„Diese erste Ausgabe des Events ‚FIFA U-15-Weltmeisterschaft & -Festival™‘ verkörpert genau das, wofür die FIFA steht“, so Infantino über die historische Premiere des Turniers
Mehr als 3000 Spieler und Offizielle aus 189 FIFA-Mitgliedsverbänden vom 24. bis 30. Oktober in Baku, Aserbaidschan, in rund 1000 Partien im Einsatz
Erhöhung der FIFA-Forward-Mittel im bevorstehenden vierten Zyklus des wichtigsten Entwicklungsprogramms werde „all diesen Jungen und Mädchen auf der ganzen Welt mehr Chancen bieten“, so der FIFA-Präsident weiter
FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte, das erste Event „FIFA U-15-Weltmeisterschaft & -Festival™“ sei „genau das, was wir uns gewünscht haben“, da es so viele unserer Mitgliedsverbände wie nie zuvor in Baku, Aserbaidschan, zusammengebracht habe.
Alle 211 Mitglieder wurden zur Teilnahme an dieser historischen ersten Ausgabe des Turniers eingeladen, und 189 von ihnen haben U-15-Teams zu diesem siebentägigen Event entsandt – für 78 davon ist es der erste internationale Wettbewerb in irgendeiner Altersklasse überhaupt.
„Das ist genau das, was wir uns gewünscht haben“, sagte der FIFA-Präsident. „Wir möchten jedem die Chance geben, bei einer FIFA-WM dabei zu sein, und dieses Event „FIFA-U-15-Weltmeisterschaft & -Festival™“ entspricht genau dem, wofür der Weltverband steht. Insgesamt 90 Prozent der eingeladenen 211 Mitgliedsverbände haben sich entschlossen, diese Einladung anzunehmen und mitzumachen.
Über 3000 Spieler und Offizielle sind zusammengekommen, um im 8-gegen-8-Format rund 1000 Spiele zu bestreiten, wobei der überwiegende Teil der Partien im eigens dafür errichteten Hovsan-Wettkampfkomplex ausgetragen wird. Jede Mannschaft ist bis zum letzten Spieltag im Einsatz, da auf die dreitägige Qualifikationsphase eine dreitägige Turnierphase in sechs Spielklassen folgt. Der Sieger der Spielklasse A wird am 30. Oktober in der Baku Crystal Hall zum allerersten Sieger des Events FIFA U-15-Weltmeisterschaft & -Festival™ gekürt.
„Für mich ist es bisher wirklich ein spektakuläres Turnier“, so Infantino, der bereits mehrere Begegnungen besuchte. „Natürlich sind einige Teams stärker als andere, manche sind besser vorbereitet als andere, aber alle haben Freude daran, alle haben ihren Spass, alle feiern – nicht nur den Fussball, sondern vor allem das Miteinander.
„Das ist wirklich unglaublich. Es nehmen 3000, 4000 Spieler, Offizielle und Schiedsrichter teil. In einer Woche finden 1000 Begegnungen statt. Das ist wirklich wunderschön, und man kann die Freude dieser Jungen deutlich sehen und spüren. Sie haben es verdient, und genau darum geht es doch bei der FIFA, oder? Unser Sport ist für alle da, egal wo, und wir vereinen die Menschen durch den Fussball.“
Ebenso wichtig wie die Ergebnisse ist die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Spielers während des Turniers. Die Jugendlichen nehmen an Bildungsangeboten, Treffen mit FIFA-Legenden und Aufklärungskampagnen teil und erleben dabei eine einmalige Erfahrung, die weit über das Geschehen auf dem Spielfeld hinausgeht.
„Für die meisten dieser Kinder ist es das erste Mal, dass sie verreisen, das erste Mal, dass sie überhaupt einen Reisepass besitzen. Sie werden Freundschaften mit Gleichaltrigen aus allen Teilen der Welt schliessen. Diese jungen Männer sind nun alle Teilnehmer einer FIFA-Veranstaltung“, betonte Infantino.
„Für die Verbände bedeutet dies zudem, dass sie sich um die Förderung und Talentsuche von Spielern sowie um Investitionen in die Infrastruktur und Jugendwettbewerbe kümmern müssen. Für diese Jungen ist es eine Erfahrung, an die sie sich ihr ganzes Leben lang erinnern werden. Einige von ihnen werden sicherlich an FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ teilnehmen. Vielleicht gewinnen sie in Zukunft sogar selbst eine. Doch alle werden sich ihr ganzes Leben lang an dieses Turnier erinnern. Sie werden ihren Kindern und Enkelkindern davon erzählen. Denn das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein, ist für jeden wichtig.“
Im nächsten Jahr gibt es eine Ausgabe nur für Mädchen, und ab 2028 werden jährlich getrennte Wettbewerbe für Jungen und Mädchen ausgetragen, da die FIFA den weltweiten Fussball kontinuierlich von der Basis aus fördern will. Die deutliche Aufstockung der Mittel für den vierten Zyklus des wichtigsten Entwicklungsprogramms FIFA Forward bedeutet, dass jeder Mitgliedsverband zwischen 2027 und 2031 bis zu 25 Millionen US-Dollar erhält und die Weiterentwicklung des Fussballs in seinem Land vorantreiben kann.
„Was Sie hier bei diesem U-15-Turnier sehen und was Sie an unseren Bemühungen erkennen, die wir in den letzten zehn Jahren unternommen haben, um weltweit in den Fussball zu investieren“, erklärte Infantino auf die Frage, welche Auswirkungen er sich von der Aufstockung der Mittel erhoffe.
„Als ich vor zehn Jahren FIFA-Präsident wurde, erhielt jeder Mitgliedsverband jährlich nur 250.000 US-Dollar. Also eine Million über vier Jahre. Der FIFA-Rat hat jedoch gerade beschlossen, diesen Betrag auf 25 Millionen US-Dollar zu erhöhen. Damit steigt er im Vierjahreszyklus von einer Million auf 25 Millionen. Diese Mittel werden nun in diese Jungen, in die Mädchen, in den Jugendfussball und in die weltweite Fussballförderung investiert.
„Es ist kein leichtes Unterfangen. Denn Geld fällt nicht einfach so vom Himmel. Wir alle müssen sehr, sehr hart arbeiten, um diese Mittel zu generieren. Doch dank dieser Gelder können wir all diesen Jungen und Mädchen auf der ganzen Welt mehr Chancen bieten. Aus diesem Grund setzen wir uns weiter unermüdlich dafür ein.“