Infantino gegenüber Vertretern der FIFA-Mitgliedsverbände (MV): Einnahmen aus der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ haben „viele Türen aufgestossen und Chancen und Möglichkeiten für künftige Investitionen eröffnet“
FIFA-Präsident erwartet Einnahmen von mehr als USD 15 Milliarden für die Geschäftsperiode 2023–2026 und verspricht weitere Investitionen in globale Fussballförderung
FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ sollte laut Infantino „immer im Mittelpunkt des Handelns stehen“
FIFA-Präsident bestätigt, dass „mehr als 200“ MV ihre Unterstützung für seine Wiederwahl bekundet haben
FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte, der überwältigende Erfolg der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in Kanada, Mexiko und den USA habe neue Investitionsmöglichkeiten in den Fussball eröffnet, die derzeit noch nicht genutzt würden, und will das Geschäftspotenzial und die Möglichkeiten der FIFA für die globale Fussballförderung nutzen.
Als gemeinnützige Organisation investiert die FIFA die Einnahmen aus ihren Turnieren und Veranstaltungen in die Förderung des Fussballs bei ihren 211 Mitgliedsverbänden (MV), wobei die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ die wichtigste Einnahmequelle darstellt.
Mit Blick auf die erwarteten Einnahmen aus dem Turnier als Beitrag zu den Gesamteinnahmen der Geschäftsperiode 2023–2026 erklärte der FIFA-Präsident: „Ich glaube, wir können die Marke von 15 Milliarden USD knacken“, womit dem Weltfussballverband mehr Ressourcen denn je zur Verfügung stünden, die wiederum den MV zugutekämen.
„Ich glaube, sagen zu können, dass insbesondere diese FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ hier viele Türen geöffnet, viele Chancen und viele Möglichkeiten geschaffen hat“, sagte er gegenüber Vertretern der MV bei einem Treffen in New York (USA) am Vorabend des Finales der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™. „Das wird sich auf unsere Handlungsmöglichkeiten weltweit auswirken. Die Einnahmen und der finanzielle bzw. wirtschaftliche Erfolg stellen sich jedoch nur ein, wenn auf der sportlichen Seite alles stimmt – wenn wir aus sportlicher Sicht alles richtig machen.“
„Mit Blick auf den Erfolg dieser FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ müssen wir uns also der Tatsache bewusst sein, dass die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ der Gipfel des Weltfussballs ist und dass jeder im Fussball – ob gross oder klein – vom Erfolg der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ abhängig ist. Wir müssen wirklich vorsichtig sein und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ immer in den Mittelpunkt all unseres Handelns stellen. Alles andere muss danach kommen und damit einhergehen.
„Wenn wir über Kalender reden, darüber, wann [und] wie Veranstaltungen organisiert werden, müssen wir Sie alle berücksichtigen. Die FIFA ist eine demokratische Organisation. Die Mitglieder müssen entscheiden, und Sie werden entscheiden, was für die Zukunft richtig ist. Es gibt Diskussionen darüber, ob wir eine weitere Erweiterung [von 48] auf 64 [Teams] vornehmen sollen, doch das wird noch zur Debatte stehen. Darüber wird noch geredet werden.“
Das FIFA-Forward-Programm, über das die Entwicklungsprojekte der MV finanziert werden, ist einer der grössten Nutzniesser der Einnahmen aus der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™. Infantino ging noch einmal auf die jüngste Erhöhung der Fördermittel ein, bei denen in der Geschäftsperiode 2027–2030 mit 2,7 Milliarden USD ein neuer Rekord erwartet wird. Dies entspräche im Vergleich zum Start der Initiative vor zehn Jahren einer achtfachen Steigerung. Während Infantinos Amtszeit hat die FIFA demgemäss 5,1 Milliarden USD in die globale Fussballförderung bei den MV investiert.
Mit Bezug auf die anstehende FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ in Brasilien, die umgestalteten Juniorenturniere der Altersklassen U-20 und U-17 sowie die Einführung der neuen FIFA U-15-Weltmeisterschaft & Festival™ betonte der FIFA-Präsident, dass Einnahmen generiert werden müssten, um den zahlreichen Ländern unter die Arme zu greifen, in denen Investitionen noch immer eine Herausforderung darstellten.
„Wir wollen und müssen mehr Einnahmen generieren, weil im grössten Teil der Welt, in 80 % der Welt niemand investiert, wenn wir es nicht tun“, sagte er. „Andernfalls wird sich immer alles auf einige wenige grosse [Länder] konzentrieren, und alles wird bleiben, wie es ist.“
FIFA-Präsident Gianni Infantino hält eine Rede bei einem Frühstück mit Funktionären der FIFA-Mitgliedsverbände
Infantino dankte den „mehr als 200“ MV, die nach seiner Ankündigung beim 76. FIFA-Kongress in Vancouver (Kanada) Ende April 2026, sich 2027 ein weiteres Mal zur Wahl zu stellen, bereits ihre Unterstützung bekundet haben. Damit hätte er noch mehr Möglichkeiten, sie bei der massgeschneiderten Förderung des Fussballs im eigenen Land zu unterstützen.
„Ich kann mich gemeinsam mit Ihnen darauf konzentrieren, den Fussball in jedem Land der Welt zukunftsträchtig aufzustellen, das sich dafür entscheidet – denn die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen“, erklärte er. „Niemand wird Ihnen sagen, was Sie mit den Möglichkeiten tun sollen, die Sie durch die FIFA bekommen werden. Das entscheiden Sie selbst. Wir möchten, dass Sie den Fussball in Ihrem Land fördern, denn dann werden Sie auch auf kontinentaler und globaler Ebene erfolgreich sein.
„Deshalb werden wir weiterhin gemeinsam daran arbeiten, das gesamte Geschäftspotenzial zu nutzen, um den Fussball noch besser, noch grösser und noch globaler zu machen. Dabei können Sie auf mich zählen.“