FIFA
Freitag 25 September 2026, 19:00

FIFA-Arenen im Westjordanland eingeweiht

UNSPECIFIED, PALESTINE - SEPTEMBER 24: General scenes from the FIFA Unites for Peace Cup 2026 on September 24, 2026 in UNSPECIFIED, Palestine. (Photo by Faiz Abu-Rmeleh/FIFA via Getty Images)
  • FIFA-Arena-Minispielfelder im Westjordanland am 25. September bei fünftägigem Gemeindeturnier feierlich eröffnet

  • Startschuss des „Unite For Peace: Kids' Cup“, an dem 14 palästinensische Teams mit 160 Mädchen und Jungen teilnahmen, war der Internationale Tag des Friedens

  • Von der FIFA und dem palästinensischen Fussballverband errichtete und vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten mitfinanzierte Spielfelder stehen den Gemeinden nun dauerhaft zur Verfügung

Am 25. September 2026 wurden zwei neue FIFA-Arena-Minispielfelder im Westjordanland offiziell eingeweiht. Damit fand eine Woche voller Fussball, Begegnungen und Hoffnung für die Kommunen in Marah Rabah und Qusin ihren krönenden Abschluss.

Die Plätze befinden sich gegenüber der Mädchenschule von Marah Rabah südlich von Bethlehem sowie im Dorf Qusin im Norden des Westjordanlands. Sie sind Teil des FIFA-Arena-Programms, dessen Ziel es ist, bis 2031 weltweit mindestens 1 000 solcher Anlagen zu errichten.

Honey Thaljieh, die FIFA-Vertreterin vor Ort und ehemalige Kapitänin der palästinensischen Frauen-Nationalmannschaft, sagte den jungen Akteuren, dass es ihr „eine Ehre ist, den Weltverband anlässlich der Eröffnung der FIFA-Arena-Minispielfelder zu vertreten“. Sie verfolgte das Turnier mit Freude, „denn Kinder treffen dort ihre Freunde, vergessen ihren Schmerz und können von einer besseren Zukunft träumen. Sie laufen über den Rasen und geniessen einfach diesen schönen Sport.“

Mit Blick auf ihre eigene Fussballkarriere sagte Thaljieh, die in der Nähe von Bethlehem aufwuchs: „Ich gehörte zum Gründungskader der palästinensischen Frauen-Nationalmannschaft. Auch ich musste zunächst unter schwierigen Bedingungen spielen. Unsere Plätze waren meist nur asphaltierte Strassen. Von einem Kunstrasenfeld wie diesem konnten wir nur träumen.“ Zu den Kindern sagte sie: „Ich hätte nie gedacht, dass mich der Fussball von den Strassen Bethlehems ins Kapitänsamt der palästinensischen Frauen-Nationalmannschaft führen oder dass ich irgendwann einmal die FIFA vertreten würde … Wenn ich es geschafft habe, könnt ihr das auch.“

Suzan Shalabi, Vizepräsidentin des palästinensischen Fussballverbands, erklärte, dass die Spielfelder den Familien viel Sicherheit geben würden. „Sie bieten den Kindern dieses Dorfes einen sicheren Ort, sodass ihre Eltern beruhigt sein können, während ihre Kinder Sport treiben und Fussball spielen“, sagte sie. „Wir hoffen auch, dass dies nicht nur ein gewöhnlicher Fussballplatz bleibt. „Unser Ziel ist es, zum Aufbau eines guten Teams beizutragen, das sich in Zukunft weiterentwickeln wird, um dann über bessere technische Fähigkeiten zu verfügen.“

Laut Jean-Pierre Reymond, Leiter der schweizerischen Vertretung in den besetzten palästinensischen Gebieten, habe das Projekt ein ziemlich einfaches Ziel: „Die Schweiz hat beschlossen, dieses Projekt zu unterstützen, um der Jugend von Marah Rabah und den jungen Leuten in den palästinensischen Gebieten und uns allen Hoffnung zu geben, denn der Frieden muss möglich sein.“ Er fügte hinzu: „Und [durch] den Sport, durch gemeinsames Spielen und durch gegenseitigen Respekt können wir endlich dieses ultimative Ziel erreichen.“

Für ihn sei das Recht auf Spielen etwas Grundsätzliches: „Das Ausüben von Sport ist nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern gehört auch zu den anerkannten Rechten von Kindern.“

Nach dem Schlusspfiff des Eröffnungsturniers können die beiden Spielfelder jetzt von allen permanent genutzt werden und bieten den Kindern in Marah Rabah und Qusin einen nachhaltigen Ort zum Spielen.