FIFA
Mittwoch 24 Februar 2016, 08:25

Tore in Hülle und Fülle

Ein bolivianischer Traditionsverein und ein argentinischer Superstar beendeten ganz unterschiedliche Durststrecken, wie FIFA.com im Statistik-Rückblick berichtet. Zudem gab es neue Rekorde an der australischen West- und der spanischen Ostküste.

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Jahre und 48 Spiele nach dem letzten Auswärtssieg in der Copa Libertadores hat der bolivianische Klub The Strongest nun endlich wieder einen Erfolg in der Fremde eingefahren – und das gleich bei einem dreimaligen Titelträger. 1982 hatte das Team mit 2:1 beim ebenfalls bolivianischen Klub Jorge Wilstermann gewonnen. In den Jahren darauf hatte der älteste noch bestehende bolivianische Verein auswärts 41 Niederlagen kassiert und gerade einmal sieben Unentschieden geholt. Dass diese Serie nun ausgerechnet gegen den FC São Paulo reißen würde, hatte wohl kaum jemand erwartet. Schließlich hatten die Brasilianer ihre letzten fünf Heimspiele in der Copa Libertadores allesamt ohne ein einziges Gegentor gewonnen. Mit einem Kopfballtreffer in der zweiten Halbzeit sorgte Matías Alonso dann jedoch für den ersten Sieg von The Strongest unter dem neuen Trainer Mauricio Soria.

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Siege in Folge lautet seit Samstag der verbesserte nationale Rekord des serbischen Klubs Crvena Zvezda. Der Europapokalgewinner von 1990/91 hatte eigentlich auf einen leichten Sieg gegen die Gäste von Mladost Lucani spekuliert. Letztlich fiel der erste Treffer der Partie jedoch erst in der 73. Minute, als Neuzugang Damien Le Tallec die Platzherren in Führung köpfte. Kurz darauf glich Stevan Lukovic, der seine Karriere bei Crvena Zvezda begonnen hatte, mit einem Flachschuss aus. Erst in der Schlussphase gelang Hugo Vieira dann der Siegtreffer für die Belgrader. Für den portugiesischen Stürmer war es das neunte Tor in den letzten fünf Spielen. Crvena Zvezda liegt volle 25 Punkte vor dem Tabellenzweiten Borac Cacak, was umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass eigentlich der Lokalrivale Partizan Belgrad, der acht der letzten neun Meistertitel holte, erneut als Favorit in die Saison 2015/16 gestartet war. Die Erzrivalen treffen am kommenden Wochenende zum Belgrader "Ewigen Derby" aufeinander.

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Stunden und elf Minuten benötigte Lionel Messi, um endlich zu einem Torerfolg gegen Petr Cech zu kommen. Der argentinische Superstar in Diensten des FC Barcelona hatte in sechs Partien, in denen der Tscheche im Tor des Chelsea FC stand, nicht getroffen. 19 Minuten vor Ende der gestrigen Champions-League-Partie gegen Arsenal FC war es nun endlich so weit. Neymar nahm einen von Gerard Piqué geklärten Ball in der eigenen Hälfte auf. Nach einem cleveren Doppelpass mit Suárez spielte Neymar dann die perfekte Vorlage, die Messi zum Torerfolg nutzte. Kurz darauf wurde es für Arsenal noch schlimmer: 47 Sekunden nach seiner Einwechslung verursachte Mathieu Flamini durch ein Foul an Messi einen Elfmeter, den der Gefoulte selbst zum 2:0-Sieg verwandelte. Somit hat La Pulga seit Jahresbeginn in allen Wettbewerben bereits 16 Tore erzielt – mehr als alle anderen in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien aktiven Spieler.

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Tore von neun Torschützen gab es am Samstag in einem Spiel der australischen A-League zu sehen. Brisbane Roar führte zwischenzeitlich mit 2:1 und mit 3:2, doch bis zur Pause legte Perth Glory noch zwei Treffer nach, so dass es erstmals in einem A-League-Spiel sieben Tore in einer ersten Halbzeit gab. In der zweiten Halbzeit ließ Perth noch zwei Tore folgen und hat nun erstmals in der Klubgeschichte fünf Siege in Folge zu Buche stehen. Erst zum dritten Mal trafen mehr als acht Spieler in einem Spiel der höchsten australischen Spielklasse. Dies hatte es bislang nur in den Partien zwischen den Central Coast Mariners und dem FC Sydney 2008 (4:5) und zwischen Adelaide City und Mooroolbark 1977 (10:3) gegeben, damals noch in der National Soccer League. Zudem war es erst das fünfte Mal, dass neun Tore in einem A-League-Spiel fielen. Der Gesamtrekord wäre sicher in Gefahr gewesen, hätte Torhüter Ante Covic nicht mit zahlreichen Glanzparaden aufgewartet. Der 40-jährige Torhüter verrenkte sich einen Finger, als er in der 57 Minute einen Ball abblockte, ließ ihn auf dem Platz vom Mannschaftsarzt wieder einrenken und zeigte danach noch zwei starke Paraden. Perth hatte an den ersten 14 Spieltagen nur 15 Tore erzielt, ließ nun jedoch allein in den letzten fünf Partien 18 Treffer folgen und liegt nur noch einen Punkt und einen Platz hinter den Qualifikationsplätzen für die Playoff-Runde.

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Tore in der ersten Halbzeit eines UEFA Europa-League-Spiels erzielte Valencia CF am vergangenen Donnerstag als erstes Team aller Zeiten. An allen war Santi Mina beteiligt, der zwei Treffer selbst erzielte und drei Vorlagen spielte, noch bevor 35 Minuten absolviert waren. In der Schlussphase erhöhte Rodrigo Moreno noch auf den Endstand von 6:0. Damit stellten die Spanier den Rekordsieg von Steaua Bukarest gegen Aalborg BK in der Turnierauflage 2014 ein – ein schönes Geschenk zum 41. Geburtstag für Trainer Gary Neville. Der Engländer, der bereits eine 0:7-Pleite bei Barcelona erlebte und zehn Spieltage lang auf seinen ersten Sieg in der Liga warten musste, hat nun (einschließlich des 2:1-Sieges am Sonntag in Granada) drei Siege in Folge bejubelt.