Ángel Orelien zieht die Fäden im Mittelfeld
Ziel: Negativserie beenden
"Wir haben eine starke Hintermannschaft"
Er organisiert, trickst, liefert Vorlagen und führt sogar Elfmeter aus. Ángel Orelien ist gerade einmal 18 Jahre alt und zählt damit zu den jüngsten Spielerin im Kader Panamas für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019. Dennoch strahlt er im Mittelfeld viel Reife aus.
"Ich habe früher in unserem Stadtviertel immer Fussball gespielt, aber oftmals ließ meine Mutter mich nicht gehen. Sie wollte, dass ich lerne. Und dann hat mich mein Opa eines Tages heimlich in die Fussballschule von Felipe Baloy gebracht. So fing alles an ...", erzählt er lachend im Exklusiv-Interview mit FIFA.com.
"Ich freue mich sehr darüber, aber das habe ich schon abgehakt. Jetzt konzentriere ich mich ganz auf die Gegenwart und bereite mich darauf vor, auf dem Platz mein Bestes zu geben. Panama hat bei einer U-20-WM noch nie ein Spiel gewonnen, das wollen wir jetzt endlich schaffen und noch viel mehr."
Große Herausforderung
Fest steht, dass es nicht einfach werden wird. Um die erste Runde zu überstehen, müssen die Canaleros sich gegen Teams durchsetzen, die ebenfalls hoch hinaus wollen, nämlich gegen Frankreich, Mali und Saudiarabien.
"Das ist eine schwierige Gruppe mit guten Mannschaften. Wir haben uns Videos angeschaut, machen uns aber keine übermäßigen Sorgen. Wir beschäftigen uns lieber mit uns selbst. Die Konzentration und was wir selbst tun, werden auf dem Spielfeld entscheidend sein. Wir werden jede Partie richtig angehen."
Diese panamaische Auswahl verfügt außerdem über mehr Erfahrung als die vorherigen. Daher kann sie allen Gegnern auf Augenhöhe gegenübertreten.
"Wir sind gut vorbereitet und konzentriert. Wir haben eine gute Mannschaft mit Spielern, die im Ausland aktiv sind. Wir wachsen als Team jeden Tag enger zusammen und können es mit jedem Gegner aufnehmen."
Er ist unbestreitbar die Führungsperson in seinem Team und trägt damit viel Verantwortung. Wir wollen wissen, wie er mit dem Druck umgeht. "Jeder Fussballer steht unter Druck, egal wo. Ich habe Leute hinter mir, die mir helfen, damit umzugehen und mit beiden Beinen fest auf der Erde zu bleiben. Ich habe gute Trainer, die viel mit mir sprechen und weiß genau, dass ich noch viel lernen muss", meint er abschließend.