FIFA-Fussballgipfel 2026 am Rande der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in Miami
Fokus auf Talent- und Karriereförderung gemäss Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballförderung, und Jill Ellis, FIFA-Fussballdirektorin sehr wichtig
Bekräftigung des Engagements für alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände durch neue Wettbewerbe wie die FIFA Series™, den FIFA-Arabien-Pokal™ und den neuen FIFA ASEAN Cup™
Vertreter der FIFA-Mitgliedsverbände aus aller Welt waren beim FIFA-Fussballgipfel 2026 in Miami (USA) zugegen, um Ideen auszutauschen, Beziehungen zu stärken und die Zukunft des globalen Fussballs mitzugestalten. Die Treffen fanden vor dem Hintergrund statt, dass die FIFA ihre Investitionen in Programme zur weltweiten Förderung des Fussballs weiter ausbaut.
Angesichts der erfolgreich angelaufenen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in Kanada, Mexiko und den USA diskutierten die Delegierten darüber, wie die umfassenden Programme der FIFA die Weiterentwicklung des Fussballs in ihren Ländern bestmöglich unterstützen und die Umsetzung bewährter Verfahren in verschiedenen Entwicklungsbereichen fördern können.
FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström eröffnete die Plenarsitzung mit Blick auf die beiden Kernziele des Gipfels: den Austausch zu strategischen Entwicklungsfragen und die Förderung des Dialogs zwischen den Mitgliedsverbänden, der mittlerweile zu einem Markenzeichen der Veranstaltung geworden ist.
Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand jedoch das FIFA-Forward-Programm, das wichtigste Entwicklungsprogramm der FIFA, das während des vergangenen Jahrzehnts unter der Führung des FIFA-Präsidenten deutlich ausgebaut wurde.
„Vor zehn Jahren – diejenigen unter Ihnen, die etwas älter sind, erinnern sich vielleicht daran – gewährte die FIFA im Rahmen ihres Entwicklungsprogramms jedem Mitgliedsverband eine Million US-Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren, also USD 250.000 pro Jahr“, sagte Gianni Infantino.
„Heute erhalten Sie im Rahmen von FIFA Forward 3.0 rund acht Millionen US-Dollar, also etwa zwei Millionen pro Jahr, die Sie in Wettbewerbe, Infrastruktur und fussballbezogene Projekte investieren können. „Und wie Sie vielleicht wissen, hat der FIFA-Rat beschlossen, diesen Betrag um weitere zwanzig Prozent zu erhöhen“, fügte er hinzu.
Vor dem Hintergrund der erstmaligen Teilnahme von 48 Teams an der aktuellen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ erklärte der FIFA-Präsident, dass ein grösseres Teilnehmerfeld zusätzliche Investitionen in den Fussball ermögliche.
„Die Entwicklung des Fussballs wird durch nichts so sehr vorangetrieben wie durch die Teilnahme an einer Fussball-Weltmeisterschaft. Das gilt für jedes Land der Welt“, sagte er und fügte hinzu, dass es weitere Wettbewerbe brauche, um diese Dynamik aufrechtzuerhalten.
„Wir müssen den Fussball weltweit fördern. Die FIFA hat 211 Mitgliedsverbände, also 211 Länder, die der FIFA angehören. Und jedes Land hat die gleichen Rechte und Pflichten. Wir wollen und werden in jedes Land der Welt investieren, denn genau darum geht es beim Fussball. Genau dafür steht die FIFA.“
Der FIFA-Präsident nannte die FIFA Series™, die 2026 in insgesamt 12 verschiedenen Ländern als Frauen- und Männerwettbewerb ausgetragen wurde, als Beispiel dafür, wie die FIFA ihre Mitgliedsverbände unterstütze.
„Viele von Ihnen waren dabei. Für einige war es sogar das erste Mal, dass ihr Nationalteam ausserhalb des eigenen Kontinents spielte oder gegen ein Team eines anderen Kontinents antrat“, sagte er. „An einer FIFA-Weltmeisterschaft können nur 48 Teams teilnehmen. Deshalb müssen wir weitere Veranstaltungen und Wettbewerbe schaffen, so wie wir es beispielsweise vor einigen Jahren beim FIFA-Arabien-Pokal gemacht haben. 2021 fand die erste und 2025 die zweite Ausgabe statt. In diesem Jahr organisieren wir den FIFA ASEAN Cup für Südostasien. Wir überlegen stets, was wir tun können, um alle in die FIFA-Gemeinschaft einzubinden, den Fussball in jedem Winkel der Welt weiterzuentwickeln und überall zu investieren.“
Im Rahmen der Sitzung zur Nachwuchsförderung diskutieren Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballentwicklung und Jill Ellis, FIFA-Fussballdirektorin, über ihre Prioritäten und gaben bereits am ersten Tag der zweitägigen Veranstaltung einen Ausblick auf ihre Schwerpunkte.
Arsène Wenger hob die Bedeutung des FIFA-Talentförderprogramms bei der Suche nach jungen Talenten auf der ganzen Welt hervor.
„Die Identifikation von Talenten in jedem Land ist das Wichtigste überhaupt. Wenn man gute Spielerinnen und Spieler haben will, muss man sie finden – sie klopfen nicht einfach an die Tür. Man muss gut organisiert sein, um die Talente zu finden“, sagte der ehemalige Arsenal-Trainer.
Jill Ellis betonte, wie wichtig es sei, jungen Menschen die Möglichkeiten zu bieten, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
„Die Botschaft unseres Präsidenten und unseres Generalsekretärs lautet, Chancen für Kinder zu schaffen: sichere Orte zum Spielen und Wettbewerbe, in denen sie sich entwickeln können. Die Realität ist, dass wir ohne eine starke Talentpipeline keine grossartigen Veranstaltungen wie eine FIFA-Weltmeisterschaft hätten. Deshalb ist diese Talentförderung entscheidend. Und wir müssen sicherstellen, dass auch Mädchen Zugang zu diesen Möglichkeiten erhalten“, sagte die zweifache Weltmeistertrainerin des US-Frauennationalteams.
Abschliessend gewährte NBA-Vizekommissar Mark Tatum den Teilnehmenden Einblick in die Arbeitsweise der weltweit führenden Basketballliga, während DAZN-CEO Shay Segev das Wachstum des FIFA-Partners und der führenden Streamingplattform erläuterte, der inzwischen auch FIFA+ angehört.