Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Sonntag 16 November 2025, 08:00

Weitere FIFA-Massnahmen gegen Onlinebeleidigungen

  • Mehr als 30 000 beleidigende Posts dieses Jahr über den FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien an Social-Media-Plattformen gemeldet

  • Elf Personen 2025 bei Strafverfolgungsbehörden angezeigt

  • FIFA setzt Personen, die für sehr beleidigendes Verhalten verantwortlich sind, auf die schwarze Liste und sperrt sie für Ticketkäufe

Anlässlich des Internationalen Tags für Toleranz hat die FIFA ihr Engagement zur Förderung von Respekt und Inklusion bekräftigt und einmal mehr deutlich gemacht, dass Hass und Diskriminierung im Fussball keinen Platz haben. Als Zeichen dafür wurde der FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien (SMPS) ausgebaut, der allen Spielern, Teams und Offiziellen bei FIFA-Turnieren sowie jederzeit auch den FIFA-Mitgliedsverbänden das ganze Jahr zur Verfügung steht. Seit der Lancierung des SMPS 2022 wurden mehr als 65 000 beleidigende Posts an Social-Media-Plattformen zur Überprüfung und Entfernung gemeldet, mehr als 30 000 allein in diesem Jahr.

In diesem Jahr wurden zudem elf Personen bei Strafverfolgungsbehörden in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Grossbritannien, Polen, Spanien und den USA nach Beleidigungen während FIFA-Wettbewerben angezeigt, während ein Fall an Interpol weitergeleitet wurde. Die zuständigen FIFA-Mitgliedsverbände wurden über die Fälle informiert, damit sie auf lokaler Ebene alle nötigen Schritte einleiten können. In allen erkannten Fällen sperrt die FIFA Personen, die für sehr beleidigendes Verhalten verantwortlich sind, damit sie keine Tickets für FIFA-Turniere oder -Veranstaltungen mehr kaufen können.

Der SMPS wurde dieses Jahr bei mehreren Wettbewerben eingesetzt, auch bei der ersten Ausgabe der neuen FIFA Klub-Weltmeisterschaft™. Dank dem Dienst profitierten bei dem globalen Kräftemessen in den USA alle 32 Teams mit Spielern aus 72 Ländern von einer proaktiven Überwachung, damit gewaltverherrlichende, einschüchternde oder diskriminierende Inhalte entdeckt und gemeldet werden konnten. Mithilfe des SMPS wurden auf fünf Social-Media-Plattformen 2401 aktive Konten von Spielern, Trainern, Teams und Spieloffiziellen überwacht, die am wegweisenden Turnier teilnahmen, 5,9 Millionen Posts analysiert, 179 517 zur Überprüfung gekennzeichnet und 20 587 den jeweiligen Plattformen gemeldet.

„Am Internationalen Tag für Toleranz möchte ich deutlich machen, dass der Fussball ein sicherer und inklusiver Raum sein muss – sowohl auf dem Spielfeld, auf den Tribünen als auch online. Mit dem FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien und durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien und menschlichem Know-how ergreift die FIFA wirksame Massnahmen zum Schutz von Spielern, Trainern, Teams und Spieloffiziellen vor Onlinebeleidigung und den damit verbundenen schwerwiegenden Schäden“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Unsere Botschaft ist klar: Beleidigungen haben in unserem Sport keinen Platz. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden, den Konföderationen und den Strafverfolgungsbehörden werden wir die Täter zur Rechenschaft ziehen. „Solches Verhalten hat weder im Fussball noch in der Gesellschaft Platz. Die FIFA ergreift alle möglichen Massnahmen, meldet die Fälle und setzt die betreffenden Personen auf die schwarze Liste, um sie vom Kauf von Tickets für FIFA‑Turniere auszuschliessen."

Der SMPS schützt Personen vor Onlinebeleidigungen, insbesondere vor rassistischen, diskriminierenden oder einschüchternden Nachrichten, die während grossen Turnier verschickt werden könnten. Der Dienst fängt zudem beleidigende, diskriminierende oder einschüchternde Posts an Follower von Kontoinhabern ab und verhindert so, dass solche Posts zur Normalität werden.

Der FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien:

  • sucht nach Beleidigungen und Hassbotschaften gegen Spieler, Trainer, Teams und Spieloffizielle,

  • meldet beleidigende Inhalte und hilft dabei, diese von Plattformen zu entfernen,

  • zeigt die schlimmsten Beleidigungen bei Strafverfolgungsbehörden an,

  • filtert und sperrt Beleidigungen, bevor sie den beabsichtigen Empfänger erreichen,

  • sammelt Daten, um Disziplinarmassnahmen zu unterstützen und den Schutz vor Onlinebeleidigungen langfristig zu verbessern.