FIFA-Präsident beim Eröffnungsspiel des Turniers, das Polen mit 3:0 gegen Argentinien gewann
Gastgeberinnen zählen zu den sechs Neulingen, während junge Spielerinnen auf ihrem Weg in das A-Nationalteam und zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ wertvolle Erfahrungen sammeln
„Es ist wichtig, den Fussball in allen Teilen der Welt zu fördern“, so Infantino
Zum Turnierstart in Polen erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino, die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™ mache deutlich, dass „Fussball für alle da ist“.
Die zwölfte Ausgabe des Wettbewerbs ist die zweite seit der Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften. Damit verfolgt die FIFA ihr Ziel, durch die Erweiterung ihrer Turniere im Männer- und Frauenfussball sowie in allen Altersklassen möglichst vielen ihrer 211 Mitgliedsverbände die Chance zu geben, sich auf der globalen Bühne zu präsentieren.
Im Anschluss an die inklusivste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ aller Zeiten mit erstmals 48 Teilnehmern bezeichnete Infantino das aktuelle Frauenturnier in Polen als einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem wahrhaft globalen Fussball und als ideale Einstimmung auf die erste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ in Südamerika, die nächstes Jahr in Brasilien stattfinden wird.
„Solche Turniere sind der Grund, warum es die FIFA gibt. Wir entwickeln diese Sportart weiter und fördern sie weltweit“, so Infantino. „Für die Mädchen, die hier spielen, dreht sich alles um den Fussball – denn sie lieben diesen Sport.“ Mit der Teilnahme an der U-20-Endrunde geht für sie ein Traum in Erfüllung, zumal dieses Turnierformat gewissermassen der letzte Schritt vor einer FIFA Frauen‑Weltmeisterschaft™ ist.
„Die nächste Auflage findet natürlich nächstes Jahr in Brasilien statt – das wird ein gigantisches und fantastisches Ereignis. „Bei der FIFA setzen wir uns dafür ein, den Fussball in allen Regionen der Welt zu fördern. Solche Turniere zeigen eindrücklich, dass der Sport wirklich für alle da ist.“
An den vier Spielorten Łódź, Katowice, Sosnowiec und Bielsko-Biała werden insgesamt 52 Partien ausgetragen, bei denen die besten U-20-Spielerinnen der Welt um den Pokal kämpfen, den die DVR Korea vor zwei Jahren in Kolumbien zum dritten Mal gewinnen konnte, womit man den damaligen Rekord einstellte.
„Ich freue mich sehr, wieder in Polen zu sein. Dieses Land liegt mir seit vielen, vielen Jahren sehr am Herzen. Ich war schon unheimlich oft in Polen“, so Infantino, der 2019 das U-20-Turnier der Männer im mitteleuropäischen Land verfolgte.
„Polen liebt den Fussball. Das Land blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Es ist eine wichtige europäische Nation. Die Tatsache, dass Polen erneut eine Endrunde ausrichten darf, zeugt vom Engagement des Landes für den Sport, aber auch für die Welt, für den Weltverband und für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ – und genau das schätzen wir sehr.“
An dem Turnier nehmen sechs Newcomer teil, darunter auch der Gastgeber, der zum ersten Mal auf diesem Niveau antritt. Für Neukaledonien und Benin ist es die erste Teilnahme an einem FIFA-Frauenturnier überhaupt, womit sich die Gesamtzahl der Debütanten bei den letzten beiden U-20-Frauen-Weltmeisterschaften auf zehn erhöht.
„Auch das ist Teil unserer Arbeit und gehört zu dem, was wir tun, um den Fussball allen zugänglich zu machen und die Kluft zwischen der Elite, die an der Spitze bleiben will, und dem Rest der Welt zu verringern. Denn diese Nationen holen definitiv auf und kommen jetzt nach Polen und in Zukunft in die ganze Welt“, ergänzte Infantino.
„Ein grosses Dankeschön geht an den Polnischen Fussballverband (PZPN) sowie an meinen sehr geschätzten Freund (Präsident) Cezary (Kulesza), der mit seinem Team beim PZPN grossartige Arbeit leistet. Jeden Tag können wir die Ergebnisse seiner Tätigkeit sehen – nicht zuletzt bei dieser Endrunde. In Polen sind wir alle willkommen, weshalb sich Besucher aus aller Welt hier schnell wie zu Hause fühlen. Vielen, vielen Dank.“
Nachdem Polen 2019 das U-20-Turnier der Männer veranstaltet und als Austragungsort für zahlreiche Wettbewerbe der europäischen Nationalmannschaften fungiert hat, organisiert das Land nun sein erstes FIFA-Turnier der Frauen.
„Zunächst einmal freue ich mich sehr, dass der Weltverband uns die Ausrichtung der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™ anvertraut hat, denn das zeugt von grosser Anerkennung gegenüber Polen und dem Polnischen Fussballverband“, betonte Präsident Kulesza, der neben dem FIFA-Präsidenten Platz nahm, als sein Team mit einem 3:0-Sieg gegen Argentinien in das erste Spiel der Gruppe A startete.
„Ich glaube, Gianni Infantino weiss auch die Bedeutung dieses Turniers zu schätzen. Da auch er den Fussball liebt, freuen wir uns, dass er hier zu Gast ist. Wir waren nicht überrascht, denn wir hatten geahnt, dass er zur Eröffnung kommen könnte, und wir wurden nicht enttäuscht. Jeder Verband freut sich sehr, wenn der weltweit führende Vertreter des Sports in sein Land kommt.“