Laut Gianni Infantino habe man „den Fussball zurück zur FIFA und die FIFA zurück zum Fussball gebracht“, seit er am 26. Februar 2016 gewählt wurde
FIFA-Mitgliedsverbände auf einem neuen Weg, der auf Reformen, Transparenz und Entwicklung basiert
Weltverband gemäss Infantino Bindeglied des Sports
Anlässlich des zehnten Jahrestags seiner Wahl zum FIFA-Präsidenten hat Gianni Infantino den Präsidenten aller 211 FIFA-Mitgliedsverbände in einem Schreiben für ihre Unterstützung und ihren Beitrag zu den Reformen innerhalb der FIFA gedankt, mit denen die Organisation den weltweit beliebtesten Sport weiterentwickelt.
Infantino führte elf wichtige Erfolge seit seiner Wahl auf dem ausserordentlichen Kongress im schweizerischen Zürich am 26. Februar 2016 auf und sagte: „Ich glaube, dass wir den Fussball erfolgreich zur FIFA und die FIFA zum Fussball zurückgebracht haben. Und das haben wir gemeinsam geschafft.“
Infantino erinnerte daran, dass der Weltverband vor seiner Amtszeit in einer Krise steckte, die seine Existenz bedrohte, und dass der FIFA-Kongress mit seiner Wahl einen neuen Weg eingeschlagen habe, der „auf Reformen, Transparenz und Entwicklung” basiere.
Er betonte, dass die Einheit zwischen der FIFA und den Mitgliedsverbänden wesentlich zur Transformation des Fussballs beigetragen habe. „Ich möchte Ihnen daher aus tiefstem Herzen für Ihre Arbeit, Ihr Engagement und natürlich Ihre unerschütterliche Unterstützung danken, die dies ermöglicht haben, sowie für Ihre Rolle dabei, die FIFA in den letzten zehn Jahren wieder zum Fussball zurückzubringen“, betonte der FIFA-Präsident.
Er sprach auch darüber, wie wichtig ein starker, funktionierender Weltverband für den Sport sei. „Die FIFA ist das Bindeglied zwischen den verschiedenen Ebenen des gesamten Fussball-Ökosystems“, erklärte er und fügte hinzu, dass man auch die Wahrnehmung des Weltverbands als Institution verändert habe. „Aus diesem Grund ist eine starke, vertrauenswürdige und geeinte FIFA nicht nur wünschenswert, sondern sogar notwendig, damit unser Sport weiterhin florieren kann.“
Er schloss mit den Worten: „Vielen Dank, dass Sie das Wohl des Fussballs in den Mittelpunkt stellen und erkennen, dass der Sport trotz einer von Spaltung und Konflikten geprägten Welt uns alle nach wie vor stark verbindet.“
Zu den wichtigsten Erfolgen gehören:
Mehr direkte Finanzmittel für die FIFA-Mitgliedsverbände durch das 2016 eingeführte FIFA-Forward-Programm. Die Fördermittel haben sich seitdem versiebenfacht, und die Mitgliedsverbände entscheiden selbst, wie sie am besten in die Entwicklung des Fussballs in ihren Ländern investieren.
Dank des FIFA-Talentförderprogramms werden junge Talente in den Mitgliedsverbänden stärker gefördert. Damit soll jeder junge Spieler unabhängig von seiner finanziellen Situation oder seinem Wohnort die Möglichkeit erhalten, sein Talent zu entfalten.
Mehr Kapazitätsaufbau innerhalb der FIFA-Mitgliedsverbände in wichtigen Verwaltungsbereichen wie Recht, Finanzen, Infrastruktur, Medizin, IT, Schutz und Sicherheit sowie spezielle Programme für Frauen in Führungspositionen im Fussball.
