren professionell sein müssen“, erklärte Ragini. „Und um professionell zu werden, müssen sie zusammenleben und so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen. Das neue technische Zentrum des Verbandes ist eine gute Gelegenheit, das Niveau der Jungs zu steigern. Denn Fussball ist nicht nur 90 Minuten auf dem Platz, Fussball ist 24 Stunden am Tag, und das ist eine gute Option für uns." "Dies wird das zweite Projekt der FIFA-Talentakademie sein, das in Tadschikistan eröffnet wird. Es wird eine wertvolle Chance für junge Spieler sein“, fügte Nurmatov hinzu. „Ich kann Ihnen sagen, dass die Teilnahme an der FIFA-Talentakademie uns die Möglichkeit gegeben hat, dieses Niveau zu erreichen. Ich habe viele positive Gefühle und möchte jungen Spielern sagen, dass sie alles erreichen können, wenn sie nur hart genug trainieren.“