Intensive praktische und theoretische Vorbereitung der Eliteschiedsrichter in Brasilien
Spieloffizielle ebenso professionell in der Vorbereitung wie die Spieler, so FIFA-Schiedsrichterdirektor Massimo Busacca
Aufgebot der Spieloffiziellen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ nach Seminaren mit Schiedsrichtern aller Konföderationen
Die FIFA setzt alles daran, dass die Spieloffiziellen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ diesen Sommer in Kanada, Mexiko und den USA in Bestform sind, und hat daher in Rio de Janeiro das erste einer Reihe von intensiven Schiedsrichterseminaren durchgeführt.
24 Spitzenschiedsrichter aus 16 CONMEBOL- und Concacaf-Ländern feilten dabei an ihrer Technik und ihrer Vorbereitung auf das Turnier.
Während einer Woche absolvierten die Teilnehmenden ein intensives Programm, bestehend aus morgendlichen Trainings auf dem Spielfeld sowie Theorieblöcken am Nachmittag. Für möglichst realistische Spielszenarien übten die Spieloffiziellen zudem mit dem U-20-Team von Olaria, einem Traditionsverein aus Rio de Janeiro. FIFA-Schiedsrichterdirektor Massimo Busacca leitete die Übungen, die er gemeinsam mit Pierluigi Collina, dem Vorsitzenden der FIFA-Schiedsrichterkommission, zusammengestellt hatte.
Massimo Busacca betonte, dass sich die Spieloffiziellen genauso professionell und akribisch vorbereiten müssten wie die Spieler, die in diesem Sommer auf der grössten Fussballbühne der Welt auflaufen werden. Anpfiff ist am 11. Juni. Den Schlusspunkt setzt das Finale am 19. Juli im MetLife-Stadion in New York/New Jersey.
„Die Schiedsrichter müssen immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Wir müssen jeden Tag auf dem Platz trainieren genau wie die Topspieler“, erklärte er. „Das ist sehr wichtig und unverzichtbar. Schon in fünf Monaten beginnt die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft. Für unsere Spieloffiziellen ist dieses Seminar daher sehr wichtig.“
Spielsimulationen, Fitnessübungen und medizinische Untersuchungen bildeten das Morgenprogramm für die Schiedsrichter, die trotz all der neuen technischen Hilfsmittel weiterhin das letzte Wort auf dem Platz haben.
Nach der Vergrösserung des Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Teams sind die Anforderungen an die Schiedsrichter nochmals gestiegen.
„Angesichts der intensiven Vorbereitung bin ich sehr zuversichtlich“, sagte Massimo Busacca. „Technisch, physisch und medizinisch achten wir auf jedes Detail, damit die Spieloffiziellen bestens vorbereitet sind.“
Die US-Amerikanerin Tori Penso, die bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™ das Finale geleitet hatte, schätzte den breiten Fokus des Seminars.
„Bei diesem Seminar arbeiten wir an verschiedenen Dingen, etwa an einer konsequenten Entscheidungsfindung“, betonte sie. „Zu diesem Zweck studieren wir Videos und technische Analysen. Am Morgen arbeiten wir auf dem Rasen an unserer Fitness und den mentalen Aspekten des Fussballs und üben mit Spielern Schlüsselsituationen. Auf dem Spielfeld sind wir echt gefordert. Und dann ist da noch der Theorieunterricht mit technischen Analysen. Medizin ist auch ein wichtiges Thema, etwa wie wir uns körperlich und seelisch noch besser auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft vorbereiten können.“
Tori Penso freut sich und fühlt sich geehrt, zum möglichen Kreis von Spieloffiziellen für das grösste Turnier der Welt zu gehören.
„Mit einem Aufgebot für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 würde ein absoluter Traum wahr werden“, sagte sie. „Ich träume schon sehr lange davon und hätte nicht gedacht, dass es überhaupt möglich wäre. Hier auf dieser Bühne zu sein, ist daher ein riesiges Privileg. Das meine ich ernst.“
Die systematische Vorbereitung der Schiedsrichter wird mit weiteren Seminaren in Doha (Katar) für die Spieloffiziellen der AFC, CAF und OFC sowie in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) für die Schiedsrichter der UEFA fortgesetzt. Nach den Seminaren wird die FIFA-Schiedsrichterkommission das Aufgebot der Spieloffiziellen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ bekannt geben.