Neun von zehn afrikanischen Teams bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in der K.-o.-Phase
Investitionen von über USD 1 Milliarde in den afrikanischen Fussball durch das FIFA-Forward-Programm in den vergangenen zehn Jahren
Lob des FIFA-Präsidenten für Kap Verdes WM-Auftritt und den Stolz, den die Nation einem ganzen Kontinent bescherte
Die FIFA setze weiterhin alles daran, afrikanischen Talenten Möglichkeiten zu bieten, um auf der Weltbühne zu glänzen und an die Leistungen bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ anzuknüpfen, bei der neun der zehn afrikanischen Teilnehmer die K.-o.-Phase erreichten, wie FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte.
Bei der CAF-Strategiekonferenz auf der kapverdischen Insel Sal dankte der FIFA-Präsident den afrikanischen FIFA-Mitgliedsverbänden für ihre tägliche Arbeit in ihren Ländern und betonte, dass diese nun Früchte trage.
„Der Fussball gehört allen Menschen auf der ganzen Welt. Unsere Aufgabe ist es, Chancen zu schaffen und die erforderlichen Mittel zu finden, damit diese Chancen Wirklichkeit werden“, sagte der FIFA-Präsident in seiner Ansprache.
„Einige Früchte dieser Arbeit wurden bereits bei der letzten [FIFA] Fussball-Weltmeisterschaft sichtbar, die die erfolgreichste der Geschichte war, ob gemessen an den Zuschauerzahlen, dem sportlichen Niveau oder dem finanziellen Erfolg. In jeder Hinsicht. Und Sie haben gesehen, wie erfolgreich sich der afrikanische Fussball bei dieser [FIFA] Fussball-Weltmeisterschaft präsentiert hat. Dies ist Ihnen und Ihrer Arbeit zu verdanken, die Sie Tag für Tag in Ihren Ländern, auf Ihrem Kontinent und auf der ganzen Welt leisten, um den Fussball weiter voranzubringen. Afrikanische Talente, liebe Freunde, haben den Weltfussball geprägt und prägen ihn heute mehr denn je.“
Insbesondere Kap Verde sorgte weltweit für Aufsehen, als die Nationalmannschaft bei ihrem Debüt an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in der Gruppe H gegen den späteren Weltmeister Spanien (0:0) sowie gegen Uruguay (2:2) und Saudi-Arabien (0:0) ungeschlagen blieb, sich für das Sechzehntelfinale qualifizierte und Titelverteidiger Argentinien erst nach Verlängerung mit 2:3 unterlag.
„Die ganze Welt kennt Kap Verde. Die Blauen Haie haben ihr Land und einen ganzen Kontinent stolz gemacht“, sagte der FIFA-Präsident. „Vor allem aber haben sie die Herzen der Menschen erobert, nicht nur die der Kapverdier in ihrer Heimat und rund um den Globus, sondern die von Menschen rund um den Erdball.“
Nun gelte es, die Arbeit konsequent fortzusetzen und das Wachstum des afrikanischen Fussballs weiter voranzutreiben, so der FIFA-Präsident.
„Der Fussball gehört allen“, sagte Gianni Infantino. „Der Geburtsort eines Kindes darf nicht über dessen Chancen entscheiden. Um dies zu verändern, müssen wir weiterhin in Infrastruktur, Trainerausbildung und Wettbewerbe investieren, damit diese Talente die Chance erhalten, ihr Potenzial zu entfalten und zu glänzen. Da der afrikanische Fussball den Weltfussball immer stärker mitgestaltet, müssen wir dafür sorgen, dass diese aussergewöhnlichen Talente weltweit noch stärker zur Geltung kommen.“
Auf der Konferenz in Kap Verde erarbeiteten hochrangige Entscheidungsträger, Trainer und Fussballexperten die Grundlagen für die nächste Entwicklungsphase des afrikanischen Fussballs. Ebenfalls zugegen waren Arsène Wenger, FIFA-Direktor für globale Fussballförderung, und Gelson Fernandes, stellvertretender FIFA-Direktor Mitgliedsverbände.
Zur Begrüssung von Gianni Infantino und der FIFA-Delegation erklärte Mário Semedo, Präsident des kapverdischen Fussballverbands (FCF): „Die Anwesenheit von Ihnen und Ihrer Delegation ist für Kap Verde eine grosse Ehre. Sie zeugt von Freundschaft und Respekt für den afrikanischen Fussball und spiegelt das Engagement der FIFA für Dialog, Inklusion und die weltweite Förderung des Fussballs wider – Prinzipien, die Ihre Führung kennzeichnen.“
Wie der FIFA-Präsident erläuterte, hat die FIFA in den letzten zehn Jahren über das FIFA-Forward-Programm mehr als USD 1 Milliarde in den afrikanischen Fussball investiert und damit 124 Projekte ermöglicht, darunter den Bau neuer Verbandszentralen, nationaler Trainingszentren und von Stadioninfrastruktur sowie die Durchführung von Wettbewerben.
„Als FIFA-Präsident erfüllt es mich mit Stolz, gemeinsam mit Ihnen allen in den vergangenen zehn Jahren einen kleinen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet zu haben. Diese bemerkenswerte Erfolgsgeschichte gilt selbstverständlich sowohl für den Männer- als auch für den Frauenfussball“, sagte Gianni Infantino.
Bezüglich Stadioninfrastruktur verwies Gianni Infantino darauf, dass vor zwei Jahren 26 der 54 afrikanischen Verbände ihre Heimspiele nicht im eigenen Land austragen konnten, weil ihre Stadien die erforderlichen Standards nicht erfüllten. Inzwischen sei diese Zahl auf 14 gesunken, wobei zwei dieser Verbände aus Sicherheitsgründen weiterhin keine Heimspiele ausrichten könnten.
„Unser Ziel, unser gemeinsames Ziel, ist es natürlich, dafür zu sorgen, dass noch mehr von Ihnen und letztlich Sie alle Ihre Heimspiele auf eigenem Boden austragen können. Denn genau das haben Sie verdient – und genau das haben auch Ihre Mädchen, Ihre Jungen, Ihre Kinder und die Menschen in Ihren Ländern verdient.“
Zudem merkte er an: „Die Voraussetzungen sind gegeben: Das Talent ist da, die Leidenschaft ist da, die Infrastruktur wird ausgebaut, und sowohl im Männer- als auch im Frauenfussball kommen neue Wettbewerbe hinzu.“
CAF-Präsident Patrice Motsepe schloss sich den Ausführungen von Gianni Infantino an und betonte die Wichtigkeit gemeinsamer Anstrengungen.
„Bei Diskussionen dieser Art ist es uns wichtig, die gesamte Fussballfamilie zusammenzubringen. Sie, Herr Infantino, setzen sich mit der FIFA seit vielen Jahren in historischer, herausragender Weise für unseren Kontinent ein, aber auch für die Entwicklungsländer und den Fussball insgesamt“, sagte er. „Heute wollen wir einmal mehr die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorheben.“