FIFA
Samstag 11 Juli 2026, 20:25

Kapitän des US-Teams würdigt Vera für ihren selbstlosen Einsatz als heimliche Heldin

  • Ehrung der ehrenamtlichen Helferin Vera Gonzalez-Howard aus Seattle für ihren Einsatz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • Gonzalez-Howard trotz Krebsbehandlung auch bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ dabei

  • Besondere Würdigung von Gonzalez-Howard durch US-Kapitän Tim Ream am Unabhängigkeitstag

Die gebürtige Mexikanerin und heutige US-Bürgerin Vera Gonzalez-Howard kämpfte mit den Tränen, als Tim Ream, Kapitän des US-Nationalteams, ihr für ihren Einsatz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ dankte und ihr zum US-Unabhängigkeitstag einen festlich dekorierten Kuchen überreichte.

In Veras Engagement und Reaktion spiegeln sich die Tugenden wider, die viele ehrenamtliche Helfer auszeichnen: Stolz, Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit.

Die erfolgreiche Durchführung einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ erfordert hinter den Kulissen einen aussergewöhnlichen und enormen organisatorischen Aufwand. Der eigentliche Kitt, der das grösste Fussballturnier auf Erden zusammenhält, sind jedoch die unzähligen ehrenamtlichen Helfer, die in allen 16 Spielorten unermüdlich ihren Beitrag leisten.

Aus ihrer Heimatstadt Tumwater pendelt Vera täglich bis zu vier Stunden, um das Team-Services-Team auf der Trainingsanlage der University of Washington in Seattle zu unterstützen. Vera war ob der Ehrung als eine der heimlichen Heldinnen der FIFA in Seattle überwältigt, bestand jedoch darauf, die Ehrung im Namen aller ehrenamtlichen Helfer des Spielorts entgegenzunehmen.

„Bei Team Services betreuen wir die Teams, die hier trainieren, und unterstützen sie bei allem, was sie benötigen“, erklärte sie, wobei sie nach der warmherzigen Würdigung durch den Kapitän der US-Nationalmannschaft noch immer mit den Emotionen rang. „Wenn sie Wasser benötigen, bringen wir es ihnen. Wir helfen ihnen, ihre Ausrüstung vorzubereiten und wieder wegzuräumen. Ich mag es, dass wir einfach für sie da sind.“

„Es war eine unglaubliche Erfahrung. Mein Herz schlägt natürlich für die USA, aber gleich dahinter kommt die IR Iran. Die ganze Delegation war unheimlich nett und ist sehr offen auf uns zugegangen.“

FIFA World Cup 2026 volunteer Vera Gonzalez-Howard

Für Vera wurde der Einsatz als ehrenamtliche Helferin bei FIFA-Turnieren zu einer wertvollen Ablenkung von ihrer Krebsbehandlung – zunächst bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ in Portland (Oregon) und nun bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™.

„Nachdem ich an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war, musste ich mich einer Chemotherapie und weiteren Behandlungen unterziehen. Während der Klub-WM befand ich mich noch mitten in der Chemotherapie. Die Erfahrung war jedoch so positiv, dass ich mir sagte: ‚Das ist jede Anstrengung wert.‘ Auch wenn ich erschöpft war, zog ich es durch. Ich war unheimlich glücklich“, erzählte sie.

Dank ihrer Herzlichkeit und ihrer offenen Art wird Vera von den anderen ehrenamtlichen Helfern sehr geschätzt. Im Beisein ihrer Schwester Fatima und ihres Ehemanns Allan wurde Vera zunächst mit einem Kuchen in den Farben der US-Flagge und später mit einer Miniaturausgabe des FIFA WM-Pokals überrascht.

USA captain Tim Ream with FIFA World Cup 2026 volunteer Vera Gonzalez-Howard

Über die Arbeit als ehrenamtliche Helferin sagte Vera: „Die Begegnungen mit Gleichgesinnten sind ein absolutes Highlight, weil wir alle an einem Strang ziehen und helfen wollen. Genau das macht es aus: anderen zu helfen, Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit verschiedensten Hintergründen kennenzulernen und Freundschaften fürs Leben zu knüpfen.“

„Genau das macht für mich den Reiz aus: Mit manchen Leuten, die wir hier kennengelernt haben, halten wir den Kontakt. Wir teilen unsere Erlebnisse miteinander und verabreden uns immer wieder. Das tun wir inzwischen regelmässig. Ich finde, das ist etwas wirklich Wunderbares.“

„Anderen zu helfen, ist sehr bereichernd. Zudem lernt man neue Leute kennen, die einen ein Leben lang begleiten können.“