Treffen mit Libanons Staatspräsident Joseph Aoun und Ministerpräsident Nawaf Salam
Gespräche mit der Regierung und dem libanesischen Fussballverband über die Weiterentwicklung des Sports
Übergabe eines libanesischen Passes an Infantino
FIFA-Präsident Gianni Infantino wurde im Libanon von Staatspräsident Joseph Aoun und Ministerpräsident Nawaf Salam empfangen und sprach mit ihnen über die Weiterentwicklung des Fussballes im Land, unter anderem durch den Bau eines neuen Stadions, und inwiefern der Sport zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls beitragen kann.
Im Rahmen seiner Reise erhielt Infantino auch einen libanesischen Pass in Anwesenheit des Ministers für Inneres und Gemeinden, Ahmad al-Hajjar, des Präsidenten des libanesischen Fussballverbands (LFA), Hachem Haidar, und des Generalsekretärs des LFA, Jihad al-Chohof.
„Nachdem ich im November des letzten Jahres von Präsident Aoun die Staatsbürgerschaft bekommen habe, erhalte ich an diesem schönen Tag meinen libanesischen Pass. Wir haben uns über den Bau eines neuen Fussballstadions im Libanon unterhalten und darüber, wie dieser Sport die Menschen auf einzigartige Weise verbinden und zusammenbringen kann“, so der FIFA-Präsident über die Gesprächsrunde, an der auch die libanesische Ministerin für Jugend und Sport, Nora Bayrakdarian, teilnahm. „Unser Sport zeigt immer wieder, dass er Menschen zum gemeinsamen Feiern zusammenbringt. Zudem hat er einen enormen Wert für die Bildung und die Förderung des sozialen Zusammenhalts.“
„Da ich mich im Libanon wie zu Hause fühle, werden wir gemeinsam mit dem libanesischen Präsidenten, dem libanesischen Fussballverband, der Regierung und dem Sportministerium dafür sorgen, dass Fussballfans in dieser Nation reichlich Gelegenheit erhalten, sich an unserem grossartigen Sport zu erfreuen, ihn auszuüben und sich darin zu entfalten“, fügte Infantino hinzu.
Der Libanon war eines der ersten beiden Länder, die im Oktober 2019 an der FIFA-Initiative „Football for Schools“ teilnahmen. Auch das FIFA-Forward-Programm hat die Entwicklung des Fussballs im Libanon vorangebracht. Der LFA nutzte die Mittel, um mehrere Stadien zu modernisieren und Wettbewerbe für Breitensportler, Jugendliche und Frauen zu organisieren.
Die Verbesserungen zeigen sich allerdings auch auf dem Spielfeld. So qualifizierte sich die Nationalmannschaft der Männer für die letzten beiden Ausgaben des Asien-Pokals 2019 und 2023 und braucht am 31. März 2026 nur noch ein Unentschieden im abschliessenden Heimspiel gegen den Jemen, um auch 2027 dabei zu sein.
Im Januar 2026 veranstaltete der LFA im Rahmen des FIFA-Programms zur Frauenförderung ein Liga-Event, an dem 350 Spielerinnen der U-17- und A-Klasse in vier Städten teilnahmen. Das Programm zielte darauf ab, ein wettbewerbsorientiertes Umfeld zu schaffen, Männervereine zu Investitionen in den Frauenfussball zu ermutigen, Rundfunkpartner zu gewinnen und kommerzielle Möglichkeiten zu eröffnen.