Mangelnde Pflege von Kunstrasen- und Naturrasenplätzen ist eine der größten Herausforderungen für CAF-Mitgliedsverbände
Workshop befasste sich mit der Bedeutung genau definierter Verfahren zur ordnungsgemäßen Instandhaltung von Natur- und Kunstrasenplätzen
Zu den Teilnehmern gehörten Platzwarte und Anlagenmanager verschiedener CAF-Mitgliedsverbände
In den letzten Jahren wurden in ganz Afrika mit Unterstützung des FIFA-Forward-Entwicklungsprogramms zahlreiche Spielfelder angelegt, als Teil der weltweiten Förderung des Fussballsports. Aber auch neue Fussballplätze können schnell verfallen, wenn sie nicht ordnungsgemäß gewartet werden – vor allem auf einem Kontinent mit einer Vielzahl schwieriger klimatischer Bedingungen. Um sicherzustellen, dass ihre Bemühungen bei der Anlage neuer Spielfelder nicht umsonst waren, organisierte die FIFA erstmals einen Workshop zur Instandhaltung von Spielfeldern für die Mitgliedsverbände der CAF, der im Complexe Mohammed VI de Football des Königlichen Marokkanischen Fußballverbandes in Rabat stattfand.
"Instandhaltung ist der Schlüssel zur langfristigen Nachhaltigkeit unserer Projekte. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen und uns um die Infrastruktur kümmern, die unseren Kindern das Fussballspielen ermöglicht", sagte Gelson Fernandes, FIFA-Direktor für Mitgliedsverbände.
Carlos Gazapo Díez, FIFA-Manager für Infrastruktur und Umwelt, erläuterte, der Workshop solle den CAF-Mitgliedsverbänden bewusst machen, dass eine gute Instandhaltung sowohl die Sicherheit der Spieler als auch eine längere Lebensdauer der Spielfelder gewährleistet. Außerdem würde dadurch eine höhere Rentabilität der Investitionen in die Infrastruktur gewährleistet - ein Ziel, das die FIFA-Abteilung Mitgliedsverbände im Rahmen des FIFA Forward 3.0-Zyklus erreichen möchte.
FIFA Pitch Management Workshop in Rabat
"Aufgrund der großen Anzahl von Kunstrasenprojekten, die die FIFA in Afrika unterstützt hat, wurde der Schwerpunkt auf die CAF-Mitgliedsverbände gelegt. Der Mangel an angemessener Wartung aller Fußballspielflächen, insbesondere der Kunstrasenplätze, ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die afrikanischen Mitgliedsverbände derzeit stehen", so Gazapo Díez. "Im Rahmen des Workshops wurden für alle Teilnehmer theoretische und praktische Schulungen zur Instandhaltung von Natur- und Kunstrasenplätzen abgehalten. Wir müssen unbedingt das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig eine ordnungsgemäße Pflege von Natur- und Kunstrasenplätzen ist."
Teilnehmer wie Mamotsoaole Rebecca vom lesothischen Fussballverband waren sich einig, dass der Workshop, sowie die Unterstützung durch die FIFA, von unschätzbarem Wert gewesen seien. "Ohne die Unterstützung der FIFA wäre der lesothische Fussballverband nie in der Lage gewesen, Kunstrasenplätze in seinen Regionalverbänden und im Hauptquartier zu installieren", sagte sie. "Mit den hier erworbenen Kenntnissen können wir die FIFA-Berater darüber befragen, welche Art von Spielfeldern ein Land installieren muss, wie sie zu warten sind und wo man geeignete Wartungsgeräte erhält. Außerdem lernen die Mitgliedsverbände dadurch, welche Art von Rasen für ihr Land am besten geeignet ist."
Mustapha Samugabo, Anlagenmanager beim Fussballverband von Burundi, fügte hinzu, dass der Wissensaustausch ein weiterer wichtiger Aspekt des Workshops war. "Das hat uns sehr geholfen, unsere Kenntnisse zu verbessern – Kenntnisse, die wir dann an die Leute weitergeben können, welche für die Instandhaltung der bereits bestehenden Einrichtungen in den einzelnen Verbänden zuständig sind."
Gilbert Mouleka, Facility Manager des Fussballverbands von Gabun – einem Land mit sehr hohen Niederschlagsmengen – fügte hinzu: "Die Wetterbedingungen stellen uns in ganz Afrika vor große Probleme. Sie erlauben es uns nicht immer, die Infrastruktur in gutem Zustand zu halten. Hinzu kommt die Ausbildung des Personals für die Wartung dieser Infrastrukturen. Also hat dieser Workshop uns wirklich in vielerlei Hinsicht geholfen."
Manchmal können schon einfache Maßnahmen statt teurer Ausrüstung dazu beitragen, die Plätze in gutem Zustand zu halten. "Die Teilnehmer werden mit neuen theoretischen Grundlagen in ihre Länder zurückkehren, die sie in ihrer Heimat in die Praxis umsetzen können. Sie haben einige sehr einfache Tipps erhalten, mit denen sich die Qualität ihrer Spielfelder überprüfen und erhalten lässt, ohne dass dafür teure Ausrüstung nötig wäre", sagte Xavi Tordera, Rasenberater der FIFA. "Und durch den Erfahrungsaustausch ist den Teilnehmern klar geworden, dass sie alle mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben."