Donnerstag 23 Mai 2019, 21:53

Magiera: "Das ist nicht das Ende des Turniers"

  • Polen startet mit Niederlage ins Heimturnier

  • Walukiewicz muss verletzt vom Platz

  • Trainer bleibt optimistisch

So hatten die Gastgeber sich ihr erstes Spiel in diesem Turnier nicht vorgestellt. Polen präsentierte sich entschieden schwächer als Kolumbien und musste am Ende eine 0:2-Niederlage hinnehmen.

"Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Sie hatten mehr Torschüsse und waren mental und physisch schneller als wir. Die Kolumbianer haben dieses Jahr schon 15 Spiele bestritten, wir nur drei. Diese Tatsache lässt sich nicht leugnen. Es war klar, dass der Zusammenhalt bei ihnen viel größer ist. Sie haben sich auch in Eins-zu-eins-Situationen auf den Außenbahnen gegen uns durchgesetzt und dadurch bei vielen Gelegenheiten die Oberhand behalten. Wir mussten versuchen, im Spiel zu bleiben. Gleichzeitig hatten wir im Angriff aber nichts zu bieten. Unser Stürmer war isoliert und wurde nicht bedient. Die Kolumbianer waren vielleicht auch nicht in allem perfekt, aber sie waren gut. Das steht fest", so die Aussage des polnischen Trainers Jacek Magiera.

Der Trainer betonte jedoch, dass sein Team die Hoffnung trotz aller Probleme nicht aufgegeben habe. "Die Jungs dürfen jetzt die Köpfe nicht hängen lassen. Sie müssen sich den Medien stellen und ihre Meinung vertreten. Das ist eine gute Erfahrung für sie. Meine Mitarbeiter und ich werden die Jungs weiter motivieren. Das ist nicht das Ende des Turniers. Ganz und gar nicht! Wir haben jetzt zwei Tage Zeit, das heutige Spiel zu analysieren, die Mannschaft umzustellen und uns auf unser nächstes Spiel gegen Tahiti vorzubereiten. Wir werden alles Notwendige tun. Noch haben wir unser Schicksal selbst in der Hand. Schreiben Sie diese Spieler noch nicht ab. Dies ist ein schwieriger Moment, aber jetzt wird sich zeigen, wer mental bereit ist, noch einen Zahn zuzulegen und in Zukunft auf höherem Niveau zu spielen.

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Die Kolumbianer waren nach der Partie derweil begeistert. "Die Polen haben uns nicht überrascht. Wir wussten, dass sie versuchen würden, das Spiel zu dominieren, und das haben sie auch getan. Aber wir waren geduldig", so Arturo Reyes, Trainer der Cafeteros. "Wir haben darauf gewartet, dass sie einen Fehler machen, und als es dann passierte, waren wir bereit, ihn zu unserem Vorteil zu nutzen."

Kolumbiens Trainer pries den Torschützen Ivan Angulo, der der polnischen Abwehr schwer zusetzte. "Ivan hat uns geholfen, uns für dieses Turnier zu qualifizieren, auch wenn wir bekanntermaßen in der Qualifikation Abschlussprobleme hatten. Er ist ein Spieler, der gern hart arbeitet. Ich bin absolut zufrieden mit ihm."

"Ich freue mich über das Tor, aber noch mehr freue ich mich über den Sieg", so Angulo.

Am zweiten Spieltag der Gruppenphase trifft Polen auf Tahiti, Kolumbien tritt gegen Senegal an.