Gianni Infantino bei Kameruns 3:0-Finalsieg gegen Malawi im Finale des Afrikanischen Nationen-Pokals der Frauen in Rabat
Vergrössertes Turnier in den Augen des FIFA-Präsidenten ein Riesenerfolg, Kamerun erstmals Afrikameister, Turnierdebütant Malawi auf Rang zwei
Algerien und Marokko ebenfalls für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ qualifiziert, die das rasante Wachstum des Frauenfussballs wiederum unterstreichen wird
Nach Kameruns historischem Triumph gegen das Überraschungsteam aus Malawi im Finale des Afrikanischen Nationen-Pokals der Frauen in Marokko hat FIFA-Präsident Gianni Infantino das Turnier als Riesenerfolg bezeichnet und den beiden Teams zu den beeindruckenden Leistungen beglückwünscht.
Kameruns 3:0-Sieg im frisch renovierten Moulay-El-Hassan-Stadion in Rabat (Marokko) war der Höhepunkt eines bahnbrechenden Turniers, das das enorme Wachstum und das riesige Potenzial des afrikanischen Frauenfussballs belegt hat.
„Der von der CAF und Marokko veranstaltete Afrikanische Nationen-Pokal war ein Riesenerfolg. Glückwunsch an die CAF, Marokko, alle Teams und die fantastischen Fans“, sagte Gianni Infantino, der das Finale im Stadion mitverfolgt hatte.
„Ein grosses Dankeschön an die afrikanische Fussballkonföderation und den marokkanischen Fussballverband unter der Leitung von Patrice Motsepe bzw. Fouzi Lekjaa sowie all die herrlichen Menschen in Marokko für die Organisation dieses fantastischen Turniers, das den Frauenfussball ins Rampenlicht gerückt hat“, fügte der FIFA-Präsident hinzu.
Der Afrikanische Nationen-Pokal der Frauen, der erstmals mit 16 Teams ausgetragen wurde und auch als Qualifikationswettbewerb für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ diente, hat die etablierte Ordnung auf dem Kontinent auf den Kopf gestellt. So sicherte sich Kamerun erstmals den Titel, während Malawi bei seinem Debüt gleich Silber gewann.
Neben Kamerun und Malawi sind auch Algerien und Marokko direkt für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ im nächsten Jahr in Brasilien qualifiziert. Zusammen kommen die vier gerade einmal auf drei WM-Teilnahmen. Algerien und Malawi feiern gar ihr WM-Debüt. Keiner der drei früheren Afrikameister erreichte hingegen das Halbfinale. Der zehnfache Turniersieger Nigeria, der den Frauenfussball auf dem Kontinent bislang dominiert hat, hat erstmals überhaupt die WM-Qualifikation verpasst.
Kamerun, das in der aktuellen FIFA/Coca-Cola-Frauenweltrangliste Rang 71 belegt, warf in der K.-o.-Phase mit Nigeria und Marokko gleich zwei Schwergewichte aus dem Turnier und krönte sich am Sonntag mit drei Toren in der ersten Halbzeit zum Sieger. Stürmerin Marie Ngah Manga erzielte ihr viertes und fünftes Tor beim Turnier, womit sie mit der Torschützenkönigin gleichzog. Dazwischen traf Naomi Eto. Die Kamerunerinnen konnten den Pokal endlich in die Höhe stemmen, nachdem sie 2004, 2014 und 2016 Platz zwei belegt hatten. „Gratulation an Kamerun für den Triumph beim Afrikanischen Nationen-Pokal der Frauen 2026, der diesem wunderschönen, fussballbegeisterten Land so viel Freude bereitet“, erklärte Gianni Infantino.
Nicht minder beeindruckend war Malawis Lauf. Bei ihrem ersten Auftritt bei der Kontinentalmeisterschaft sorgten die in der Weltrangliste lediglich auf Platz 151 liegenden Malawierinnen dank den Chawinga-Schwestern Temwa und Tabitha für eine faustdicke Überraschung. Zum Auftakt besiegten sie Nigeria mit 3:2, sicherten sich anschliessend den Gruppensieg und bezwangen in der K.-o.-Runde Ghana und Algerien.
„Sie liessen nicht nur Ihr Land träumen, sondern alle Fussballfans“, sagte Gianni Infantino zu Malawi. „Sie können unglaublich stolz sein.“
Das gilt auch für Algerien und Marokko, die neben den beiden Finalisten ebenfalls für die WM in Brasilien qualifiziert sind, während sich Südafrika und Ghana in den Entscheidungsspielen um den Einzug in die Vorrunde des Play-off-Turniers für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ durchgesetzt haben. Die Auslosung für die Vorrunde findet am Donnerstag, 20. August 2026, in Zürich (Schweiz) statt.
FIFA President at the CAF Women’s Africa Cup of Nations Morocco 2026
Die weiteren Teilnehmer bei der Vorrunde des Play-off-Turniers sind Chinese Taipei, Ecuador, Papua-Neuguinea und Usbekistan. Bei der Vorrunde im November und Dezember bestreitet jedes Team drei Spiele. Die zwei besten Teams qualifizieren sich für die Endrunde, die mit insgesamt sechs Teams im Februar 2027 in Form von drei K.-o.-Spielen ausgetragen wird. Die drei letzten Startplätze für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ gehen an die Sieger dieser Spiele. 2027 findet die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ erstmals überhaupt in Latein- und Südamerika statt. Wie der Afrikanische Nationen-Pokal der Frauen wird auch die zehnte WM-Ausgabe zeigen, wie stark sich der Frauenfussball weltweit verbreitet und entwickelt hat.
Die Vergrösserung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ (auf 32 Teams per 2023 sowie auf 48 ab 2031), der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™ (von 16 auf 24 Teams ab 2024) und der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft™ (von 16 auf 24 Teams sowie jährliche statt zweijährlicher Austragung ab 2025) bietet den FIFA-Mitgliedsverbänden in Afrika und auf der ganzen Welt neue Perspektiven, Möglichkeiten und Investitionsanreize.
Weitere neue Turniere wie der FIFA-Meisterpokal der Frauen™, die FIFA Frauen-Futsal-Weltmeisterschaft™ und die FIFA Women’s Series™ bieten dem Frauenfussball eine noch grössere Plattform. In den letzten zehn Jahren sind auch die finanziellen und technischen Investitionen der Verbände in den Frauenfussball enorm gestiegen, was nicht zuletzt dem FIFA-Forward-Programm zu verdanken ist, dessen Beiträge um das Siebenfache auf fast USD 5,1 Milliarden erhöht wurden. So hat Malawi beispielsweise von Verbesserungen am technischen Zentrum „Chiwembe“ in Blantyre, der Gründung einer Akademie 2024 im nördlich gelegenen Mzuzu sowie von der finanziellen Unterstützung für regionale Ligen profitiert. All diese Massnahmen haben letztlich die Grundlage für den eindrucksvollen Einstand des Frauennationalteams auf kontinentaler und globaler Ebene gelegt.