FIFA
Dienstag 16 Juni 2026, 03:00

Historischer WM-Moment: Ein rein weibliches medizinisches Team kommt zum Einsatz

  • Das Spiel Deutschland gegen Curaçao ist das erste mit einem rein weiblichen medizinischen Team

  • FIFA-Medizindirektor Dr. Andrew Massey lobt dies als „fantastisches Beispiel“

  • Er hofft, dass dies mehr Frauen dazu inspirieren wird, Führungspositionen in der Fussball-Medizin zu übernehmen

Das Spiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zwischen Deutschland und Curaçao schrieb in mehrfacher Hinsicht Geschichte. Es war nicht nur das allererste Spiel der karibischen Mannschaft in diesem Wettbewerb, sondern auch das erste, bei dem ein ausschließlich aus Frauen bestehendes medizinisches Team zum Einsatz kam. Das medizinische Team an der Seitenlinie, bestehend aus der FIFA-Spielarztin Dr. Emma Lunan, der Mannschaftsärztin von Curaçao, Dr. Suzanne Huurman, der deutschen Mannschaftsärztin Dr. Silja Schwarz und der FIFA-Notarztin Dr. Carrie Bakunas sowie dem Verletzungsdetektiv Dr. Kerry Peek, schrieb am 14. Juni in Houston Geschichte. Der medizinische Direktor der FIFA, Dr. Andrew Massey, äußerte die Hoffnung, dass dies mehr Frauen dazu inspirieren werde, Führungsrollen in der Fußballmedizin zu übernehmen. „Was für ein wunderbarer Zufall: Unsere Mission bei der FIFA ist es, Standards in der klinischen Versorgung und Governance zu setzen, eine weltweite Gemeinschaft der Fussballmedizin aufzubauen, wirkungsvolle Forschung und Ausbildung zu betreiben und zu fördern sowie Gleichberechtigung und Vielfalt beim Zugang zu Wissen über Fussballmedizin zu fördern“, sagte er. „Dies ist ein fantastisches Beispiel dafür, wie hervorragende Kliniker fachkundige Versorgung leisten. Wir müssen dies wirklich weiter fördern und mehr Frauen ermutigen, Führungspositionen in der Fussball-Medizin zu übernehmen.“ Dr. Emma Lunan fügte hinzu: „Ich fühle mich privilegiert, die Gelegenheit zu haben, bei der FIFA auf einer solchen Bühne wie der Fussball-Weltmeisterschaft zu arbeiten. Diese Erfahrung mit anderen Frauen zu teilen, die in ihrer Karriere so gut vorangekommen sind, ist eine absolute Freude. „Hoffentlich ist dies ein Sprungbrett, um zu zeigen, dass Fachwissen in der Sportmedizin und Leistungsmedizin nicht vom biologischen oder sozialen Geschlecht abhängt und dass Aufstiegsmöglichkeiten auf der eigenen Kompetenz beruhen können. Es wäre fantastisch, wenn Frauen auf der ganzen Welt erkennen würden, dass der Fussball ein Weg ist, um in der Medizin Karriere zu machen, und dass es für Frauen in der Fussballmedizin Möglichkeiten gibt, sich zu profilieren.“