FIFA
Freitag 19 Juni 2026, 05:00

1000. Partie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ steht für Tradition und Wachstum

  • Japan und Tunesien bestreiten am Samstag, 20. Juni, im Monterrey-Stadion das 1000. WM-Spiel

  • Aufeinandertreffen der Teams aus Asien und Afrika in Nordamerika verdeutlicht Wachstum des Fussballs und Inklusivität der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • „Die Teilnahme am 1000. WM-Spiel ist etwas ganz Besonderes“, so der tunesische Kapitän Ellyes Skhiri

Dass Japan und Tunesien durch die Auslosung ins mexikanische Monterrey reisen, um dort die 1000. Partie in der Geschichte der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ auszutragen, war sicherlich ein Glücksfall. Doch dass dieser noch relativ junge Sport immer weiter wächst, dürfte dabei eine grosse Rolle gespielt haben.

Der Aufstieg zur weltweit beliebtesten Sportart, die durch einen Verband mit mehr Mitgliedern als die Vereinten Nationen organisiert wird, ist kein Zufall. Diese Entwicklung hängt sicherlich mit der Anziehungskraft und Spannung des Fussballs zusammen. Aber sie ist auch ganz bewusst herbeigeführt worden. Die Verbreitung dieses schönen Sports, die Ausweitung von Wettbewerben für mehr Zugang und die Investitionen der Einnahmen in die Fussballförderung gehören zu den Grundprinzipien der FIFA unter Präsident Gianni Infantino. Daher ist es keine Überraschung, dass am Samstag, dem 20. Juni, in Nordamerika eine Mannschaft aus Asien und eine aus Afrika WM-Geschichte schreiben werden.

Die Begegnung in der Gruppe F zwischen den Gruppe F zwischen den Gruppe F zwischen den Gruppe F zwischen den Gruppe F zwischen den ist für beide Mannschaften das zweite Spiel bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ und verspricht, wie so oft bei diesem Turnier, spannende Geschichten zu liefern. Japan hofft, an die faszinierende Aufholjagd beim 2:2-Unentschieden gegen die Niederlande in Dallas anzuknüpfen, während Tunesien darauf brennt, die 1:5-Niederlage gegen Schweden in Monterrey wettzumachen. So viel zur kurzfristigen Perspektive. Es gibt jedoch auch eine längerfristige Perspektive, deren Ursprünge fast ein Jahrhundert zurückreichen. Sie zeichnet die Entwicklung des weltweit beliebtesten und einflussreichsten Sportereignisses nach und steht für den triumphalen Vormarsch des Fussballs in neue Gefilde.

Sweden v Tunisia: Group F - FIFA World Cup 2026

„Die Teilnahme am 1000. WM-Spiel ist etwas ganz Besonderes“, so der tunesische Kapitän und Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri. „Es ist immer eine Ehre, bei einer Endrunde mitzuspielen, und es ist ein wahr gewordener Traum, bei der 1 000. WM-Partie dabei zu sein. Das ist etwas ganz Besonderes. Man lernt dadurch die gesamte Geschichte dieses Turniers noch mehr zu schätzen – die besten Begegnungen und die legendärsten Spieler, die die unglaublichsten Kapitel in der FIFA WM-Historie geschrieben haben.“

Japans Trainer Hajime Moriyasu sagte: „Es ist eine grosse Ehre für uns, als japanische Nationalmannschaft und als Vertreter Asiens an diesem historischen 1 000. Spiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilzunehmen, einem Turnier mit einer langen und glanzvollen Geschichte. Wir möchten auch dem Weltverband und den Menschen in Monterrey unseren aufrichtigen Dank dafür aussprechen, dass sie diese wunderbare Veranstaltung ermöglicht haben.“

Netherlands v Japan: Group F - FIFA World Cup 2026

Dieses mittlerweile 96 Jahre lange und glanzvolle Kapitel wurde jahrzehntelang von den Nationen aus Europa und Südamerika dominiert. Es war bisher eine ziemlich exklusive Angelegenheit. Bei der ersten Endrunde 1930 in Uruguay waren nur 13 Mannschaften am Start. Als beim Turnier 1954 in der Schweiz die 100. Begegnung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ stattfand (das Spiel um den dritten Platz zwischen Österreich und Uruguay), konnten sich nur 36 Länder qualifizieren. Dabei stammten nur sieben Qualifikanten aus Ländern ausserhalb Europas und Südamerikas.

