FIFA
Freitag 06 November 2026, 08:00

Ein Tag im Leben von … Valentina Grossi

Valentina Grossi - Youth Olympic Games Dakar 2026 - A day in the life of
  • Die FIFA-Unterbringungskoordinatorin Valentina Grossi gewährt einen Einblick hinter die Kulissen ihrer Arbeit an den Futsal-Turnieren der Olympischen Jugendspiele 2026 in Dakar

  • Von der Koordination mit den Hotels bis hin zur Betreuung der Schiedsrichter sorgt Grossi dafür, dass sich die Spieloffiziellen voll und ganz auf ihre Aufgaben konzentrieren können

  • Die FIFA-Mitarbeiterin blickt auf die Zusammenarbeit mit Kollegen aus verschiedenen Kulturen zurück und erzählt von ihrem unvergesslichsten Turnier-Erlebnis

Die FIFA ist für die Organisation der Futsalturniere der Männer und Frauen bei den Olympischen Jugendspielen 2026 in Dakar (Senegal) zuständig. Hinter den Kulissen sorgt ein engagiertes Team dafür, dass es den Spieloffiziellen während der Turniere an nichts fehlt. Mit dabei ist auch Unterbringungskoordinatorin Valentina Grossi, die seit zwei Jahren bei der FIFA in der Abteilung für Unterbringung arbeitet.

Was ist deine Aufgabe?

Hier in Dakar kümmere ich mich vor allem um das Schiedsrichterhotel, wo ich eng mit dem Hotelpersonal zusammenarbeite, damit alles reibungslos abläuft. Das ist wichtig, damit die Spieloffiziellen während des gesamten Turniers erstklassige Leistungen erbringen können. Ihr Wohlergehen ist ein sehr wichtiger Teil meiner Arbeit.

Zu diesem Zweck kontrolliere ich die Sitzungszimmer, die Verpflegungsangebote sowie die Kosten für Speisen und Getränke und kläre etwaige Probleme, die den Aufenthalt beeinträchtigen könnten. Zudem unterstütze ich unseren Projektleiter im FIFA-Personalhotel.

Wie sieht für dich ein typischer Turniertag aus?

Normalerweise beginne ich meinen Tag in unserem Büro im FIFA-Personalhotel, indem ich meine E-Mails und Nachrichten lese. Um 10 Uhr findet unsere Teambesprechung statt, bei der ich mit dem Team dringende Probleme besprechen kann. Gegen 11 Uhr fahre ich ins Schiedsrichterhotel. Die Fahrt dauert 20 bis 30 Minuten, was mir gefällt, weil ich so auch etwas von der Stadt sehe.

Am Abend zuvor erkundige ich mich in der Regel bei meinen Kollegen vom FIFA-Schiedsrichterteam nach etwaigen Rückmeldungen der Spieloffiziellen. So weiss ich schon vor meiner Ankunft, worauf ich achten muss.

Im Hotel kläre ich mit meinem Ansprechpartner vom Personal etwaige Probleme. Danach kontrolliere ich das Restaurant und die Sitzungszimmer, um mich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Das beinhaltet auch die Kaffeestation, da diese sehr wichtig ist. Ausserdem versuche ich immer, direkt mit den Spieloffiziellen zu reden, um zu erfahren, wie ihnen der Aufenthalt gefällt. Ihre Rückmeldungen sind unglaublich wertvoll.

Was sind deine grössten Herausforderungen?

Manchmal sind es kleine Dinge, die dringend sind. Bei diesem Turnier gab es im Schiedsrichterhotel zum Beispiel keine Pasta. Ich habe auch das Essen probiert und fand es ziemlich scharf.

Ich war mir nicht sicher, ob nur ich das so empfand. Ich habe deshalb mit einigen Spieloffiziellen gesprochen, die meinen Eindruck schliesslich bestätigt haben. Ich habe beide Punkte mit dem Hotel besprochen. Danach wurde Pasta sofort auf die Speisekarte gesetzt, und einige Gerichte wurden weniger scharf zubereitet. Wir haben eine gute Lösung gefunden. Alle waren mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Spieloffiziellen müssen sich richtig ernähren. Das Essen hat deshalb oberste Priorität. Den Leuten ist nicht immer bewusst, wie viel Arbeit in einer Veranstaltung steckt, auch wenn sie nur in kleinerem Rahmen stattfindet. Dahinter steckt viel Vorbereitungs- und Koordinationsarbeit, von der Organisation der Unterkünfte bis hin zur täglichen Kommunikation mit den Hotels.

Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit bei der FIFA?

Am liebsten bin ich vor Ort bei Veranstaltungen und Turnieren und unterstütze den täglichen Hotelbetrieb. Das ist eine schöne Abwechslung zu meiner üblichen Arbeit am FIFA-Sitz in Zürich. Ich mag es, die Länder und Kulturen bei Turnieren kennenzulernen.

Ich habe schon immer gerne neue Orte erkundet und neue Menschen kennengelernt. Während meines Studiums habe ich im Ausland gelebt, u. a. in Spanien, und interessiere mich seither noch mehr für neue Kulturen.

Diesen Aspekt schätze ich auch an meiner Arbeit bei der FIFA. Selbst in unserem Team sind etwa 15 verschiedene Nationalitäten vertreten. Ich finde es faszinierend, mit Kollegen aus so vielen verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen.

Was ist dein schönstes FIFA-Erlebnis?

Das Finale der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2025 in Chile. Es war mein erstes Turnier und das erste Mal, dass ich so nah bei den Teams war. Ich war fünf Wochen in Santiago. Das war eine grossartige Erfahrung.

Ich habe mich vor allem um das marokkanische Team gekümmert und mich daher sehr über dessen Sieg gefreut. Wir hatten so viel Zeit miteinander verbracht. Ich habe mich wirklich gefreut, dass das Hotelpersonal gemeinsam mit den marokkanischen Spielern diesen Erfolg feiern konnte.

Diesen Moment werde ich nie vergessen, zumal er allen Beteiligten so viel bedeutet hat.

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Mehr erfahren über die Futsal-Turniere der Olympischen Jugendspiele in Dakar 2026  Hier sind alle Turnierinformationen, Spielpläne, Resultate und die neuesten Nachrichten zum Wettbewerb zu finden.

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