Dienstag 13 Januar 2026, 12:00

Afrikanische Union und FIFA verstärken Zusammenarbeit bei Treffen in Burundi

  • FIFA präsentiert Pläne für die nächste Phase des Programms „Football for Schools“

  • FIFA-Arena-Initiative bietet Unterstützung bei der Infrastruktur

  • Stärkung der Verbindungen zwischen Schulen und Amateursport entscheidend für Wachstum

Letzten Monat nahm die FIFA in Bujumbura (Burundi) an der 5. Sitzung des Fachausschusses für Jugend, Kultur und Sport (STC-YCS-V) der Afrikanischen Union teil. Dies war ein bedeutender Schritt für die Entwicklung des Fussballs auf dem gesamten Kontinent. Minister aus der gesamten Afrikanischen Union (AU) trafen sich, um über die Zukunft von Jugend, Kultur und Sport zu diskutieren. Dabei räumten sie dem FIFA-Programm „Football for Schools” und der FIFA-Arena-Initiative hohe Priorität ein. Die FIFA stellte die Fortschritte von „Football for Schools“ (F4S) vor. Bei diesem globalen Programm, das in Zusammenarbeit mit der UNESCO entwickelt wurde, sollen Lebenskompetenzen in Fussballtrainings integriert und die Teilnahme von Jungen und Mädchen im Alter von vier bis 14 Jahren erhöht werden. Derzeit ist das Programm in 151 Ländern vertreten, davon 46 in Afrika.

In der Präsentation wurden die erfolgreiche Einführung von Phase 1 und der Übergang zu Phase 2 hervorgehoben. Pilotprojekte in Niger und der Zentralafrikanischen Republik sind bereits angelaufen.

In der neuen Phase soll der Amateurfussball gestärkt werden. Dazu wird auf den Erkenntnissen der globalen Amateurfussball-Analyse der FIFA aufgebaut. Gleichzeitig soll das vorhandene Fachwissen der Lehrer bei der Vermittlung grundlegender Lebenskompetenzen durch Fussball weiter gestärkt und genutzt werden. Wie FIFA-Präsident Gianni Infantino feststellte, ist „Fussball eine Schule fürs Leben“, die Kindern Werte wie Teamwork, Belastbarkeit und Sportgeist vermittelt.

Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, arbeitet die FIFA mit ihren Mitgliedsverbänden (MAs) und Regierungen zusammen, um Fussball in die nationalen Lehrpläne zu integrieren. Dies wird durch ein kaskadierendes Ausbildungsmodell und eine spezielle App unterstützt, die in mehreren Sprachen verfügbar ist und Lehrkräften hochwertige Trainingsressourcen bereitstellt.

African Union and FIFA strengthen collaboration at Burundi meeting

Die FIFA-Arena-Initiative ergänzt den Bildungsfokus von F4S und ist ein wichtiger Pfeiler zur Verbesserung der schulischen Sportinfrastruktur. Im Rahmen dieses Programms finanziert und installiert die FIFA an ausgewählten Standorten bis zu zwei Minispielfelder pro Mitgliedsverband, um den sicheren Zugang zum Spiel zu erweitern. Die Umsetzung dieser Einrichtungen hat bereits begonnen, wobei die Installationen in Algerien, Dschibuti, Liberia, Marokko und Niger für 2025 bereits abgeschlossen sind. Für 2026 ist eine weitere Ausweitung geplant, die Länder wie Benin, Kenia, Mosambik und Ruanda umfasst. Während die FIFA die technischen Richtlinien und die Infrastruktur bereitstellt, sind die Regierungen der Gastgeberländer für die Vorbereitung der Plattform und die Erleichterung der Zollabfertigung verantwortlich.

African Union and FIFA strengthen collaboration at Burundi meeting

Dr. Decius Hikabwa Chipande, der Vorsitzende des AU-Sportrats, begrüßte die Zusammenarbeit sehr und wies darauf hin, dass diese Initiativen mit dem strategischen Plan des Rates für Gerechtigkeit, Inklusion und Leistung im Einklang stehen. "Wir freuen uns, dass die FIFA an der 5. Sitzung des Fachausschusses für Jugend, Kultur und Sport teilgenommen hat. Wir sind besonders glücklich über die Zusammenarbeit im Rahmen der FIFA-Initiative ‚Football for Schools‘, da diese zu den drei Hauptsäulen des Fünfjahres-Strategieplans des AU-Sportrats beiträgt: Gleichberechtigung und Inklusion, Teilhabe und Leistung im und durch den Fussball“, betonte er.

Das Treffen endete mit einer Resolution für eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierungen, der FIFA und den Mitgliedsverbänden, um die langfristige Nachhaltigkeit von Phase 2 und der FIFA-Arena-Initiative auf dem gesamten Kontinent sicherzustellen.