Spatenstich Ende 2025 für neues technisches Entwicklungszentrum des Fussballverbands von Grenada (GFA) in Simon
Vom FIFA-Forward-Programm finanzierte Anlage nur ein Beispiel für das Engagement der FIFA zur Förderung des Fussballs im karibischen Land
„Der Fussballverband von Grenada hat gleich von mehreren Förderprogrammen profitiert“, so Präsident Marlon Glean
Der Fussball in Karibikstaat Grenada strebt im wahrsten Sinne des Wortes nach oben. Nach dem Spatenstich Ende 2025 ist der Bau des hochmodernen technischen Entwicklungszentrums des Fussballverbands von Grenada (GFA) in der Stadt Simon im Bezirk Saint Andrew in vollem Gang. Die Anlage, die durch das FIFA-Forward-Programm finanziert wird, umfasst nach der Fertigstellung Spielfelder, Fitness- und Erholungsbereiche sowie Büro- und Unterrichtsräume.
Grenada, ein Inselstaat mit rund 117.000 Einwohnern, blickt auf eine lange Fussballtradition zurück. Der GFA wurde bereits 1924, d. h. lange vor der Unabhängigkeit des Landes, gegründet und ist damit einer der ältesten Fussballverbände der Karibik. 1978 trat er der FIFA bei. Für die darauffolgende WM-Endrunde 1982 feierte das Nationalteam der Männer sein Debüt in der WM-Qualifikation. Seit Ende der 1990er-Jahre nimmt das Team regelmässig an den Ausscheidungen teil. 2009, 2011 und 2021 gelang die Qualifikation für den Concacaf Gold Cup.
Die Förderung des Fussballs in einem kleinen Land erfordert aber finanzielle Mittel und Unterstützung. Die erfolgreiche Zusammenarbeit des GFA mit der FIFA ist daher eine wichtige Säule der ehrgeizigen Zukunftspläne. Über das FIFA-Forward-Programm, das nach dem Amtsantritt von Gianni Infantino als FIFA-Präsident lanciert wurde, sind inzwischen weltweit fast USD 5,1 Milliarden in die nationale und regionale Fussballförderung geflossen. Unterstützt werden massgeschneiderte Lösungen und Hilfsmassnahmen für die einzelnen FIFA-Mitgliedsverbände. Jeder Mitgliedsverband hat in der Phase 3.0 des FIFA-Forward-Programms (2023–2026) bis zu USD 8 Millionen erhalten. Seit dem Start des Programms sind die Beiträge damit um das Siebenfache gestiegen.
„Der Fussballverband von Grenada hat in den letzten vier Jahren dank der fortwährenden Unterstützung der FIFA gleich von mehreren Förderprogrammen profitiert“, sagte Marlon Glean, der seit 2022 GFA-Präsident ist.
Das neue technische Zentrum ist so etwas wie das Leuchtturmprojekt, aber nur ein Beispiel für die kreative und ganzheitliche Nutzung der FIFA-Forward-Beiträge durch den GFA. So hat der GFA mehr als USD 500.000 zur Förderung seines nationalen Kinderfussballprogramms eingesetzt, das Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 14 Jahren an 30 Standorten im ganzen Land Spielmöglichkeiten, wöchentliche Trainings, Turniere und Talentsichtungen bietet. Das nationale Kinderfussballprogramm markiert gleichzeitig den Start des FIFA-Talentförderprogramms in Grenada. Mit USD 1,5 Millionen unterstützt der GFA ferner seine A- und Jugendnationalteams beim Ausbau ihres Wettkampfprogramms. So reiste das Männernationalteam im März 2026 nach Ruanda zu zwei Partien der FIFA Series™, während das Frauennationalteam im April dank einem 3:1 gegen die Cayman-Inseln seinen ersten Sieg in einem Qualifikationsspiel der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ feierte.
„Einer der grössten Erfolge ist das Kinderfussballprogramm, das vor vier Jahren neu lanciert wurde. Mehr als 2000 Jungen und Mädchen machen jeden Samstag in 30 Zentren auf Grenadas drei Inseln mit. Jedes Kind hat eine komplette Ausrüstung erhalten, und jedes Zentrum wurde voll ausgestattet“, sagte Marlon Glean. „Darüber hinaus werden zur Leitung der Trainings über 70 Trainer beschäftigt. Dank dieser Initiative sollen dereinst mehr als 5000 Kinder regelmässig einmal pro Woche Fussball spielen und Spass haben. Diese breite Beteiligung bildet eine solide Grundlage für die Entdeckung und Förderung junger Talente.“ Seit Mai 2024 ist der GFA auch beim innovativen „Football for Schools“-Programm der FIFA dabei. Im April 2026 erfolgte in Gouyave zudem der Spatenstich für das erste FIFA-Arena-Minifeld des Landes.
„Nicht zuletzt dank Programmen wie Football for Schools, Kinderfussball, dem Talentförderprogramm, den FIFA-Programmen zur Frauenförderung, Zuschüssen für Klubs, dem FIFA-Arena-Programm und dem Bau eines technischen Zentrums hat sich der Fussball in Grenada auf allen Ebenen weiterentwickelt“, sagte Marlon Glean.
„Diese Programme haben enorm viel bewirkt, massgeblich zum Wachstum des Sports beigetragen und im ganzen Land neues Interesse und neue Begeisterung für den Fussball geweckt“, fügte er hinzu. „Ihr Einfluss zeigt sich besonders deutlich bei der Förderung vom Kinderfussball bis hin zu unseren Nationalteams und stärkt damit die gesamte Fussballstruktur innerhalb des GFA.“
„Der GFA ist der FIFA enorm dankbar für die anhaltende Unterstützung und überzeugt, in den kommenden Jahren weitere Fortschritte zu erzielen.“