Auftakt des FIFA-Programms „Football for Schools“ in Yaoundé (Kamerun), bei dem Kinder erstmals in den westafrikanischen „Cotton-4 plus“-Ländern hergestellte Kleidung tragen
Einlösung des Versprechens, das Infantino im Februar 2024 im Rahmen der Absichtserklärung der FIFA mit der Welthandelsorganisation abgab
„Wir wollten etwas wirklich Greifbares und Wirkungsvolles tun“, so der FIFA-Präsident
FIFA-Präsident Gianni Infantino betonte beim Auftakt des FIFA-Programms „Football for Schools“ in Kamerun, wie stolz und glücklich er sei, dass sein Versprechen, Kleidung aus den westafrikanischen „Cotton-4 plus“-Ländern zu verwenden, nun in die Tat umgesetzt wurde.
Im Februar 2024 hatte der FIFA-Präsident auf der 13. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) erklärt, dass die Kleidung für FIFA-Programme aus den C4+-Ländern bezogen werden solle. Dies sei ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Absichtserklärung, die er im September 2022 mit WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala unterzeichnet hatte.
Die Kinder, die an der „Football for Schools“-Veranstaltung in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé teilnahmen, trugen T-Shirts und Poloshirts, die in den C4+-Staaten (Benin, Burkina Faso, Tschad, Mali und Elfenbeinküste) hergestellt wurden. Damit soll die erste Phase der Umsetzung dieses Versprechens durch die FIFA eingeläutet werden.
„Ich freue mich sehr, dass die FIFA heute offiziell die Initiative startet, im Rahmen des FIFA-Programms ‚Football for Schools‘ Kleidung für Schüler und Lehrer in den ‚Cotton-4 plus‘-Ländern herzustellen“, so Infantino.
„Wir sind stolz darauf, den bei der letzten Ministerkonferenz eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, und als FIFA-Präsident ist es mir eine Ehre, dieses Vorhaben zu unterstützen. Ich möchte den Regierungen von Benin, Burkina Faso, Tschad, Mali und der Elfenbeinküste, Dr. Ngozi und allen Partnern des ‚Partenariat pour le Coton‘ für ihren Einsatz und ihre gemeinsamen Anstrengungen danken, mit denen sie diese Initiative verwirklicht haben.“
Zahlreiche Kinder aus der Region nahmen an der jüngsten Auftaktveranstaltung des „Football for Schools“-Programms teil, das seit seiner Einführung im Jahr 2019 in mehr als 140 FIFA-Mitgliedsverbänden umgesetzt wird und Heranwachsenden im Rahmen des nationalen Bildungssystems ihres Landes durch Fussball Lebenskompetenzen vermittelt.
Die Jugendlichen hatten die Gelegenheit, sich mit dem Präsidenten des kamerunischen Fussballverbands und FIFA-Legende Samuel Eto’o sowie anderen Ikonen des Landes wie Roger Milla, Rigobert Song und Alexandre Song auszutauschen. Auch der stellvertretende Leiter der Abteilung für Mitgliedsverbände der FIFA und ehemalige Schweizer Nationalspieler Gelson Fernandes war mit von der Partie.
Baumwolle ist ein wichtiges Wirtschaftsgut für die C4+-Länder, und die dort produzierte Art gehört zu den nachhaltigsten weltweit. Allerdings wird der Grossteil als Rohstoff und nicht als Fertigprodukt exportiert. Dass die FIFA in ihren Programmen C4+-Kleidung verwendet, bedeutet, dass der Kreislauf vom Feld bis zum Stoff innerhalb dieser Staaten geschlossen wird. Das hilft diesen, einen grösseren Anteil am Sportbekleidungsmarkt zu gewinnen, dessen weltweiter Umsatz auf USD 270 Milliarden geschätzt wird.
Football for Schools lunched in Cameroon
„Ich habe immer gesagt, dass wir den Fussball nicht nur zur Weiterentwicklung des eigentlichen Sports nutzen dürfen, sondern auch, um das tägliche Leben der Menschen sinnvoll zu verbessern“, erklärte Infantino.
„Als wir 2022 die Absichtserklärung mit der Welthandelsorganisation unterzeichneten, wollten wir etwas Greifbares und Wirkungsvolles tun – etwas, das die Lebensqualität vieler Leute erhöhen würde. Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und die Gleichstellung von Frauen zu fördern. Wir sind überzeugt, dass dieses Vorhaben genau dafür sorgt.“