Mit FIFA-Forward-Beiträgen finanzierte Anlage wichtiger Stützpunkt des costa-ricanischen Frauenfutsalnationalteams bei der Vorbereitung auf die Olympischen Jugendfutsalturniere 2026 in Dakar
FIFA-Beitrag von etwas mehr als USD 1 Million für die 2018 eröffnete Anlage
Moderne Trainingsanlage zentral für Cheftrainerin Tatiana Cascante und Kapitänin Naidelyn Barquero, die beide stolz auf die Teilnahme Ihres Landes an den Olympischen Jugendspielen sind
Die jungen costa-ricanischen Futsal-Spielerinnen vertreten die Farben ihres Landes bei den Olympischen Jugendfutsalturnieren 2026 in Dakar (Senegal), nachdem sie sich auf einer mit FIFA-Forward-Beiträgen errichteten Anlage auf diesen historischen Wettbewerb vorbereitet haben.
Bei den Turnieren, die Teil der ersten olympischen Sportveranstaltung auf afrikanischem Boden sind, sind je acht Männer- und Frauenteams dabei. Eine neue Spielergeneration hat so die Möglichkeit, auf internationaler Ebene anzutreten und die einzigartige Atmosphäre der Olympischen Jugendspiele zu erleben.
Für Costa Rica hat die Reise lange vor der Ankunft des Teams in Dakar begonnen. Im Zentrum der Vorbereitungen stand eine mit der Unterstützung des FIFA-Forward-Programms erbaute Futsal-Halle auf dem Gelände des Hauptsitzes des costa-ricanischen Fussballverbands in San Rafael in der Provinz Alajuela.
Die im Februar 2018 eröffnete Anlage bedeutete für den Futsal in Costa Rica eine erhebliche Investition. Die FIFA hat etwas mehr als USD 1 Million zu dem USD 1,8 Millionen teuren Projekt beigesteuert, dank dem Costa Rica nun über eine eigene Futsal-Halle mit einem Spielfeld mit den internationalen Massen 40 m x 20 m, Umkleideräumen, Einrichtungen für die Zuschauer sowie rund 450 Plätzen verfügt.
Für Tatiana Cascante, Cheftrainerin des costa-ricanischen Frauenfutsalnationalteams bei den Olympischen Jugendfutsalturnieren 2026, hat diese erstklassige Anlage die Entwicklung des Sports spürbar vorangetrieben.
„Das BN-Arena-Projekt ist eine grosse Hilfe für alle Klubs der ersten und zweiten Liga sowie der Jugendligen – für alle, die dort spielen“, sagte sie. „Diese Anlage motiviert Mädchen dazu, auch den Kraftraum und andere Einrichtungen zu nutzen. Sie ist für uns, die Liga und eigentlich für alle eine enorme Hilfe.“
Die Vorteile gehen weit über die Nationalteams hinaus. Seit der Eröffnung finden in der Arena regelmässig nationale Futsal-Wettbewerbe, internationale Spiele und Trainings statt, die Spielern aller Leistungsstufen neue Möglichkeiten bieten.
Im Dezember 2021 war die Halle Austragungsort der Endrunden der Futsal-Wettbewerbe der Männer und Frauen im Rahmen von Costa Ricas nationalen Sportspielen. Dies unterstreicht, wie wichtig die Anlage für die Nachwuchsförderung ist.
Auch auf internationaler Ebene hat die Arena bereits für unvergessliche Momente gesorgt. Im März 2023 besiegte das costa-ricanische Männerfutsalnationalteam hier Argentinien in einem Freundschaftsspiel mit 4:3, während das Frauenfutsalnationalteam im Februar 2025 an dieser Stätte gegen die USA sein allererstes Länderspiel bestritt.
Für Kasra Haghighi, Leiter der FIFA-Abteilung für Olympischen Fussball, Futsal und Beach-Soccer, zeigt Costa Ricas Teilnahme an den Olympischen Jugendspielen 2026 beispielhaft, wie Investitionen in die Infrastruktur den Futsal fördern und jungen Spielern Möglichkeiten bieten.
„Costa Rica ist eine echte Erfolgsgeschichte und zeigt, was durch nachhaltige Investitionen in die Entwicklung des Futsals erreicht werden kann. Mit der Unterstützung des FIFA-Forward-Programms haben wir die Infrastruktur geschaffen, dank der junge Spieler professionell trainieren und sich auf internationale Wettbewerbe vorbereiten können. Die Olympiateilnahme des costa-ricanischen Frauennationalteams hier in Dakar ist fantastisch. Bei den Investitionen geht es genau darum, Chancen auf diesem Niveau zu schaffen, Talente zu fördern und damit den Futsal weltweit weiterzuentwickeln.“
Die jungen costa-ricanischen Spielerinnen konnten dank der Anlage unter ähnlichen Bedingungen wie beim Turnier in Dakar trainieren und spielen.
Laut Cascante kam das Team, das aus verschiedenen Teilen des Landes stammt, in den Genuss von Einrichtungen, die für viele Spielerinnen absolut neu waren.
„Natürlich haben wir Spielerinnen aus verschiedenen Teilen des Landes. Aber nur sehr wenige von ihnen konnten zuvor einen Kraftraum nutzen, auf einem normierten Spielfeld spielen oder unter Bedingungen trainieren, die ihnen einen Eindruck auf das Turnier vermitteln. Die BN-Arena hat es möglich gemacht, und hier haben wir von Montag bis Freitag trainiert. Die Spielerinnen waren Feuer und Flamme.“
Naidelyn Barquero, Kapitänin des costa-ricanischen Frauenfutsalnationalteams bei den Olympischen Jugendspielen 2026 in Dakar, betonte ebenfalls die Vorteile des Trainings in der Arena im Vorfeld des Olympiaabenteuers.
Die voll ausgestattete Halle hat uns bei der physischen und mentalen Vorbereitung sehr geholfen. Auch der Trainerstab hat uns sehr unterstützt. Es ist toll, dort zu trainieren“, sagte sie. „Es ist ein wirklich grosses Spielfeld. Dank diesen Voraussetzungen holen Turniere wie in Dakar das Beste aus uns heraus.“
Cascante ist unheimlich stolz auf das Abschneiden ihres jungen Teams bei den Olympischen Jugendspielen.
„Man ist immer stolz darauf, sein Land zu vertreten, egal wo, vor allem aber bei Olympischen Spielen. Alle Mädchen und wir alle sind mit der festen Überzeugung hierhergekommen, eine gute Leistung zu zeigen. Wir wussten, dass es schwer werden würde, vor allem angesichts der Gruppe, in die wir gelost wurden“, erklärte Cascante.
„Aber wir waren zufrieden und froh, dass wir diese Erfahrung gemacht haben – zumal die Mädchen noch so jung sind – und von den Leuten wahrgenommen wurden. Darüber freuen wir uns sehr.“