FIFA
Montag 26 Oktober 2026, 08:00

FIFA-Spielerausschuss bekräftigt entschlossenen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung: „Unsere Mission ist klar“

PARIS, FRANCE - OCTOBER 19: FIFA Players' Voice Panel annual meeting at FIFA Paris Office on October 19, 2026 in Paris, France. (Photo by Kristy Sparow/FIFA)
  • Sitzung des Spielerausschusses im FIFA-Büro in Paris zur Bilanz der Massnahmen gegen Rassismus bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ und zur Planung künftiger Aktivitäten

  • Spielerausschuss: „Wir stehen erst am Anfang. Es kommt noch mehr“

  • Präsentationen zum FIFA-Programm „Football for Schools“ und zum FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien

Der von seinem Ehrenkapitän George Weah geleitete FIFA-Spielerausschussist nach den Fortschritten im ersten Jahr entschlossener denn je, Rassismus aus dem Fussball zu verbannen und betont: „Es kommt noch mehr.“

Der im September 2025 gegründete Spielerausschuss besteht aus 16 ehemaligen Fussballerinnen und Fussballern aus 14 FIFA-Mitgliedsverbänden aller sechs Konföderationen. Er überwacht die Strategien zur Bekämpfung von Rassismus, berät bei deren Umsetzung, beteiligt sich an Bildungsinitiativen und bringt seine Erfahrungen und seinen Einfluss in Reformprozesse ein.

Der Spielerausschuss arbeitet unter dem Dach der globalen FIFA-Motion gegen Rassismus, mit deren Hilfe der Weltfussballverband alle Formen von Rassismus im Fussball mit einer klaren Nulltoleranzpolitik bekämpft. „Nach unserem jüngsten Treffen bekräftigt der FIFA-Spielerausschuss unter der Leitung von George Weah sein uneingeschränktes Engagement im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung im Fussball“, erklärte das Gremium in einer Stellungnahme nach seinem ersten Treffen seit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in Paris (Frankreich).

„Im Rahmen des von der FIFA festgelegten und vom FIFA-Kongress genehmigten Mandats vereint der Spielerausschuss unabhängige Stimmen, Sichtweisen und Erfahrungen. Seine Mitglieder können ihre Ansichten frei äussern, sich ein unabhängiges Urteil bilden und der FIFA offene und konstruktive Empfehlungen unterbreiten. Gleichzeitig arbeiten sie eng mit der FIFA-Administration an unserer gemeinsamen Mission: der Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung im Fussball.

„Diese Aufgabe ist das einzige Mandat des Spielerausschusses. Seine gemeinsamen Aktivitäten und Zuständigkeiten sind innerhalb des institutionellen Rahmens der FIFA weiterhin ausschliesslich auf dieses Ziel ausgerichtet. Angelegenheiten ausserhalb dieses Mandats fallen nicht in den Aufgabenbereich des Gremiums.

FIFA Players' Voice Panel annual meeting

„Nach unserem ersten Arbeitsjahr werden wir in Kürze einen umfassenden Jahresbericht vorlegen, in dem wir unsere Erfolge und die nächsten Schritte unserer gemeinsamen Bemühungen darlegen. Nichts soll uns von dieser grundlegenden Mission ablenken. Wir haben ein klares Ziel, für das wir uns mit aller Entschlossenheit einsetzen. Wir stehen erst am Anfang. Es kommt noch mehr.“

Die persönlich am FIFA-Standort in Paris sowie online teilnehmenden Mitglieder des Ausschusses wurden von Gelson Fernandes, stellvertretender FIFA-Direktor Mitgliedsverbände, und Gerd Dembowski, Leiter der FIFA-Abteilung für Menschenrechte und Diskriminierungsbekämpfung, begleitet. Die beiden vertreten seitens der FIFA das Sekretariat des Gremiums. Gemeinsam blickten die Teilnehmenden auf die vergangene FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zurück und erörterten wichtige Handlungsbereiche.

FIFA Players' Voice Panel annual meeting

Der Ausschuss prüfte zudem Strategien, um die FIFA-Botschaft gegen Rassismus künftig noch stärker zu verbreiten, insbesondere beim nächsten FIFA-Kongress im März und bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ in Brasilien.

„Wir können und müssen noch mehr tun. Genau darum ging es bei unserem Treffen hier in Paris. Wir kommen zusammen und überlegen gemeinsam, was noch getan werden muss“, erklärte Weah, der 1995 als erster Afrikaner zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gekürt wurde und von 2018 bis 2024 das Amt des Präsidenten von Liberia innehatte. „Wir sind entschlossener denn je, Rassismus im Fussball auszumerzen.“

Franck Castillo, Direktor des FIFA-Programms „Football for Schools“, stellte den Mitgliedern das inklusive Programm vor und erläuterte, wie diese Initiative Millionen von Kindern weltweit dabei hilft, durch den Fussball wichtige Lebenskompetenzen zu erwerben. Bildung ist ein Grundpfeiler der Arbeit des FIFA-Spielerausschusses, der auch eng mit „Football for Schools“ zusammenarbeitet.

FIFA Players' Voice Panel annual meeting

Eine weitere Präsentation widmete sich dem FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien (SMPS). Dieser soll die psychische Gesundheit aller Personen schützen, die an FIFA-Turnieren beteiligt sind oder den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden angehören, indem potenziell schädliche Inhalte auf ihren Social-Media-Konten überwacht und blockiert werden.

Während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ analysierte der SMPS mehr als 17,1 Millionen Posts und Kommentare, stufte 240 000 als missbräuchlich ein und blockierte über sieben Millionen potenziell schädliche Kommentare oder Spamnachrichten. Mehr als 2900 Konten wurden zur weiteren Untersuchung gemeldet, wobei 786 Fälle direkt an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet wurden. Damit unterstrich die FIFA ihre Botschaft, dass Hass und Missbrauch im Internet auch im realen Leben Konsequenzen haben.

„Sie haben fantastische Arbeit geleistet und Dinge aufgedeckt, die uns verborgen geblieben sind“, lobte Weah die Arbeit des SMPS. „Das unterstreicht, dass sie für Ordnung sorgen und dies auch in Zukunft tun können, damit der Fussball ein sauberes Spiel bleibt.“