„Inside FIFA“ hat ehemalige Fussballgrößen gebeten, über ihre schönsten Erinnerungen an die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu berichten
FIFA-Legenden erzählen von ihren Kindheitserinnerungen und den größten Momenten auf der größten Bühne des Fussballs
Meilenstein nach 23 Auflagen des Turniers erreicht
Bei ihrer 23. Auflage erreicht die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ heute in Monterrey einen Meilenstein. Das 36. Spiel des diesjährigen globalen Großereignisses ist zugleich das 1.000. Spiel in der Geschichte des Wettbewerbs. Zu diesem Anlass wurden FIFA-Legenden eingeladen, um auf die Momente zurückzublicken, die das weltweit größte Einzelsport-Event geprägt haben.
Marcel Desailly, Frankreich: „Ich habe nicht nur eine einzige Erinnerung an eine Weltmeisterschaft. Mir fallen so viele ein. Ich erinnere mich an Argentinien 1978: Mario Kempes und die kleinen Zettel, die überall im Stadion herumflogen. Das war für mich ein unglaublicher Anblick. Es war mein erster Eindruck von einer Weltmeisterschaft.“
„Und dann war da noch das Jahr 1986. Deshalb ist es für mich etwas ganz Besonderes, hier in Mexiko zu sein: das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, Diego Armando Maradona – was für ein Anblick! Jeder kennt das Foto, auf dem er auf den Schultern der Menschen getragen wird, den Pokal in den Händen hält und ihn küsst. Das hat mich als Teenager tief beeindruckt. Ich war damals 18 Jahre alt.“
Bebeto, Brasilien: „Meine lebhafteste Erinnerung als Fan ist die Weltmeisterschaft 1970. Brasilien hatte ein beeindruckendes Team mit Größen wie Pelé, Carlos Alberto Torres, Rivellino, Gérson, Jairzinho und Clodoaldo. Seitdem träume ich davon, eines Tages das Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft zu tragen und Weltmeister zu werden.“
„Als Spieler erinnere ich mich am besten an den Moment aus dem Jahr 1994, als ich im Spiel gegen die Niederlande ein Tor zu Ehren meines gerade geborenen Sohnes Mattheus schoss. Es war ein spontaner Jubel, an dem sich auch Romário und Mazinho beteiligten. So wurde dieser Moment zu einem legendären Ereignis in der Geschichte des Fussballs.“
Marco Materazzi, Italien: „Meine schönste Erinnerung an eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ist Paolo Rossis erstes Tor gegen Westdeutschland im Finale von 1982. Mein schönster Moment als Spieler war es, die Gesichter meiner Kinder zu sehen, als ich am 9. Juli 2006 den Pokal in die Höhe reckte. Auch 20 Jahre später ist das noch immer etwas ganz Besonderes.“
Hristo Stoichkov, Bulgarien: „Es gab im Jahr 1994 Momente, die mir bis heute am Herzen liegen. Ich werde mich immer an unsere ersten Siege mit dieser großartigen Nationalmannschaft erinnern, an unseren Kapitän Borislav Mihaylov, möge er in Frieden ruhen, an unseren Trainer Dimitar Penev und an Trifon Ivanov, der ebenfalls nicht mehr unter uns ist.“
„Das Ende dieser Weltmeisterschaft wird mir immer in Erinnerung bleiben, denn es war ein bedeutender Moment für mich, mein Land und meine Teamkameraden. Als wir in Los Angeles die Stufen hinaufstiegen, um unsere Medaillen entgegenzunehmen, wurde uns bewusst, dass wir in unserer Heimat zu Helden geworden waren. Wir hatten einige sehr starke Mannschaften besiegt und noch heute spricht man von der bulgarischen Nationalmannschaft von 1994.“
Cafu, Brasilien: „1990 begann ich, das Spiel auf einer tieferen Ebene zu verstehen, und verfolgte die brasilianische Nationalmannschaft sehr aufmerksam. Ich habe lebhafte Erinnerungen an die WM 1990 in Italien, denn es war das erste Turnier, das ich als Fan erlebte, der den Fussball wirklich verstand. Das war für mich ein Wendepunkt.“
„Mein schönster Moment war, als wir 2002 Weltmeister wurden und Brasilien zum fünften Mal den Titel bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ holten. Als Kapitän der Weltmeister auf dem Podium zu stehen und den WM-Pokal in die Höhe zu recken, war ein unvergessliches Erlebnis.“
Karim Haggui, Tunesien: „Es gibt so viele unvergessliche Momente in der Geschichte der Weltmeisterschaft. Einer davon ist der historische Sieg Kameruns über Argentinien im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 1990 – er war François Omam-Biyiks Tor zu verdanken.“
„Mein Favorit ist aber nach wie vor Zinedine Zidanes zweites Tor im Finale von 1998 gegen Brasilien. Das war ein magischer Moment, der perfekt verdeutlicht, was diesen Wettbewerb so besonders macht.“