FIFA-Präsident: Die Menschen sollen Momente der Freude und des Glücks erleben
Infantino hebt auch wirtschaftliches Ausmass der ersten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ mit 48 Teams hervor
Laut FIFA-Chef für globale Fussballentwicklung Arsène Wenger sei Erweiterung des Turniers entscheidend für die Förderung des Sports
FIFA-Präsident Gianni Infantino hob beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos die Bedeutung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ hervor und wies darauf hin, dass die Welt während des Turniers, das überall Freude und Glück bringe, stillstehen werde.
Er betonte ausserdem, dass die vom 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA stattfindende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ mit erstmals 48 Teams und 104 Spielen an 16 Austragungsorten eine enorme wirtschaftliche Bedeutung haben werde.
Infantino zitierte eine Studie, die die FIFA und die Welthandelsorganisation letztes Jahr durchgeführt hatten, und geht davon aus, dass das Turnier global 80,1 Milliarden US-Dollar brutto erwirtschaften, weltweite Bruttoinlandsprodukte um 40,9 Milliarden US-Dollar steigern und 824.000 Arbeitsplätze schaffen könne.
„Die Welt steht still, weil die WM und der Fussball wie kaum etwas anderes das Leben und die Stimmung der Menschen beeinflussen. Nichts kommt auch nur annähernd an das heran, was dieser Sport bewirkt. Er beeinflusst nicht nur die Menschen, sondern ganze Länder“, sagte er.
„In diesen speziellen Zeiten vergessen wir oft, glücklich und fröhlich zu sein. Mit all den Problemen und Schwierigkeiten, die die Leute überall im Leben haben, wollen wir ihnen mit dem Fussball etwas Abwechslung bieten. Die FIFA hat 211 Mitgliedsländer, denen wir Momente der Freude und des Glücks bescheren wollen. Wenn Kinder oder Erwachsene gegen einen Ball treten, denken sie nicht über ihre Probleme und Schwierigkeiten im Leben nach – das dürfen wir nicht vergessen.“
Er fügte hinzu: „Die Menschen sehnen sich danach, sich mit ihren Familien und Freunden zu treffen, Zeit miteinander zu verbringen und zu feiern. Das wollen wir ihnen auch bieten. Sie sollen genau diese Emotionen erleben. Denn das kommt heutzutage leider viel zu kurz.“
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ weckt bisher so viel Interesse, dass beim Weltverband bereits 500 Millionen Ticketanfragen eingegangen sind. Infantino nannte dies eine „unglaubliche” Zahl, die das Vertrauen in die Organisation des Turniers bestätige. „Die Leute wollen reisen, dabei sein, die WM-Atmosphäre erleben und einfach zueinander finden”, sagte er. „Wir wünschen uns, dass die Spielorte und Stadien bereit sind, die wichtigsten Akteure der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, nämlich die Spieler, glänzen zu lassen. Unsere Aufgabe ist es, den Rahmen zu schaffen, und sie sollen für das Spektakel sorgen.”
Nach der Rede des FIFA-Präsidenten folgte eine Podiumsdiskussion mit Arsène Wenger, dem FIFA-Chef für globale Fussballentwicklung, sowie dem legendären Alessandro Del Piero, der 2006 mit Italien Weltmeister wurde.
Wenger erklärte, dass die Einnahmen der FIFA aus dem Turnier wieder in die weltweite Förderung des Fussballs fliessen würden, damit mehr Länder die Chance haben, auf höchstem Niveau mitzuspielen.
„Das ganze Geld geht an die Verbände, damit sie ihre Infrastruktur ausbauen können. Auf all meinen Reisen kann ich sehen, wie sehr sich die einzelnen Verbände dank der FIFA-Mittel weiterentwickelt haben“, sagte er.
„Ich bin jetzt in der Fussballentwicklung tätig und stelle anhand der Nachfrage nach Tickets fest, wie wichtig dieser Sport weltweit geworden ist. Das ist eigentlich unvorstellbar. Ich reise um die ganze Welt, und überall reden die Leute nur über Fussball.“
Die WM-Erweiterung auf 48 Teams sei laut ihm ein notwendiger Schritt, um den Fussball weltweit weiterzuentwickeln. „Wir mussten den Wettbewerb für die ganze Welt zugänglich machen. Ihn für mehr afrikanische und asiatische Länder zu öffnen, ist das Mindeste, was wir tun können. Wir wollen, dass unser Sport überall präsent ist“, sagte er.
Alessandro Del Piero stimmte dem FIFA-Präsidenten zu, dass Fussball glücklich mache. „In diesen Zeiten, die voller Probleme, kriegerischer Auseinandersetzungen und schlechter Nachrichten sind, kann Fussball definitiv Freude bringen“, meinte er. „Das ist sicher einer der Gründe, warum es die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ überhaupt gibt.“