Freitag 31 Oktober 2014, 12:49

Weltmeister in Topform - Italien und Niederlande im Playoff-Finale

Wenn aus vier zwei werden: Die Finalisten der europäischen Playoff-Runde zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015™ stehen fest. In spannenden Duellen sicherten sich Italien und die Niederlande ihre Chance auf das WM-Ticket. Desweiteren standen sich die WM-Teilnehmer Deutschland und Frankreich, sowie erneut Kanada und Japan gegenüber.

Italien und Niederlande weiter im Rennen Mit Italien, der Ukraine, Schottland und den Niederlanden waren vier Teams angetreten, um untereinander das letzte Europa-Ticket für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015™ auszuspielen. Zwei haben noch die Chance. Im Finale der Playoffs kämpfen Italien und die Niederlande um die Teilnahme am globalen Kräftemessen im nächsten Jahr.

Nach dem 2:1 aus dem Hinspiel reiste Italien mit großem Selbstbewusstsein in die Ukraine. Nach 47 Minuten schien der WM-Traum für Gli Azzurri in weite Ferne gerückt zu sein, nachdem Vira Dyatel die Ukraine mit einem Doppelpack mit 2:0 in Führung gebracht hatte. Die herausragende Melania Gabbiadini brachte Italien mit ihrem Treffer in der 55. Minute jedoch zurück ins Spiel. Patrizia Panico setzte elf Minuten vor dem Ende der Partie den Schlusspunkt zum 2:2 und beendete die Hoffnungen der Ukraine auf das Erreichen ihrer ersten Weltmeisterschaft. Mit 4:3 behielten Gli Azzurri am Ende die Oberhand und dürfen ihren Traum weiter leben.

Wie Italien war auch die Niederlande mit einem 2:1 im Rücken in die zweite Partie gegen Schottland gegangen. Im heimischen Sparta Stadion in Rotterdam fuhren die Niederländerinnen dank Lieke Martens und Manon Melis einen 2:0-Erfolg ein und gewannen das Halbfinale am Ende mit einem Gesamtergebnis von 4:1. Das Finale zwischen Italien und den Niederlanden wird am 22./23. und 26./27. November ausgetragen.

Gelungenes Jubiläum für DFB-Frauen Nach der Niederlage im Testspiel gegen Frankreich präsentierte sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im WM-Test gegen Schweden in deutlich besserer Form. Im 400. Länderspiel setzte sich die Elf von Trainerin Silvia Neid in Örebro mit 2:1 gegen den Gastgeber durch.

Nachdem die erste Halbzeit ohne Tore geblieben war, brachte Lotta Schelin, die zu den Kandidatinnen für die Wahl zur FIFA Weltfussballerin des Jahres 2014 gehört, die Schwedinnen in Führung. Ein Rückpass von Jennifer Cramer landete vor den Füßen von Schelin, die ohne Mühe einnetzen konnte. Nur acht Minuten später war es Dzsenifer Marozsan, die mit einem direkt verwandelten Freistoß den Ausgleich erzielte. Alexandra Popp, die in Hälfte zwei für Fatmire Alushi in die Partie gekommen war, brachte den Sieg in der 79. Minute unter Dach und Fach.

"Wir sind in allen Bereichen anders aufgetreten als gegen Frankreich, hatten eine gute Grundordnung und ein gutes Abwehrverhalten. Wir haben verdient gewonnen, ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", so Bundestrainerin Neid nach der Begegnung. Das nächste Länderspiel bestreiten die DFB-Frauen am 23.11. gegen England im legendären Wembley Stadium.

Erfolgreiche Kanada-Reise für Weltmeister Japan Japan scheint WM-Gastgeber Kanada nicht zu liegen. Nach dem 0:3 am Samstag kassierten die Kanadierinnen auch im zweiten Spiel gegen die Weltmeisterinnen eine Niederlage, wenn auch mit einem deutliche knapperen Ergebnis. 2:3 stand am Ende auf der Anzeigetafel des BC Place Stadium in Vancouver.

Asano Nagasato eröffnete vor 14.328 Zuschauern den Torreigen. Nach dem Seitenwechsel sorgte Sophie Schmidt für den Ausgleich, ehe Yuki Ogimi die Gäste erneut in Front brachte. Kurz vor dem Ende der Begegnung konnte sich Schmidt erneut in die Liste der Torschützinnen eintragen und es sah fast so aus, als würden Christine Sinclair und Co. ein Remis einfahren können. Doch sie hatten die Rechnung ohne Aya Sameshima gemacht, die kurz vor dem Abpfiff zum 3:2 für Japan traf.