Freitag 17 Mai 2024, 05:35

Gianni Infantino betont in seiner Ansprache vor dem FIFA-Kongress die Mission der FIFA zur weltweiten Förderung des Fussballs

  • Austragung des 74. FIFA-Kongresses in Bangkok – erster FIFA-Kongress in Südostasien

  • Vorschlag des FIFA-Präsidenten, ein U-15-Festival für alle FIFA-Mitgliedsverbände zu organisieren

  • Weltweite Verteilung der FIFA-Einnahmen von Gianni Infantino hervorgehoben

Bei seiner Ansprache vor dem FIFA-Kongress in Bangkok (Thailand) unterstrich Gianni Infantino die Mission der FIFA, den Fussball weltweit zu fördern und für Teams aus aller Welt mehr Möglichkeiten zu schaffen, sich miteinander zu messen.

Der FIFA-Präsident schlug vor, ein allen 211 FIFA-Mitgliedsverbänden offenstehendes U-15-Fussballfestival zu veranstalten, zusätzlich zu den bereits bestehenden U-20- und U-17-Turnieren. Er hielt ebenfalls fest, dass die FIFA zwar nur einen sehr kleinen Teil der Klub- und Länderspiele weltweit organisiere, aber einzigartig sei, weil sie ihre Einnahmen weltweit verteile und rund 70 % ihrer Mitgliedsverbände auf die Unterstützung der FIFA angewiesen seien, um den Fussball auf ihrem Gebiet zu organisieren.

Zum Auftakt seiner Rede betonte Gianni Infantino die einzigartige völkerverbindende Kraft des Fussballs. „Wir alle reden davon, dass der Fussball die Welt vereint. Wir wissen aber auch, dass wir heute in einer sehr aggressiven und geteilten Welt leben“, erklärte er.

„Die Welt zu vereinen, ist unsere Verantwortung sowie unsere Antwort auf Aggression, Hass und Krieg. Der Fussball bringt die Menschen auf der ganzen Welt zusammen – von Nord bis Süd und West bis Ost. Nur die Farbe des Trikots zählt, das die Spieler für ihren Klub oder ihr Nationalteam tragen.“

Des Weiteren bekräftigte er die Mission der FIFA, den Fussball rund um den Globus noch stärker zu fördern. Die Solidaritätszahlungen an die FIFA-Mitgliedsverbände sind seit 2016 um das Siebenfache gestiegen, während die FIFA im Frauen- und Männerfussball neue Spielmöglichkeiten bietet, indem sie Turniere vergrössert und neue eingeführt hat.

Jüngste Beispiele sind nach den Beschlüssen des FIFA-Rats diese Woche die FIFA Futsal-Frauen-Weltmeisterschaft™, die 2025 auf den Philippinen Premiere feiern wird, und die FIFA Klub-Frauen-Weltmeisterschaft™, die 2026 erstmals ausgetragen werden soll. Der FIFA-Präsident verwies auch auf die FIFA Series™, die in diesem März in fünf Ländern erstmals ausgetragen wurde und Nationalteams die Möglichkeit bietet, Freundschaftsspiele gegen Teams anderer Konföderationen zu bestreiten.

„Wir müssen allen auf der Welt mehr Möglichkeiten und so die Chance bieten, zu spielen, zu träumen, sich zu beteiligen und manchmal sogar ihr Leben zu verändern. Dabei geht es nicht nur um die sportliche, sondern auch die menschliche Entwicklung“, merkte er an.

Die FIFA sollte aber noch weitergehen. Deshalb schlug er vor, ein U-15-Turnier einzuführen, das nicht in erster Linie einen Wettkampf, sondern vielmehr ein Festival darstellen soll.

„Wir sollten an eine U-15-WM oder vielleicht eher an ein Festival für U-15-Teams für Jungen und Mädchen denken, an dem aber alle 211 Länder ohne Qualifikation teilnehmen könnten. Jeder sollte mit einem Team irgendwo auf der Welt bei diesem U-15-Fussballfestival antreten können“, sagte er und kündigte an, dass das genaue Format bei weiteren Gesprächen bestimmt werde.

In diesem Zusammenhang erinnerte der FIFA-Präsident daran, dass die FIFA vor allem Jugendwettbewerbe organisiere, während sie auf A-Stufe bei den Männern nur für einen sehr kleinen Teil der Spiele mit den besten Klubs und Nationalteams verantwortlich sei.

„Mit diesen ein oder zwei Prozent der Spiele, die die FIFA organisiert, finanziert sie den Fussball auf der ganzen Welt. Unsere Einnahmen gehen nicht nur an ein paar wenige Klubs in einem Land, sondern an 211 Länder rund um die Welt. Wir sind die einzige Organisation, die dies tut“, betonte er.

„Wir sollten uns auf unsere Aufgaben und unsere Mission konzentrieren, das heisst, Veranstaltungen und Wettbewerbe organisieren sowie den Fussball auf der ganzen Welt fördern, weil 70 % von Ihnen, sprich den FIFA-Mitgliedsverbänden, ohne die direkten FIFA-Beiträge keinen Fussball haben würden.“

FIFA-Präsident