Sonntag 18 Juni 2023, 14:00

Turniervermächtnis nach erfolgreicher Inspektionstour für Wood im Vordergrund

Laut Johanna Wood, Präsidentin des neuseeländischen Fussballverbands (NZF) und Mitglied des FIFA-Rats, steigt einen Monat vor dem mit Spannung erwarteten Start der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien & Neuseeland 2023™ die Vorfreude in Neuseeland.

Gemeinsam mit FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura, FIFA-Frauenfussballdirektorin Sarai Bareman sowie Rodolfo Villalobos, Präsident des costa-ricanischen Fussballverbands und Mitglied des FIFA-Rats, gehörte Wood einer Delegation an, die im Laufe der letzten Woche einige turnierbezogene Anlagen in ganz Neuseeland besuchte.

"Wir haben Umbauten der Stadien und Anlagen und die Vorbereitungen in den Städten gesehen und festgestellt, dass die Begeisterung steigt, weil den Menschen bewusst wird, dass das Turnier nun unmittelbar vor der Tür steht", so Wood.

"In meiner Funktion als Ratsmitglied konnte ich gemeinsam mit der Generalsekretärin reisen und aus erster Hand miterleben, was vor sich geht. Ich habe die Vorbereitungen auf höchster Ebene und auch an der Basis gesehen. Das ist wirklich wichtig."

FIFA Secretary-General New Zealand Visit

Eine arbeitsreiche Woche ging am Montag mit dem Besuch des Eden Park zu Ende, in dem am 20. Juli das Eröffnungsspiel stattfindet. Weitere Höhepunkte waren die Inspektion der Umbauten am Wellington-Regionalstadion sowie an mehreren Teamquartieren.

Laut Wood war es erfreulich, die geleistete Arbeit in Christchurch aus erster Hand zu sehen. Christchurch zählt ebenso wie Tauranga und Palmerston North zu den Städten, die keine Spielorte sind, aber Teamquartiere beherbergen.

"Wir rufen die Menschen in diesen Städten dazu auf, diese Teams wirklich wie eine zweite Heimmannschaft zu behandeln."

Vermächtnis im Fokus

Über das Programm Aotearoa United hat der NZF beträchtliche Mittel investiert, damit die Städte auch weit über die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ hinaus vom Turnier profitieren.

"Ein Vermächtnis wird die erhöhte Teilnahme sein, und zwar nicht nur bei Frauen und Mädchen, sondern auch bei den Jungen", so Wood. "Das haben wir in Ellerslie gesehen, wo ein kleiner Junge die Generalsekretärin gebeten hat, seinen Ball zu signieren."

"Außerdem haben wir in den Anlagen der Stadien und Teamquartiere Vermächtnisse gesehen, die mit solchen Dingen wie Unisex-Umkleiden einhergehen und für unsere Community einen großen Fortschritt darstellen."

"Wir haben an den Schulen ein Programm namens Kōtuitui gestartet, das wir gemeinsam mit Sport New Zealand entwickelt haben. Dabei geht es darum, wie sich junge Menschen über den Fussball mit anderen Kulturen befassen können."

"Außerdem haben wir das Fantailes-Programm ins Leben gerufen, mit dem Ziel, jungen Mädchen das Fussballspielen zu ermöglichen und dabei einfach Spaß zu haben. Das ist ebenso wichtig."

In Neuseeland ging mit Wellington Phoenix 2021 das erste Profiteam an den Start. Auch abseits des Spielfelds ist in vielen Bereichen ein beträchtliches Wachstum zu verzeichnen, unter anderem bei der Ausbildung, den Spieloffiziellen und den Führungsstrukturen.

"Bei einem weiteren Vermächtnis, das bereits jetzt abzusehen ist, geht es um Frauen in Führungspositionen auf dem Fussballfeld und abseits davon. Derzeit läuft die vierte Auflage des Programms und einige Teilnehmerinnen der ersten Ausgaben übernehmen jetzt bereits Funktionen bei dieser Weltmeisterschaft. Wir haben junge Frauen im Fussball auf und neben dem Platz geschult. Das werden wir auch weiterhin tun, denn es ist wirklich wichtig."

31 Tage vor Turnierstart hatte Wood noch einen letzten Rat: "Meine Botschaft lautet: Vergessen Sie nicht, sich Tickets zu sichern. Ich war schon bei mehreren Weltmeisterschaften und weiß daher, dass Sie diese Gelegenheit, im Stadion dabei zu sein und die Atmosphäre hautnah zu erleben, nicht verpassen sollten."