FIFA
Sonntag 05 Juli 2026, 22:00

Mutter und Tochter leben ihre Fussballbegeisterung als ehrenamtliche Helferinnen bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • Gemeinsamer Einsatz bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ für Mandii und Terry Pratt nach zwei Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements Seite an Seite

  • Rund 600 Freiwillige in Philadelphia als Teil der rund 50 000 ehrenamtlichen Helfer bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • Terry mit unbeirrbarem Einsatzwillen nach einer lebensverändernden Diagnose und Mandii als ständiger Begleiterin

Für Mandii und Terry Pratt stand bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit nie die Anzahl der Einsatzstunden oder die Menge der erledigten Aufgaben im Vordergrund. Es geht um Familie, Gemeinschaft und die gemeinsame Liebe zum Fussball, die dieses Mutter-Tochter-Duo seit fast 20 Jahren eng miteinander verbindet.

„Wir sagen oft, dass wir gemeinsam durch dick und dünn gehen“, sagte Mandii. „Wenn eine von uns etwas machen will, ist die andere sofort mit an Bord. Seit ungefähr 20 Jahren teilen wir beide die Begeisterung für den Fussball.“

Diese gemeinsame Abenteuerlust führte sie in die unterschiedlichsten Bereiche der Freiwilligenarbeit: vom Jugendfussball über Spiele des MLS-Klubs Philadelphia Union bis zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™, bei der sie heute gemeinsam in ihrer Heimatstadt tätig sind. Als alleinerziehende Mutter begleitete Terry ihre Kinder bei allem, was ihnen wichtig war. Mit der Zeit wurde daraus eine Leidenschaft, die sie bis heute prägt. „Was auch immer meine Kinder machen wollten, ich war dabei. Selbst wenn es mir nicht gefiel, machte ich mit, um Zeit mit ihnen zu verbringen“, erzählte sie. „Mit der Zeit habe ich Gefallen daran gefunden, weil ihre Begeisterung einfach ansteckend war.“

Mandii und Terry, die beide für den US-Postdienst arbeiten, setzten ihr gemeinsames Engagement auch bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ fort, bei der sie im Bereich Akkreditierung Gäste aus aller Welt willkommen hiessen. Abseits der Turniere engagieren sich die beiden weiterhin intensiv für Philadelphia Union im Rahmen des U-Serve-Programms des Klubs. Als besondere Auszeichnung durften sie einst den MLS Supporters’ Shield präsentieren – die Trophäe für das erfolgreichste Team der Regular Season. Für die beiden langjährigen Anhängerinnen des Klubs war dies ein ganz besonderer Moment.

Zu den besonderen Höhepunkten ihres Engagements bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zählt für Terry die Aufgabe, die Einlaufkinder vor der Partie auf das Spielfeld zu begleiten. „Gleich beim ersten Spiel durfte ich die Einlaufkinder auf das Spielfeld führen. Das war ein unglaublich schönes Erlebnis. Ich habe in der Vergangenheit viel mit Kindern gearbeitet, deshalb hat es mir besonders viel bedeutet, wieder mit Kindern zusammenzuarbeiten. Auf den Platz hinauszulaufen und die jubelnden Fans auf den Tribünen zu sehen, war etwas ganz Besonderes. Die Kinder waren aufgeregt und gleichzeitig ein wenig ängstlich, aber sie haben das fantastisch gemeistert. Ich war unheimlich stolz auf sie.“

Im vergangenen Herbst wurde Terry während eines Einsatzes für die FIFA zur Rekrutierung weiterer ehrenamtlicher Helfer auf dem Rückweg von ihrer Mittagspause plötzlich desorientiert. Kurz darauf erhielt sie eine Diagnose, die ihr Leben für immer verändern sollte: Hirntumor. Doch ihr Kampfgeist ist ungebrochen. Heute lebt Terry ihren Traum von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ als ehrenamtliche Helferin im Bereich Bereitstellung von Partnerrechten. An ihrer Seite steht erneut Mandii, die diesmal im Wettbewerbsmanagement tätig ist.

„Sie ist die perfekte Begleiterin, weil sie abenteuerlustig ist und gerne Neues ausprobiert. Dass wir eine solche Beziehung zueinander haben, bedeutet mir unendlich viel“, sagte Terry. Mandii sieht das genauso. „Sie ist meine beste Freundin“, erklärte sie. „Mit niemand anderem würde ich diese Erfahrungen teilen wollen. Sie steht für mich an erster Stelle.“

Ihre aussergewöhnliche Beziehung ist längst auch anderen aufgefallen. Frankreichs Nationalspieler Aurélien Tchouaméni überraschte die beiden mit einer Videobotschaft auf der Stadionleinwand und sprach ihnen seinen persönlichen Dank für ihren Einsatz aus. „Hallo Terry und Mandii, Aurélien Tchouaméni hier. Ich möchte euch einfach für alles danken, was ihr für die Weltmeisterschaft und für eure Gemeinschaft leistet. Ich hoffe, euch bald bei einem unserer Spiele zu sehen. Zudem habe ich gehört, dass ihr Fans von Real Madrid seid – vielleicht sehen wir uns ja eines Tages in Madrid. Nochmals vielen Dank für euer Engagement. Das verdient höchste Anerkennung.“

Für Mandii geht es bei dieser Erfahrung um weit mehr als nur die Spiele selbst. „Bisher hat es unglaublich viel Spass gemacht. Neben dem Turnier selbst sind vor allem die Begegnungen mit den anderen ehrenamtlichen Helfern etwas ganz Besonderes“, sagte sie. „Hier kommen Menschen aus der ganzen Welt zusammen – mit unterschiedlichen Hintergründen und Sprachen. Allein der Austausch mit den anderen Freiwilligen war eine einzigartige Erfahrung.“

Ehrenamtliche Helfer wie Mandii und Terry sind das Herzstück dessen, was die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Ihre Geschichte macht deutlich, dass die WM weit über den Fussball hinausgeht. Sie lebt von den Menschen sowie deren Begegnungen, deren Hoffnungen und den Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben.