Mittwoch 27 Januar 2016, 07:27

Wichtige Veteranen und ein letaler Linksfuß

Im jüngsten Statistikrückblick auf FIFA.comgeht es um die Mittdreißiger Clemens Fritz, Claudio Pizarro und Aritz Aduriz sowie um ein argentinisches Freundschaftsspiel, in dem es alles andere als freundlich zuging.

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Tore hat Aritz Aduriz in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits erzielt, nachdem er am Sonntag erneut jubeln konnte. Eine beeindruckende Ausbeute. In den fünf Topligen Europas waren in der Saison 2015/16 nur drei Spieler noch besser als er, nämlich Luis Suárez (29), Cristiano Ronaldo und Pierre-Emerick Aubameyang (beide 27). Der Stürmer von Athletic Bilbao, der in zwei Wochen 35 Jahre alt wird, konnte am Wochenende erneut zwei Torerfolge verbuchen und verhalf seinem Team damit zu einem 5:2-Erfolg gegen den baskischen Rivalen SD Eibar. Einer seiner Treffer war ein spektakulärer Seitfallzieher. Zuvor hatte er bei Athletics 1:2-Niederlage gegen den FC Barcelona bereits einen Treffer erzielt. Gegen die Katalanen kann Aduriz seit Luis Enriques Amtsübernahme mittlerweile sechs Tore verbuchen, mehr als jeder andere Spieler. Der Stürmerroutinier nimmt auch in der Torjägerliste der UEFA Europa League eine führende Stellung ein. Während der Gruppenphase traf er sechs Mal ins Schwarze.

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Treffer in der italienischen Serie A hat Paulo Dybala in dieser Saison bereits erzielt, alle mit dem linken Fuß. Damit ist Dybala in dieser Saison der effektivste Linksfuß der fünf europäischen Topligen. An zweiter Stelle rangiert Lucas Perez von Deportivo La Coruña mit elf linksfüßigen Toren, gefolgt von Lionel Messi (normalerweise an der Spitze dieser Statistik zu finden) und Riyad Mahrez, die beide zehn Treffer für sich verbuchen können. Der Star von Juventus Turin hat außerdem viele Torchancen herausgespielt. In der Serie A bringt er es auf sieben Assists und hat damit die Hälfte aller 38 Tore seines Teams in der italienischen Liga entweder selbst erzielt oder aufgelegt. Dybalas Form hat eine entscheidende Rolle bei Juves jüngster Positivserie gespielt, die am Sonntag mit dem sechsten Heimsieg in Folge gegen den AS Rom auf elf Siege in Folge ausgebaut werden konnte.

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Rote Karten hagelte es in der Partie zwischen den Boca Juniors und River Plate am Samstag, einem Freundschaftsspiel, bei dem es alles andere als freundlich zuging. Außerdem wurden neun Gelbe Karten verteilt und es gab insgesamt 40 Fouls in diesem Superclásico, der in der Spielpause der argentinischen Liga im Badeort Mar de Plata stattfand. Tore waren hingegen eher Mangelware. Leonardo Pisculichi – der später ebenfalls des Feldes verwiesen wurde – erzielte den Siegtreffer für River per Elfmeter. Verursacher war kein Geringerer als Carlos Tévez.

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Jahre, fünf Monate und sechs Tage nach seinem letzten Bundesligator fand Clemens Fritz am Sonntag endlich seinen Torriecher wieder. Besonders schön war es für den 35-Jährigen, dass der lang ersehnte Treffer ausgerechnet in seinem 300. Bundesligaspiel fiel – nachdem ihm bei den letzten 115 Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse ein Treffer versagt geblieben war. Beim 3:1-Sieg seines Teams Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 glänzte Fritz außerdem mit zwei Vorlagen, von denen eine von Claudio Pizarro verwertet wurde, einem weiteren Werder-Veteran. Der 37-jährige Peruaner ist bereits jetzt der torgefährlichste Ausländer in der Bundesligageschichte und nach diesem letzten Treffer, seinem 179. in der Liga, belegt er nun in der ewigen Liste gemeinsam mit Stefan Kuntz den sechsten Platz. Robert Lewandowski erzielte derweil am Freitag seine Bundesliga-Treffer Nummer  107 und 108 und ist damit nach Gerd Müller, Klaus Fischer und Jupp Heynckes erst der vierte Spieler in der Geschichte der Liga, dem es gelingt, in fünf Spielzeiten in Folge mindestens 17 Treffer zu erzielen.

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Tore hat Arsenal London in den letzten sechs Partien gegen den FC Chelsea erzielt. Das ist die längste Torlosserie des Teams gegen einen Gegner in der englischen Premier League. Die Gunners haben gegen ihren Angstgegner und Stadtrivalen außerdem mehr Rote Karten kassiert als jeder andere Klub, nachdem Per Mertesacker beim letzten Aufeinandertreffen den siebten Premier League-Platzverweis des Klubs in diesem Duell sah. Insgesamt war dies die 80. Rote Karte für Arsenal seit Einführung der Liga, womit das Team hinter Everton (81) in der Statistik den zweiten Platz belegt. Chelseas 1:0-Sieg im Emirates Stadium war auf jeden Fall eine gute Nachricht für Leicester City, das sich mit einem 3:0-Erfolg gegen Stoke City wieder an die Tabellenspitze schob. In der Geschichte der Premier League ist das Team von Claudio Ranieri seit Newcastle United vor genau zwei Jahrzehnten der erste Klub außer den vier traditionellen Spitzenklubs und Manchester City, der in diesem fortgeschrittenen Stadium der Saison an der Tabellenspitze rangiert.