Die FIFA hatte im Jahr 1954 weltweit 87 Mitgliedsverbände. Davon waren 37 aus Europa. Als die Weltmeisterschaft 1954 mit dem ersten Titelgewinn Deutschlands (als BR Deutschland) zu Ende ging, hatten bis dahin nur sechs Nationen ausserhalb Europas oder Südamerikas jemals an der Endrunde teilgenommen (Kuba, Ägypten, Indonesien, die Republik Korea, Mexiko und die USA). Eine siebte Nation gab ihr Debüt erst zwölf Jahre später (die DVR Korea).

Die Ehre, die 500. WM-Begegnung zu bestreiten, fiel aufgrund der zeitgleichen Anstoßzeiten gleich vier Mannschaften zu: Am letzten Spieltag der Gruppenphase der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1994™ in den USA, an der 24 Nationen teilnahmen, trafen Argentinien auf Bulgarien und Griechenland auf Nigeria. Alles deutete darauf hin, dass der Sport und mit ihm auch die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ weiter wachsen würden.

Das Turnier fand erst zum dritten Mal ausserhalb Europas oder Südamerikas statt (nach Mexiko 1970 und 1986), und die USA galten in der Welt des Fussballs für viele als Neuland. Nigeria und Saudiarabien feierten ihr Debüt, während die Zahl der Mannschaften, die sich aus Afrika (35) und Asien (29) qualifizieren wollten, eine Rekordzahl von 64 erreichte.

Allerdings war die Qualifikation insgesamt nur wenigen Ländern vorbehalten. Asien erhielt nur drei Startplätze für die Ausgabe 1994, Afrika gerade mal zwei, während Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik neben dem Ausrichter einen Startplatz (plus einen Play-off-Platz) bekam. Entwicklungsländer hatten also nicht nur geringere Chancen, sich zu qualifizieren, sondern auch deutlich weniger Anreize, in die Nachwuchsförderung zu investieren. Das Wachstum war dadurch stark eingeschränkt. Der Sport war damals noch nicht wirklich global.

Nach 32 Jahren findet endlich wieder eine Endrunde in Nordamerika statt: Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ wird in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen. Damit hat der Fussball eine neue Ära eingeläutet. Ein Jahrzehnt voller Öffentlichkeitsarbeit, Investitionen und Expansion hat zu einer Wettbewerbslandschaft geführt, die Ländern auf allen Ebenen des Sports beispiellose Chancen und Zugangsmöglichkeiten bietet. Von der FIFA Klub-Weltmeisterschaft™ und dem FIFA-Meisterpokal der Frauen™ bis hin zu den jährlich stattfindenden U-17-Turnieren, der FIFA Series™ und vielen weiteren Veranstaltungen haben die Mitgliedsverbände nun zusätzliche Wettkampfmöglichkeiten und einen höheren Anreiz, zu investieren. Zudem stehen nun Rekordumsätze zur Verfügung, die für Investitionen bereitstehen. Seit seiner Einführung im Jahr 2016 hat das FIFA-Forward-Programm mehr als fünf Milliarden US-Dollar in die nationale und regionale Fussballentwicklung reinvestiert.

