Infantino besucht Tlemcen zur Einweihung des neuen Regionalen Technischen Zentrums und eines FIFA Arena‑Minispielfelds
Bau des Regionalen Technischen Zentrums mit 4,25 Millionen US‑Dollar aus Mitteln des FIFA-Forward‑Programms finanziert
Gianni Infantino: „Das sind Symbole für die Zukunft des Landes“
Nur wenige Monate vor Algeriens Rückkehr zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ hat das Land gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino ein neues Kapitel für den Fussball aufgeschlagen und damit einen wichtigen Grundstein gelegt.
In Tlemcen, Algerien, trafen sich der Präsident des algerischen Fussballverbands (FAF), Walid Sadi, und weitere Ehrengäste. FIFA‑Präsident Gianni Infantino weihte vor Ort zwei neue Einrichtungen ein, die mit Hilfe der FIFA errichtet wurden. Das hochmoderne Regionale Technische Zentrum in Tlemcen wurde durch Fördergelder in Höhe von 4,25 Millionen US‑Dollar aus dem FIFA‑Forward‑Programm ermöglicht. Zudem wurde im Westen der Innenstadt von Tlemcen ein neues FIFA‑Arena‑Minispielfeld errichtet, das den Jugendlichen der Region zur Verfügung stehen wird. Es ist die erste Anlage dieser Art ausserhalb der Hauptstadt Algier.
Im technischen Zentrum in Tlemcen erklärte FIFA‑Präsident Gianni Infantino dem Publikum, Algerien sei „ein Land, das in die Jugendarbeit investiert und an die neue Generation glaubt“.
„Es ist ein Land mit einem sehr niedrigen Durchschnittsalter, das sich jedoch stark für junge Menschen engagiert. Dieses technische Zentrum sowie das FIFA‑Arena‑Minispielfeld, das wir heute an einer weiterführenden Schule in Tlemcen eingeweiht haben, sind Symbole für die Zukunft des Landes“, erklärte er weiter. „Wir haben dieses technische Zentrum gemeinsam entworfen und errichtet. Die FIFA unterstützt das Projekt, damit Träume Realität werden können.“
Bei ihrem Besuch in der zweitgrössten Stadt im Nordwesten Algeriens, wurden Infantino und FAF‑Präsident Sadi von FIFA‑Direktor für globale Fussballförderung Arsène Wenger, dem stellvertretenden FIFA‑Direktor für Mitgliedsverbände Gelson Fernandes sowie dem algerischen Nationaltrainer Vladimir Petković begleitet. Am selben Tag traf sich Infantino mit dem algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune und beschrieb ihn als „einen echten Fussballfan, der früher selbst auf dem Spielfeld stand und den Fussball im Herzen trägt“.
Zur gleichen Zeit eröffnete Algerien in Tlemcen das erste Kapitel des Programms FIFA Football for Schools (F4S), im Rahmen einer Woche, die als Meilenstein für den nationalen Fussball in Erinnerung bleiben wird.
Das technische Zentrum in Tlemcen ist Teil eines Netzwerks von Trainingszentren, das das Nationale Technische Zentrum der FAF in Sidi Moussa bei Algier unterstützt. Die Einrichtung in Tlemcen verfügt über einen Hybridrasen, zwei weitere Spielfelder (jeweils eines mit Naturrasen und eines mit Kunstrasen), ausserdem zwei Kleinfelder, einen Futsalplatz, ein Fitnessstudio sowie weitere Anlagen für Training und Behandlung. Zudem gibt es Wohn- und Verwaltungsräume. Die Einrichtungen wurden bereits sowohl von der algerischen U‑20‑Nationalmannschaft, die im Januar 2026 dort trainierte, als auch von der U‑16‑Mannschaft genutzt, die im vergangenen Monat acht Tage in der Anlage verbrachte.
„Ich fühle mich hier heute wie zu Hause“, fügte der FIFA-Präsident hinzu. „Ich habe das Gefühl, zu Hause zu sein, weil die Einrichtung atmet und lebt und das Zentrum so wirkt, als schlügen hier alle Herzen für den Fussball. Genau das will die FIFA in Zusammenarbeit mit dem algerischen Fussballverband und der Regierung Algeriens erreichen.“
Sadi sagte: „Das Regionale Technische Zentrum in Tlemcen verkörpert einen praktischen Weg zur Förderung der Fussballentwicklung. Damit wird auch der eindeutige Wille sichtbar, ein modernes Umfeld für den Fussball zu schaffen. Zusätzlich spiegelt die Anlage die enge Partnerschaft zwischen dem algerischen Fussballverband und der FIFA wider.“
Während das Trainingszentrum der FAF sich an erfahrene Spieler richtet, investiert die FIFA gleichzeitig auch in die Basisförderung des algerischen Fussballs. Das FIFA‑Arena‑Minispielfeld in Tlemcen am CEM Inal Ahmed (einer Mittelschule) ist die dritte FIFA‑Arena‑Anlage in Algerien. Im Mai 2025 war Algerien der erste FIFA‑Mitgliedsverband in Afrika, der ein FIFA‑Arena‑Minispielfeld eröffnete. Das FIFA‑Arena‑Programm hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit mindestens 1000 Minispielfelder bis 2031 zu realisieren. Mehr als 1500 Kinder und Jugendliche profitieren bereits von den beiden FIFA Arena‑Mini‑Pitches in Algier.
