Dank von Gianni Infantino an die 211 FIFA-Mitgliedsverbände für ihre Unterstützung in den letzten zehn Jahren
„Jedes Kind soll dank der FIFA rund um die Welt die Chance zum Träumen haben“, so der FIFA-Präsident
Vancouver Schauplatz von sieben Spielen bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™
FIFA-Präsident Gianni Infantino dankte in seiner Rede beim 76. FIFA-Kongress in Vancouver (Kanada) den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden für die Unterstützung und die Fortschritte in den letzten zehn Jahren und gab seine erneute Kandidatur für 2027 bekannt.
„Ich möchte den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden zuerst sagen, dass ich im nächsten Jahr als FIFA-Präsident erneut kandidieren werde“, sagte er in seiner Schlussansprache vor den Delegierten. „Vielen Dank für Ihre Unterstützung in den letzten zehn Jahren, Ihre Unterstützung heute, Ihre Arbeit, Ihre Fortschritte, Ihre Begeisterung für den Fussball, Ihr Engagement und Ihre Leidenschaft.“
Zuvor hatte Gianni Infantino in seiner Rede vor dem Kongress erklärt, dass jedes Kind dank der FIFA rund um die Welt die Möglichkeit haben solle, Fussball zu spielen. Des Weiteren betonte er, dass alle 211 Mitgliedsverbände den gleichen Status hätten und die Einnahmen aus den FIFA-Wettbewerben in die weltweite Fussballförderung reinvestiert würden.
„Es gilt ein einfaches Prinzip. Die FIFA hat 211 Mitglieder, die alle gleichberechtigt sind“, sagte er. „Wir behandeln alle gleich. Keiner wird zurückgelassen. Wir investieren, engagieren uns und sorgen dafür, dass alle 211 in das globale Gefüge des Fussballs eingebunden werden.“
„Die Einnahmen, die wir mit einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft, einer FIFA Klub-Weltmeisterschaft, einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft, einer FIFA Frauen-Klub-Weltmeisterschaft und so weiter erzielen können, kommen der ganzen Welt zugute“, fügte er hinzu. „Wir wollen jedem Kind überall auf der Welt eine Gelegenheit, Chance und Möglichkeit geben, zu träumen und daran zu glauben, dass die Träume wahr werden. Und selbst wenn sie nicht wahr werden, sollen sie beim Fussball immerhin gemeinsam Spass haben.“
Gianni Infantino, der am 26. Februar 2016 beim ausserordentlichen Kongress in Zürich (Schweiz) erstmals gewählt wurde, betonte des Weiteren, dass die FIFA nun eine respektierte, verlässliche und wahrhaft globale Organisation sei, die dank den umgesetzten Führungsreformen einen Platz an der Spitze einnehme.
„Von Agenturen der Vereinten Nationen über Regierungen bis hin zu den höchsten Wirtschaftskreisen sind wir präsent, vor Ort, bringen uns ein und bewirken echte und spürbare Veränderungen“, erklärte er. Die FIFA konzentriert sich zudem auf die Förderung und die Ausrichtung von Wettbewerben, um den Fussball wirklich zu globalisieren. Über das FIFA-Forward-Programm hat die FIFA in den letzten zehn Jahren USD 5 Milliarden in die globale Fussballförderung investiert. Für den nächsten Vierjahreszyklus dieses Vorzeigeprogramms (2027–2031) werden die Investitionen nochmals um 20 % auf USD 2,7 Milliarden erhöht. Die FIFA-Mitgliedsverbände erhalten damit achtmal mehr für die Fussballförderung als vor 2016. Hinzu kommen weitere Programme wie das FIFA-Talentförderprogramm, das FIFA-Programm „Football for Schools“ und das FIFA-Arena-Programm, mit dem bis 2031 in benachteiligten städtischen und ländlichen Gebieten 1000 Minifelder errichtet werden sollen.
„Es ist herrlich, dass alle diese Plätze haben wollen und bereit sind, zu investieren und uns bei der Finanzierung zu unterstützen“, sagte der FIFA-Präsident.
Er verwies auf weitere FIFA-Initiativen, über die in den Medien kaum berichtet wird, wie die FIFA-Abrechnungsstelle, dank der bei jedem Spielertransfer ein Anteil der Ablösesumme an den Verein geht, bei dem der Spieler seine Karriere begonnen hat. In vielen Fällen handelt es sich dabei um kleine Vereine mit begrenzten Einnahmequellen.
„Wir haben bereits mehr als USD 500 Millionen an diese Klubs verteilt, die darauf angewiesen sind und zuvor nicht einmal ein Bankkonto hatten. In vielen Ländern sind es Amateurklubs, die nicht die Möglichkeit haben, mehrere Zehn- oder Hunderttausend Dollar für den Transfer eines Spielers zu erhalten. Darum geht es“, hielt er fest.
Der FIFA-Präsident betonte neben Führungs- und Entwicklungsaspekten auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Fussballs, insbesondere angesichts der Verhältnisse in Nordamerika, wo die Vermarktung des Sports neue Dimensionen erreicht habe, wie er selbst gesehen habe.
Der 76. FIFA-Kongress in Bildern
In Vancouver werden bei der vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 anstehenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ insgesamt sieben Spiele ausgetragen.
„In genau sechs Wochen starten wir die grösste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft und werden die Welt definitiv vereinen“, bekräftigte der FIFA-Präsident. „Drei Länder – Kanada, Mexiko und die USA –, 16 fantastische Spielorte und 48 teilnehmende Nationen. Ein Blick auf die Länder, die sich nicht qualifiziert haben, unterstreicht die Klasse der Länder, die sich für diese WM qualifiziert haben.“
„Auf dem Programm stehen 104 Spiele mit sieben Millionen Menschen in den Stadien und sechs Milliarden Zuschauern“, fügte er hinzu. „Wenn das nicht Grund genug ist, zuversichtlich und glücklich zu sein, weiss ich nicht, was wir noch tun können.“