Sweden v Tunisia: Group F - FIFA World Cup 2026

„Der Fussball hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, da immer mehr Mannschaften an wichtigen Turnieren wie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ und der neuen FIFA Klub-Weltmeisterschaft™ teilnehmen“, so Skhiri. „Auf diese Weise haben nun auch andere Nationen, Menschen und Spieler die Möglichkeit, bei einigen der weltweit grössten Turnieren mitzuspielen und diese hautnah zu erleben.“ Dadurch entstehen Erinnerungen und Geschichten, die den Menschen über Generationen hinweg für immer im Gedächtnis bleiben werden.“

Das Herzstück dieser Entwicklung ist die WM mit 48 Mannschaften (und die ab 2031 stattfindende FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ mit 48 Teams). Die Erhöhung der Teilnehmerzahl um 50 Prozent – von 32 auf 48 Mannschaften – hat so vielen Nationen, die sich verbessern und ihren Platz auf der Weltbühne einnehmen wollen, die Türen weit geöffnet.

Schon während der Begegnungen der Vorrunde ist deutlich geworden, wie vielversprechend und spannend ein inklusiverer Wettbewerb sein kann. Nach dem sensationellen und inspirierenden 0:0-Unentschieden von Kap Verde gegen das übermächtige Spanien weiss die Welt nun alles über den Inselstaat mit rund 500.000 Einwohnern und seinen 40-jährigen Torwart Vozinha. Ob es nun dieses berühmte Spiel ohne Tore war, Haitis entschlossene Leistung bei der 0:1-Niederlage gegen Schottland, das dramatische Unentschieden der DR Kongo gegen Portugal oder der Jubelrausch nach Livano Comenencias Tor für Curaçao gegen Deutschland – solche Spiele und Momente hallen in den beteiligten Nationen über Generationen hinweg nach. Sie wecken Stolz, fördern den Zusammenhalt und stärken eine nachhaltige Fussballkultur.

Netherlands v Japan: Group F - FIFA World Cup 2026

„Für mich ist Fussball der beliebteste Sport der Welt und eines der wirkungsvollsten Mittel, um Menschen rund um den Globus miteinander zu verbinden“, sagte Moriyasu. „Auch bei dieser Ausgabe sehen wir bereits, wie Fans aus verschiedenen Ländern miteinander interagieren, ganz unabhängig von ihrer Nationalität. Ich glaube, dass Fussball Menschen, Nationen und Kulturen verbindet und dass er letztendlich die Kraft hat, Frieden zu stiften.“

Einschliesslich der drei Gastgeberländer haben sich rekordverdächtige 209 Mannschaften auf die Reise zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ begeben Jetzt kann man wirklich von einem weltweiten Ereignis sprechen. Afrika und Asien erhielten zusammen 17 direkte Startplätze sowie zwei Play-off-Plätze, während Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik rekordverdächtige sechs Mannschaften entsandte und Ozeanien zum ersten Mal einen direkten Startplatz bekam. Es war ziemlich wahrscheinlich, dass beim 1000. WM-Spiel Nationen aufeinandertreffen würden, die die Globalisierung des Fussballs verkörpern.

So treffen also Japan, eine asiatische Grossmacht, die nach zwei aufeinanderfolgenden Achtelfinalteilnahmen nun noch einen Schritt weiterkommen will, und Tunesien, eine fussballbegeisterte afrikanische Mannschaft, die zum dritten Mal in Folge bei einer Endrunde dabei ist, in Monterrey aufeinander. An diesem Tag geht es ebenso sehr um Wachstum wie um Geschichte.

Sicherlich zeigt diese 1000. Begegnung, wie beständig die Liebe der Menschen zum Fussball und zur WM ist. Aber sie ist auch ein Beweis für die einzigartige Fähigkeit dieses Sports, Barrieren zu überwinden und Menschen und Nationen zusammenzubringen. Das Spiel am Samstag im atemberaubenden Stadion von Monterrey wird eine gelungene Mischung aus Tradition und Zukunftspotenzial bieten. Es wird ein Spektakel, das zeigt, warum die Endrunde nach wie vor Milliarden Menschen begeistert.

„Hoffentlich zeigen wir eine Leistung, die diesem Anlass gerecht wird“, sagte Skhiri.