„Wir wollen Akademien, Zentren und schulische Anlagen schaffen, in denen Mädchen und Jungen spielen können. Gleichzeitig möchten wir, dass sich Talente unter bestmöglichen Bedingungen entfalten und entwickeln können“, sagte Infantino zum ganzheitlichen Ansatz der FIFA in Bezug auf Infrastruktur und Entwicklung.
Die Investitionen der FIFA zur Erweiterung der Spielmöglichkeiten für die algerische Jugend gehen jedoch weit über das FIFA‑Arena‑Projekt hinaus und umfassen das F4S-Programm, das die FAF gemeinsam mit dem algerischen Bildungsministerium und dem Sportministerium einführt. Im Rahmen der F4S-Initiativen sollen dabei rund 1185 Schulen im Land erreichen werden.
Algeriens starkes Engagement für das F4S-Programm begann mit einem zweitägigen Workshop im Regionalen Technischen Zentrum in Tlemcen. FIFA‑Kursleiter arbeiteten vor Ort mit den Teilnehmenden an der Implementierung des innovativen Programms. Ziel der Module sind fussballbasierte Lerneinheiten, die Bewegung, Lebenskompetenzen, Zusammenarbeit und Inklusion unter den Schülern stärken soll. Die Eröffnungsfeier des Regionalen Technischen Zentrums fand zeitgleich mit einer F4S‑Veranstaltung sowie mit dem Besuch von FIFA‑Präsident Gianni Infantino statt.
„Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Gianni Infantino zu seinen zehn inspirierenden Jahren an der Spitze der FIFA zu gratulieren. Es war ein Jahrzehnt, in dem tiefgreifende Reformen in der Führung des Fussballs eingeführt wurden und globale Standards für Transparenz und Compliance etabliert wurden, die das Vertrauen in das globale Führungssystem des Fussballs stärken“, sagte FAF‑Präsident Walid Sadi und spielte damit auf den Meilenstein an, den der FIFA‑Präsident im Februar erreichte.
„In dieser Phase wurde eine neue Vision für den Fussball entwickelt, die darauf abzielt, von einem operativen Managementansatz zu einer strategischen Planung überzugehen und den Fussball von einer rein sportlichen Aktivität in ein wirksames Instrument für Entwicklung, Bildung, Integration und Zusammenhalt zu verwandeln“, fügte der FAF‑Präsident hinzu.
FIFA-Präsident Gianni Infantino besucht Algerien
Die umfangreichen Aktivitäten und Investitionen kommen für den algerischen Fussball genau zur richtigen Zeit. Die Vorfreude auf die FIFA Fussball‑Weltmeisterschaft 2026™ ist riesig: Die algerische Nationalmannschaft, Fennecs , qualifizierte sich mit einer beeindruckenden Serie von acht Siegen aus zehn Partien für das Turnier. Es wird die erste Reise Algeriens zu einer Endrunde seit dem Erreichen des Achtelfinals bei der FIFA Fussball‑Weltmeisterschaft 2014™ in Brasilien sein. Sie treffen in den USA auf Titelverteidiger Argentinien, Jordanien und Österreich.
Algerien steht derzeit auf dem 28. Platz der FIFA/Coca-Cola-Männerweltrangliste; die höchste Platzierung seit einem Jahrzehnt. Vor fünf Jahren gewann Algerien in Katar den FIFA-Arabien-Pokal™; in einem dramatischen Finale besiegten sie Tunesien nach Verlängerung. In Nordamerika will Algerien nun erneut Geschichte schreiben.
„Algerien gewann das renommierte Turnier und inspirierte damit eine ganze Nation. Zudem sorgte der Triumph dafür, dass die Menschen in Algerien dem Fussball, ihrer Nationalmannschaft, ihrem Verband und ihrem Land weiterhin die Treue halten“, sagte der FIFA‑Präsident zum algerischen Erfolg beim FIFA-Arabien-Pokal 2021™ in Katar.
„In diesem Sinne gratulieren wir Ihnen noch einmal zur Qualifikation für die FIFA Fussball‑Weltmeisterschaft™. Ich freue mich darauf, dabei zu sein und die Spiele Ihrer Mannschaft zu verfolgen und ich bin überzeugt, dass es grossartige Partien werden, in denen wir herausragenden Fussball zu sehen bekommen.“