Mittwoch 15 April 2026, 21:00

Gianni Infantino betont in Washington, D. C. die potenzielle Wirkung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • Ansprache von FIFA-Präsident Gianni Infantino beim CNBC Invest in America Forum in der US-Hauptstadt

  • Rekordeinnahmen aus der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ – mit den USA als Co-Gastgeber – für die nationale und internationale Fussballförderung

  • „Man muss natürlich in Amerika, in den Fussball und in die FIFA investieren“, so Gianni Infantino

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat deutlich gemacht, wie sehr die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ mit 48 Teams die Wirtschaft, die Investitionen und die Gesellschaft weltweit langfristig prägen wird, insbesondere in den USA, wo 78 der insgesamt 104 Spiele ausgetragen werden.

„Alles, was wir erwirtschaften, fliesst vollständig in den Fussball zurück“, betonte Gianni Infantino in seiner Rede vor dem CNBC Invest in America Forum in Washington, D. C. (USA). Beim Forum, das von der bekannten CNBC-Moderatorin Sara Eisen geleitet wurde, erörterten Investoren, Regierungsvertreter und Unternehmer die neuesten Trends in der Wirtschafts- und Industriepolitik.

„Wir investieren in Amerika und in den hiesigen Fussball“, sagte der FIFA-Präsident. „Es geht immer darum, Spass zu haben. Ein Teil des Spasses liegt natürlich auch in der Unterhaltung – im Geschäft und in den Investitionen. Man muss investieren. Man muss natürlich in Amerika, in den Fussball und in die FIFA investieren.“

Investitionen bedeuten Wachstum und Dividenden. Investitionen kommen dem gesamten Fussball zugute und verbessern den Zugang und die Chancen in Kommunen in den USA und auf der ganzen Welt. Die enorme Bedeutung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ geht weit über das Finale am Sonntag, 19. Juli 2026, in New York/New Jersey hinaus. Gemäss Schätzungen der Welthandelsorganisation generiert das gemeinsam von Kanada, Mexiko und den USA organisierte Turnier einen Bruttoumsatz von USD 80,1 Milliarden, allein USD 30,5 Milliarden davon in den USA. Während sich diese Mittel auf die gesamte Wirtschaft verteilen, rechnet die FIFA für das Turnier mit Einnahmen von USD 11 Milliarden, die in den Fussball zurückfliessen, wie Gianni Infantino festhielt.

„Dieses Geld geht an 211 Länder auf der ganzen Welt und ist für Fussballprojekte, Akademien, Stadien, Spielfelder sowie Wettbewerbe für Mädchen und Jungen bestimmt – in 211 Ländern, mehr als die UNO Mitgliedstaaten hat. Drei Viertel von ihnen könnten sich wohl keinen organisierten Fussball leisten, wenn sie keine Mittel aus einem Turnier wie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft erhalten würden.“

FIFA President at CNBC Invest in America Forum

Über das FIFA-Forward-Programm erhalten die 211 FIFA-Mitgliedsverbände im Zyklus 2027–2030 voraussichtlich Beiträge in Rekordhöhe von USD 2,7 Milliarden – achtmal mehr als vor zehn Jahren. Seit dem Amtsantritt von Gianni Infantino hat die FIFA USD 5,1 Milliarden in die globale Fussballförderung investiert. Das FIFA-Forward-Programm ist nur eine von vielen Initiativen, um den Fussball in weiteren Regionen der Welt noch stärker zu verbreiten.

Das Potenzial in den USA ist besonders vielversprechend, wenn man die Fortschritte der letzten Jahrzehnte sowie die Begeisterung des Landes für Sport und Unterhaltung bedenkt.

„Die amerikanische Unterhaltungsindustrie ist die Nummer eins der Welt. Das ist wohl unbestritten, oder? Jede Form der Unterhaltung kommt aus Amerika und wird von dort geprägt, nur der Fussball nicht“, erklärte Gianni Infantino. „Ich glaube deshalb, dass es hier noch grosses Potenzial gibt, vor allem im Kinderfussball.“

FIFA President at CNBC Invest in America Forum

Mit der spektakulären FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1994™ ist der Fussball in den USA wiedererwacht. Zwei Jahre später feierte die Major League Soccer (MLS) Premiere, die seither stark gewachsen ist und mittlerweile 30 Klubs umfasst (darunter drei in Kanada). Das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft. Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ wird mit ihrer historischen und rekordverdächtigen Dimension weiteren Schub geben.

„Das Potenzial ist riesig, aber es braucht Investitionen“, betonte Gianni Infantino. „Es müssen einige Regeln geändert werden. Die Amerikaner werden sehen, was ein Turnier wie die WM bewirken kann, wenn sieben Millionen Menschen in die Stadien pilgern und zig Millionen aus der ganzen Welt in die USA kommen, um mitzufiebern.“

Die WM hinterlässt nicht nur sportlich, sondern auch für Millionen von Fans ein Vermächtnis. Nachhaltig profitieren auch die 16 Spielorte (elf davon in den USA) und weitere Städte auf dem Kontinent, wo die 48 Teams trainieren, Menschen zu Besuch kommen, Stellen geschaffen werden und der Fussball zum Synonym für Zusammenhalt, Chancen und Emotionen wird.

FIFA President at CNBC Invest in America Forum

„In den USA werden etwa 200.000 feste Arbeitsplätze geschaffen. Wir beschäftigen 5000 Personen ausschliesslich für dieses Projekt und akkreditieren etwa 300.000 Personen für das Turnier“, sagte der FIFA-Präsident zur beispiellosen Dimension dieses Turniers.

„Ziel ist eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft, die sowohl hinsichtlich Sicherheit – keine Vorfälle – als auch sportlich ein Erfolg ist, das heisst grossartige und spannende Spiele“, fügte er hinzu.

„Noch mehr Fussballbegeisterung in den USA wäre das Tüpfelchen auf dem i.“

Wie Gianni Infantino festhielt, soll der Fokus der WM auf Inklusion und Barrierefreiheit über die Politik und die aktuellen Probleme hinausgehen. Auf die Frage nach der Teilnahme der IR Iran bekräftigte der FIFA-Präsident seine Erwartung, dass die iranische Nationalmannschaft ihren rechtmässigen Platz in der Gruppe G neben Belgien, Ägypten und Neuseeland einnehmen wird.

„Das iranische Team kommt auf jeden Fall“, betonte er. „Wir hoffen, dass sich die Lage bis dahin beruhigen wird. Das würde auf jeden Fall helfen. Das iranische Team muss dabei sein, wenn es sein Volk vertreten soll. Die IR Iran hat sich qualifiziert und verfügt über ein wirklich gutes Team. Das Team will und soll spielen. Sport sollte nichts mit Politik zu tun haben.“