Stärkere Einbindung der FIFA-Mitgliedsverbände in die Entscheidungsfindung durch offene Foren, die als FIFA-Fussballgipfel bekannt sind und bei denen Ideen zur Zukunft des Fussballs ausgetauscht und diskutiert werden, sowie durch die neu eingeführten ständigen Kommissionen der FIFA
Mehr Fairness für die Mannschaften der FIFA-Mitgliedsverbände dank der Einführung von Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) im Jahr 2018, die inzwischen in 83 Mitgliedsverbänden zum Einsatz kommen. Der Weltverband hat sich bemüht, diese Verbesserungen weiter zu optimieren, zunächst durch die Entwicklung von VAR Light und zuletzt durch die Einführung der Fussball-Videounterstützung. Darüber hinaus rief die FIFA im Jahr 2024 mit einstimmiger Unterstützung aller 211 Mitgliedsverbände eine globale Initiative gegen Rassismus ins Leben.
Mehr Transparenz abseits des Spielfelds für die FIFA-Mitgliedsverbände mit Jahresabschlüssen nach den höchsten Standards (International Financial Reporting Standards (IFRS)), einem zentralen Überprüfungsprogramm für alle Entwicklungsfonds und Transparenz bei den Bewerbungs- und Vergabeverfahren für wichtige Turniere.
Mehr Wettkampfmöglichkeiten für Männer-Nationalmannschaften durch die Erweiterung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ auf 48 Teams, wodurch mehr Nationen die Chance erhalten, an diesem globalen Wettbewerb teilzunehmen, sowie durch die Einführung der FIFA Series, an der 2026 insgesamt 36 Teams aus sechs Kontinenten teilnehmen werden.
Ebenso gibt es mehr Wettkampfmöglichkeiten für Frauen-Nationalmannschaften der FIFA-Mitgliedsverbände, da die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ für die Ausgabe 2023 auf 32 Mannschaften und ab 2031 auf 48 Mannschaften erweitert wurde. In 204 FIFA-Mitgliedsverbänden wurden über 1.700 Projekte zur Förderung des Frauenfussballs durchgeführt.
Mehr Wettkampfmöglichkeiten für die Jugendnationalmannschaften der FIFA-Mitgliedsverbände, wodurch der Weg vom Breiten- zum Leistungssport besser abgesteckt ist. Durch die Erweiterung der FIFA U-17-Weltmeisterschaft™ (sowohl für Mädchen als auch für Jungen) können viel mehr Spieler aus aller Welt schon in viel jüngerem Alter an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Gleichzeitig wird die Einführung einer neuen FIFA U-15-Jugendweltmeisterschaft, die wie ein Festival organisiert ist und an der alle 211 Mitgliedsverbände teilnehmen können, das Leben Tausender junger Menschen verändern.
Mehr Hilfe in schwierigen Zeiten für die FIFA-Mitgliedsverbände, darunter der COVID-19-Hilfsplan, der 1,5 Milliarden US-Dollar bereitstellte, und die Notfall-Katastrophenhilfe, die von der FIFA-Stiftung zur Unterstützung der Bewältigung von Naturkatastrophen bereitgestellt wird. Im Dezember 2025 wurde vom FIFA-Rat ein Fonds für den Wiederaufbau nach Konflikten genehmigt, um denjenigen, die die Schrecken des Krieges erlebt haben, dringend benötigte Unterstützung zu bieten und sicherzustellen, dass der Fussball auch in schwierigen Zeiten ein Instrument des Friedens bleibt.
Stärkerer Fokus auf den Vereinsfussball zusammen mit den FIFA-Mitgliedsverbänden, einschliesslich der historischen ersten FIFA Klub-Weltmeisterschaft™ im Jahr 2025, gefolgt von der neuen FIFA Frauen-Klub-Weltmeisterschaft™ im Jahr 2028 sowie dem jährlichen FIFA-Interkontinental-Pokal™ und dem FIFA-Meisterpokal der Frauen™. Darüber hinaus hat die FIFA die Verteilung und den Umfang des FIFA-Programms zur Beteiligung von Klubs erweitert.