Freitag 14 Oktober 2022, 14:00

FIFA begrüsst Bericht des Europarats zur Beendigung der Diskriminierung von Frauen im Sport

  • Wichtiger Schritt im Kampf für Chancengleichheit im Sport

  • Zusammenarbeit zwischen der Sportwelt und der Politik zentral

  • Anerkennung des FIFA-Engagements im Bericht

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PVER) hat einen Bericht zum Kampf für Chancengleichheit im Sport sowie zur Beendigung der Diskriminierung von Frauen in der Sportwelt verabschiedet. Der Bericht wurde von Edite Estrela verfasst, die Mitglied der portugiesischen Delegation in der PVER (Fraktion der Sozialisten, Demokraten und Grünen) ist. Der Bericht ruft die Mitgliedsstaaten des Europarats dazu auf, Massnahmen gegen drängende Probleme wie Gewalt, Sexismus sowie Geschlechter- und Lohndiskriminierung zu ergreifen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass Frauen in ihrer ganzen Vielfalt die gleichen Möglichkeiten haben, sich an Sportaktivitäten zu beteiligen. Die Zusammenarbeit zwischen der Sportwelt und der Politik ist dabei laut dem Bericht zentral, damit der Sport wirklich für einen Wandel sorgen kann.

Der Bericht nimmt ausdrücklich Bezug auf das Engagement der FIFA zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, etwa mithilfe des FIFA-Guardians-Programms, einer Schulungsinitiative zur Gewaltprävention, die schon 5000 Personen absolviert haben, sowie mit der führenden Rolle der FIFA bei der Gründung einer neuen sportübergreifenden internationalen Organisation, die Gewalt gegen Frauen im Sport verhindern und bekämpfen soll. Ausserdem würdigt der Bericht die Massnahmen der FIFA zur Förderung des Frauenfussballs sowie von Frauen in Führungspositionen und verweist dabei auf die Investitionen in Höhe von USD 1 Milliarde in die Entwicklung und Profilierung des Frauenfussballs. 2019 hat die FIFA die finanziellen Beiträge an die Teams bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™ mehr als verdreifacht und sich verpflichtet, die Gelder für die Ausgabe 2023 weiter zu erhöhen. Erwähnt werden auch die Tatsache, dass die FIFA eine Generalsekretärin hat, sowie die Massnahmen der FIFA zur Förderung von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Fussballverwaltung. Mit diesem Bericht verurteilt die Versammlung auch Hassreden und Sexismus gegen Sportlerinnen, einschliesslich LBTI-Athletinnen. Schliesslich nennt der Bericht eine Bandbreite nötiger Massnahmen hinsichtlich folgender Punkte:

  • Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in ihrer ganzen Vielfalt, auch im Sport

  • Prävention von Gewalt gegen Frauen, einschliesslich LBTI-Frauen, im Sport

  • Unterstützung für Gewaltopfer mit einer unabhängigen und spezialisierten Struktur

  • Ausbildung von Sportpersonal zur Verhinderung aller Formen geschlechtsbezogener Gewalt

  • Verfolgung von Gewalttätern sowie Beendigung der Straflosigkeit in diesem Bereich

  • Lancierung von Sensibilisierungskampagnen zur Verhinderung und Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt, auch bei Sportgrossveranstaltungen

Grundsätze für den Kinderschutz

Im einklang mit den bestimmungen und im sinne der uno-kinderrechtskonvention beruht der schutz von kindern im fussball auf den folgenden fünf grundsätzen:

safeguarding success stories
Prinzip 1

Wir handeln im besten Interesse der Kinder. Der Schutz von Kindern ist Teil unseres Engagements, ihre Freude am Fussball und ihre sportliche Leistung zu steigern.

principle 2
Prinzip 2

Die Rechte der Kinder werden in allen Bereichen des Fussballs geachtet und durch den Fussball gefördert.

principle 3
Prinzip 3

Die Grundsätze und Verfahren im Handbuch gelten für alle Kinder ohne Diskriminierung jeglicher Art.

principle 4
Prinzip 4

Der Schutz von Kindern liegt in der Verantwortung von uns allen, unabhängig von unserem Herkunftsland oder unserer Funktion im Fussball.

principle 5
Prinzip 5

Spezifische Aufgaben und Zuständigkeiten sind innerhalb des MV festzulegen, und jeder Verdachtsfall wird gemäss dem festgelegten Verfahren und in Übereinstimmung mit nationalem Recht gemeldet und entsprechend bearbeitet.